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South Dakota Hamburger und deutsches Bier

Studentin aus Partnerstadt kehrt nach Sioux Falls zurück South Dakota Hamburger und deutsches Bier

Die US-amerikanische Studentin Marit Lhotzky lebte und lernte die letzten zehn Monate in Potsdam. Nun kehrt sie in ihre Heimat zurück - mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

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Studentin Marit Lhotzky und Isabell Sommer (rechts) von der Stadt Potsdam mit Gastgeschenken.

Quelle: Saskia Popp

Potsdam. „Natürlich freue ich mich auf meine Familie und meine Freunde zuhause. Und auf einen richtig guten South Dakota Hamburger freue ich mich“, sagt Marit Lhotzky, „aber ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“ Zehn Monate, zwei Semester lang hat sie in Potsdam gelebt und studiert. Die Wahl des Studienortes Potsdam ist beileibe kein Zufall.

Marit Lhotzky ist als Tochter eines aus Deutschland stammenden Vaters und einer aus South Dakota stammenden Mutter zweisprachig in Sioux Falls, South Dakota aufgewachsen. Ihre Eltern hatten schon im Jahr 1992 - noch vor Marits Geburt - erstmals Potsdam besucht und großen Gefallen an Brandenburgs Hauptstadt gefunden. 1996 und 1997, nun schon mit der kleinen Marit an Bord, lebte die Familie sogar für insgesamt eineinhalb Jahre in der Stadt, Marit besuchte zunächst einen Kindergarten am Schlaatz, als Teenager war sie dann für einige Zeit am Humboldt-Gymnasium.

Potsdams Partnerstädte

Sieben Partnerstädte hat Potsdam momentan: Bobigny (Frankreich), Bonn (Deutschland), Jyväskylä (Finnland), Luzern (Schweiz), Opole (Polen), Sioux Falls (USA) und Perugia (Italien).

Die erste Partnerschaft wurde 1973 mit Opole begründet, jüngster Städtepartner ist seit 2002 Luzern.

Die Partnerstädte organisieren gemeinsam kulturelle, wirtschaftliche und politische Events. Im Oktober steht zum Beispiel eine gemeinsame Konferenz in Potsdam zum Thema Jugendarbeitslosigkeit an.

Die nächsten Partnerstädte sollen Versailles (Frankreich) und Sansibar (Tansania) werden.

Vater Stephan Lhotzky bemüht sich bereits seit Anfang der neunziger Jahre um den Ausbau der Städtepartnerschaft zwischen Sioux Falls und Potsdam. Jedes Jahr verbringen mehrere Studenten vom Augustana College in Sioux Falls einen Teil ihrer „J Terms“, der Winterferien, in Potsdam, Marit Lhotzky blieb dann gleich für zwei ganze Semester. Auch Marit hatte zunächst am Augustana College ein Studium der Kunstgeschichte begonnen, bevor sie im Sommer 2014 eines der rar gesäten und entsprechend begehrten Praktika am renommierten Metropolitan Museum of Art in New York City ergattern konnte - als eine von acht Praktikantinnen hatte sie sich gegen tausende Mitbewerber durchgesetzt. Anschließend ging es dann für zwei Semester nach Potsdam, die nächste Station in Lhotzkys Ausbildung wird erneut New York City sein. „Ich werde dort meinen Bachelor in Kunstgeschichte machen, danach dann Jura studieren“, sagt sie.

Was Marit Lhotzky am meisten vermissen wird, wenn sie am Dienstag nach zehn Monaten in Potsdam in ihre US-amerikanische Heimat zurückkehren wird? „Ganz eindeutig, das gute Essen, vor allem die Bäckereien und das gute Bier - zu Hause darf ich ja noch keins trinken“ sagt die 20-jährige Marit Lhotzky lachend. Erst im August wird sie ihren 21. Geburtstag feiern und damit nach amerikanischem Recht volljährig sein. Doch auch die kulturelle Vielfalt, die Nähe zu europäischen Zentren der Kunst wie Berlin, Rom und Paris und nicht zuletzt die lange Historie in Europa wird die Studentin nicht vergessen. Nähe Potsdams zu Paris und Rom? Ja, sagt Marit Lhotzky und erklärt einen entscheidenden Unterschied in der Wahrnehmung zwischen den Menschen in Deutschland und den USA: „Für einen Deutschen sind 100 Meilen Straße sehr weit, für einen Amerikaner sind 100 Jahre alte Häuser sehr alt.“

Von Saskia Popp

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