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Alle sieben Minuten blitzt es in Potsdam

Verkehrskontrolle Alle sieben Minuten blitzt es in Potsdam

Mehr als 1,7 Millionen Euro brachten Autofahrer, die zu schnell unterwegs waren, der Stadt Potsdam im vergangenen Jahr ein. Einen von ihnen traf es besonders hart: 480 Euro musste ein Raser zahlen, weil er im Stadtgebiet deutlich zu schnell fuhr.

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Die Blitzersäule am Leipziger Dreieck erfasst Verkehrsdelikte auf mehreren Spuren gleichzeitig.

Quelle: Rainer Schüler

Potsdam. Hochmodern ist die Technik, mit der auf Potsdams Straßen geblitzt wird. Am Leipziger Dreieck registriert eine zwei Meter hohe Säule mit mehreren Kameras alle Tempo- und Rotlichtverstöße auf der Kreuzung, an der 17 Fahrspuren zusammenkommen.

Das teure Messgerät lohnt sich für die Stadt Potsdam allemal. Gemeinsam mit den fünf anderen, fest installierten Blitzern spülte es 2016 mehr als 1,7 Millionen Euro in die Kassen der Landeshauptstadt. Anders ausgedrückt: 4755 Euro am Tag oder fast 200 Euro pro Stunde. Welcher Blitzer am häufigsten zuschlug, weiß die Stadt nicht. „Eine Zuordnung der Bußgelder zu den Blitzern erfolgt nicht“, sagte Pressesprecher Jan Brunzlow auf MAZ-Anfrage.

Bürger können Hinweise geben

Neben den fest installierten Messgeräten stehen dem Potsdamer Ordnungsamt drei Fahrzeuge mit mobiler Messtechnik zur Verfügung. Sie fahren regelmäßig mehr als 200 Messpunkte im Stadtgebiet an, die sich vor allem vor Schulen und an Unfallschwerpunkten befinden. Für die Überwachung des fließenden Verkehrs ist in der Landeshauptstadt eine eigene Arbeitsgruppe zuständig. An die Adresse des „Inspektionsaußendienstes“ dürfen auch Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche zur Überwachung des Verkehrs und zur Einrichtung einer neuen Messstelle richten.

Fest installierte Blitzer in Potsdam

Fest installierte Blitzer in Potsdam

Quelle: Detlev Scheerbarth

Kontrollen als verkehrserzieherische Maßnahme

Eine tragende Rolle im Genehmigungsverfahren für neue Messpunkte wird diesen Hinweisen allerdings nicht zugesprochen. Grundlage für die Verkehrsüberwachung seien die Ergebnisse der Unfallauswertung, teilte die Stadt mit. Denn die Kontrollen sollen als eine Art verkehrserzieherische Maßnahme dienen. Immerhin nannte die Brandenburger Polizei für die Unfallbilanz des zurückliegenden Jahres Geschwindigkeitsüberschreitungen als eine der Hauptunfallursachen. Nur dort, wo sich häufig Unfälle ereignen oder zumindest die Wahrscheinlichkeit dafür besteht, dürfe eine Überwachung des fließenden Verkehrs laut Landeshauptstadt durchgeführt werden.

Am teuersten wurde das Rasen 2016 für einen Temposünder, der innerorts 70 km/h zu schnell war. Das kostete 480 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von drei Monaten. Besonders aufmerksam sollten Autofahrer wieder am 19. April unterwegs sein. Dann findet aller Voraussicht nach auch in Potsdam wieder ein 24 Stunden dauernder Blitzer-Marathon der Polizei statt. 2016 wurden in der Stadt dabei mehr als 300 Geschwindigkeitsüberschreitungen bestraft.

Von Victoria Barnack

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