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Ärzte bewahrten Clara vor dem Rollstuhl

Oberlinklinik verabschiedet angolanisches Kind Ärzte bewahrten Clara vor dem Rollstuhl

Wenn die kleine Clara in der Oberlinklinik einen Raum betritt, dann strahlt sie und ist glücklich. Sie kann wieder ohne Probleme laufen und ihr Leben in vollen Zügen genießen.

Zu verdanken hat sie dies der Hilfsorganisation „Friedensdorf“ aus Oberhausen und der Oberlinklinik.

Mitte Dezember 2012 kam Clara in die Oberlinklinik und konnte nicht einmal einfache Schritte machen. Wegen einer angeborenen Lähmung waren ihre Beine so schwer verformt, dass das linke Knie ihr Körpergewicht nicht mehr tragen und der rechte Fuß nur noch über die Außenseite auftreten konnte. Dort gab es infolgedessen tiefe entzündete Hautrisse. Das entscheidende Kriterium war, ob Claras Zustand in Angola ihr eine normale kindliche Entwicklung ermöglicht hätte, wie weit sich ihre Beine weiter verformt hätten – und nicht zuletzt, wie dies auch ihre weiteren sozialen Beziehungen mit Kindern und später mit Erwachsenen beeinflussen würde“, erklärt Chefarzt Gerd Pietsch und fügt hinzu: „Beide Verformungen hätten sich mit ihrem Wachstum noch schmerzhafter entwickelt. Sie hätte ihr Leben in einem Rollstuhl verbringen müssen“. Doch nach zwei großen und mehreren kleineren Operationen ist Clara nun fit und hält das Stationsteam der Neuroorthopädie auf Trab. „Wir verständigen uns mit Händen und Füßen“, sagt Ärztin Katharina Hörster. Die Oberhausener Organisation kümmert sich um kranke und verletzte Kinder, denen in ihrem Heimatland medizinisch nicht weitergeholfen werden kann, und holt sie nach Deutschland. Dort werden die Kinder in Kliniken unentgeltlich behandelt, für sie beginnt ein neues Leben. Die Kosten in Höhe 11 000 Euro trägt die Oberlinklinik.

In der kommenden Woche wird das kleine Mädchen dann mit einer Charter-Maschine nach Angola zurückreisen, dabei aber im ständigen Austausch mit Ärzten stehen. „Gemeinsam mit den anderen, in Deutschland versorgten Kindern meldet sich Clara in einem halben Jahr in unserer Station in Angola“, sagt Franziska Notthoff vom „Friedensdorf“, das jedes Jahr rund 200 Kinder, besonders aus Afghanistan und Angola, nach Deutschland holt.

Die Oberlinklinik nimmt einmal im Jahr ein Kind aus einer Krisenregion auf und behandelt es. (mja)

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