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Potsdam Agrartechnik baut an
Lokales Potsdam Agrartechnik baut an
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14:13 15.09.2017
Wissenschafts-Staatssekretärin Ulrike Gutheil, ATB-Chef Reiner Brunsch, Ministerpräsident Dietmar Woidke, Architekt Thiemo Pesch, Leibniz-Präsident Matthias Kleiner und Udo Hahn vom Bundesgrarministerium (v.l.). Quelle: Christel Köster
Bornim

Die Hygieneüberwachung ist das Thema der Zukunft im Agrartechnikinstitut Bornim (ATB). Mit mikro- und molekularbiologischen Methoden will man den Befall von Nahrungs- und Futtermitteln schneller, sicherer und regelmäßiger feststellen und auch überprüfen können, wie gut die immer neuen Konservierungsverfahren wirklich sind. Mit dem bisherigen Bestand an weit verstreuten Labors und Arbeitsräumen war das zur Leibniz-Gemeinschaft gehörende Institut in den vergangenen Jahren an die Grenzen des Machbaren gestoßen und sogar in Containerräume ausgewichen. Damit soll jetzt Schluss sein. Am gestrigen Montag wurde inmitten der historischen Gebäude der Grundstein für einen 14,4 Millionen Euro teuren Forschungsneubau gelegt, der im Frühjahr 2019 bezugsfertig sein soll.

Forschung in Potsdam

Potsdam ist Wissensstadt. Mehr als 10 000 der gut 170 000 Potsdamer arbeiten in mehr als 40 wissenschaftlichen Einrichtungen.

Mehrere Fraunhofer- und Max-Planck-Institute mit pflanzlichen Themenfeldern sitzen im Wissenschaftspark Golm. Die Biotechnologie ist in der Steinstraße und auf Hermannswerder versammelt, die Geoforschung vor allem auf dem Telegrafenberg.

Es gibt Einrichtungen der Leibnizgemeinschaft und Helmholtz-Zentren. Das 1998 gegründete Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) ist das erste und bislang einzige völlig privat finanzierte Uni-Institut Deutschlands.

Seit Ende 2009 ist Potsdam Sitz des IASS - Instituts für Klimaforschung und Nachhaltigkeitsstudien.

„Der Neubau steht beispielhaft für die von der Landesregierung angestrebte Stärkung des Transfers zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zur Grundsteinlegung des Zentrums für Technologie und Wissenstransfer. Die Forschung werde in der Agrartechnik und Bioökonomie immer wichtiger, weil auch die Ernährungsaufgaben wachsen. In Zeiten von Globalisierung, Klimawandel und Bevölkerungswachstum sei die Agrarforschung mehr denn je gefordert, umwelt- und sozialverträgliche Antworten auf drängende Zukunftsfragen zu finden. Mit den Ressourcen der Welt müsse man schonend umgehen.

So soll das neue Gebäude aussehen. Quelle: Christel Köster

Als Präsident der gesamtdeutschen Leibniz-Gesellschaft mit ihren 91 Instituten mahnte Matthias Kleiner, der Natur nicht mehr zu entnehmen als sie verkraften kann. Er warnte davor, Flüchtlinge aus Afrika und der arabischen Welt mit militärischen Mitteln aus dem nördlichen Europa fernzuhalten. Man müsse ihnen vielmehr in ihren Heimatländern bessere Lebensbedingungen schaffen, indem man etwa eine nachhaltige Lebensmittelproduktion aufbaut.

Der Bund und das Land Brandenburg teilen sich hälftig die Bornimer Investition, mit der in einem zweigeschossigen Komplex 16 hochmoderne, risikogeeignete Labore nebst Brut- und Lagerräumen, ein Konferenzsaal und eine Kantine geschaffen werden. Die Forscher befassen sich sowohl mit den nützlichen als auch den schädlichen Wirkungen von Mikroorganismen und deren Lebensgemeinschaften.

Von Rainer Schüler

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