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Am Wochenende steigt das 20. Tulpenfest

Aus Potsdam wird Klein-Amsterdam Am Wochenende steigt das 20. Tulpenfest

Egal, wie’s Wetter wird: Das Tulpenfest läutet in Potsdam den Frühling ein. Zum 20. Mal stehen die Zeichen am Wochenende rund ums Holländische Viertel auf Orange. Schon 480.000 Menschen aus Nah und Fern waren zu Gast, um Klompenmachern auf die Finger zu schauen, Käse zu naschen und bei Musik und Genever die holländische Lebensart zu genießen. Fällt nun die halbe Million?

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Mit von der Partie ist am Wochenende auch die Keukenhof-Figur Jacoba von Beieren.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Innenstadt. Klompenmacher und Käseträger, Poffertjes und Matjes, Genever und ein streng limitiertes Festbier, fröhliche Musikanten, eine Gänsekapelle und 100 000 Tulpen: Am Samstag und Sonntag stehen in Potsdam wieder alle Zeichen auf Orange!

Zum 20. Mal findet dann das Tulpenfest statt – wie im vergangenen Jahr auf dem Bassinplatz. Aber – das versprechen die Organisatoren – ein wenig enger und gemütlicher als beim Debüt in der neuen Kulisse. Das Angebot habe man dennoch nicht beschränkt: Mehr als 170 Händler, Musiker, Tänzer und Handwerker aus den Niederlanden haben sich angesagt, hinzu kommen Akteure aus Potsdam, dem Land Brandenburg und Berlin. Besonders stolz sind die Veranstalter darauf, dass erstmals die Botschafterin des Königreichs der Niederlande, Monique van Daalen, die Schirmherrschaft übernommen hat. „Das ist ein Ritterschlag“, sagt Hans Peter Gaul von der eigens fürs Fest gegründeten Fördergesellschaft Niederländischer Kultur GmbH. „Eine Anerkennung für 20 Jahre erfolgreiche Arbeit.“

Diese Arbeit, sagt Hans Göbel, Chef der Gesellschaft, Chef des Vereins zur Pflege der Niederländischen Kultur und Chef-Organisator des Tulpenfests, sei nicht immer leicht gewesen. Zwar haben rund 480 000 Menschen von Nah und Fern das Fest besucht: „In den vergangenen Jahren haben uns aber die Weltsituation, die Frage der Sicherheit und der Finanzen arg zugesetzt, so dass wir überlegt haben, nicht weiterzumachen.“ Zwei Jahre pausierte das Fest. Aufgeben wollte es der Verein dann aber doch nicht: Immerhin sucht es in ganz Deutschland seines Gleichen und ist auch für die Niederländer eine feste Größe. Um den Verein aber vor den Turbulenzen der vergangenen Jahre zu schützen, wurde inzwischen die GmbH gegründet, eine 100-prozentige Tochter. Wie groß das finanzielle Risiko dennoch ist, zeigt der Blick aufs vergangene Jahr, als das Fest nach der Zwangspause erstmals auf dem Bassinplatz und dazu bei denkbar schlechtem Wetter stattfand. Zwar kamen 16 000 zahlende Besucher, aber der Verein schrieb dennoch rote Zahlen. 100 000 Euro kostet es laut Göbel, das Fest auszurichten. Um eine schwarze Null schreiben zu können, braucht es 20 000 Gäste. „Im vorigen Jahr sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen. Das Minus war gerade noch zu verkraften – das würde in diesem Jahr nicht mehr klappen.“ Dennoch wolle man nicht mehr als 5 Euro Eintritt nehmen. Man hoffe also auf schönes Wetter – oder zumindest wetterfeste Besucher.

Öffnungszeiten und Eintrittspreis

Das Tulpenfest ist am Samstag von 10 bis 20 Uhr sowie am Sonntag von 11 bis 19 Uhr geöffnet.

Der Eintritt kostet 5 Euro, Kinder bis 14 Jahre frei.

Von Nadine Fabian

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