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Potsdam AfD und Mitteschön verteidigen „Soldatenkönig“
Lokales Potsdam AfD und Mitteschön verteidigen „Soldatenkönig“
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17:04 28.10.2016
An ihm scheiden sich die Potsdamer Geister: Friedrich Wilhelm I., Preußenkönig und nach Meinung von Experten „Stadtgründer“. Quelle: MAZ
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Potsdam

Der Streit um die mögliche Aufstellung eines Denkmals für den preußischen „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. im Potsdamer Lustgarten nimmt an Schärfe zu. Erstmals haben sich jetzt auch die AfD und die Bürgerinitiative „Mitteschön“ zu dem Fall geäußert. Die Stadt hatte ein Erbe von 50 000 Euro ausgeschlagen. Der Erblasser wollte, dass das Geld ausschließlich für die Aufstellung eines Soldatenkönig-Denkmals verwendet werden soll.

AfD: OB Jann Jakobs verleugnet die Geschichte Potsdams

Bereits der Historiker Willo Göpel hatte die Entscheidung der Stadt kritisiert und die Bedeutung des Soldatenkönigs für die Stadt betont. Nun plädiert auch der AfD-Fraktionsvorsitzende Dennis Hohloch dafür, das Erbe anzunehmen. „Die Stadtverwaltung verleugnet durch die Ablehnung einer so anständigen und noblen Geste die historischen Wurzeln unserer Landeshauptstadt. Eine solche Reaktion lässt auf ein in äußerst eng gefasste Muster gestricktes Bewusstsein zur Geschichte der eigenen Heimat schließen“, so Hohloch. König Friedrich Wilhelm I. gehöre zu Potsdam wie das Militärwaisenhaus, das Holländerviertel und der Stadtkanal. „All dies hätte es ohne den Soldatenkönig nie gegeben. Der Oberbürgermeister verleugnet hier ganz bewusst einen Teil der Geschichte seiner Stadt und der Bevölkerung, der er dient“, so der AfD-Fraktionschef.

„Mitteschön“: Friedrich Wilhelm I. war Stadtgründer

Die Bürgerinitiative „Mitteschön“ nennt Friedrich Wilhelm I. „den eigentlichen Stadtgründer Potsdams“. Mit seiner kontinuierlichen Förderung habe er die 1. und 2. Stadterweiterung Potsdams ermöglicht. Er habe auf den Grundlagen der Vorgänger aus dem Dorf eine Stadt gemacht, so die Initiative. „Das einzige ’Pläsir’ dieses sperrigen und besonderen Barockfürsten war der solide und dauerhafte Ausbau Potsdams.“

Potsdam wäre die einzige Stadt auf der Welt, die es vereitelt, dass mit privatem Geld ein Denkmal des eigentlichen Stadtgründers wieder aufgestellt wird. Von Washington D.C. über St. Petersburg bis zu Berlin, Neuruppin, Saarlouis und Pirmasens würden das alle anderen anders sehen. „Ihre Stadtgründer werden mit Denkmälern geehrt.“

Der Soldatenkönig hat nie Kriege geführt

Der Soldatenkönig, so stellt „Mitteschön“ klar, „das ist im Vergleich zu den anderen Staatenlenkern seiner Zeit eben einmalig, hat eben genau so wenig Krieg geführt wie Friedrich Ebert oder Otto Braun“. Otto Braun, dem tapferen sozialdemokratischen Ministerpräsidenten und dem jüngsten Preußen, sei zuletzt in Potsdam eine Denkmalehrung zuteil geworden. „Noch ist es nicht zu spät! Das Denkmal gehört nach Potsdam an historischer Stelle im Lustgarten!“, fordert die Initiative.

Von MAZ online

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