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Potsdam Angebliche Umweltsünder weisen Vorwurf zurück
Lokales Potsdam Angebliche Umweltsünder weisen Vorwurf zurück
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11:02 22.10.2013
Traurige Hinterlassenschaften: Müll in und an der Wudlitz. Quelle: Privat
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Potsdam

Im Prozess zum mutmaßlichen Umweltfrevel an der Wublitz in Marquardt () melden sich nun die Beschuldigten zu Wort. Manfred und Helga Helmich weisen alle von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwürfe zurück. Die Eheleute beteuern, dass sie auf ihren Grundstücken weder Bäume gefällt noch den Schilfgürtel angerührt oder ein Biotop zerstört haben. „Alles frei erfunden, gelogen. Nichts liegt uns ferner“, sagt Manfred Helmich am Dienstag beim Rundgang mit der MAZ über das Gelände.

Urheber der Anschuldigungen sind den Eheleuten zufolge Nachbarn, die selbst an dem malerischen Flecken Land interessiert seien und ihrerseits an der Wublitz „schwerste Straftaten“ begangen hätten. „Wir werden hier seit Jahren bespitzelt und verleumdet“, sagt Manfred Helmich. Mehr als einmal landeten die Auseinandersetzungen zwischen dem Ehepaar und den Nachbarn vor dem Kadi. Briefwechsel mit Anwälten und Behörden füllen Aktenordner. Ein Papier belegt gar, dass die Gegenpartei versuchte, Manfred Helmich unter Betreuung zu stellen. „Das macht mürbe“, sagt der 79-Jährige. „Es war doch nur unser Traum, hier in der Natur zu wohnen und zu arbeiten.“

2006 zog das Paar in die Marquardter Siedlung, wollte nach eigenem Bekunden ein Einfamilienhaus nebst Büro bauen, das Land herrichten. Ein paar Nachbarn hätten aber sofort Front gemacht. Seither ist man in Kämpfe verstrickt; der Familien- und Firmensitz existiert nurmehr auf dem Papier.

Das Grundstück präsentiert sich am Dienstag grün, zum Ufer hin wild. Alte Obst- und Nussbäume stehen hier, Weiden, viele Erlen. Gräser und Schmackadutschen sprießen. Auf mittlerer Höhe türmt sich Schutt. „Wir haben – mit Erlaubnis – Gebäude abgerissen, die ohne Genehmigung zu DDR-Zeiten errichtet wurden“, sagt Manfred Helmich. Die Gruben sollten verfüllt werden: mit jenen Erdmassen, mit denen das Areal laut Anklage unerlaubt aufgeschüttet worden sein soll. Die Arbeiten mit dem Bagger am Ufer, von denen ebenfalls die Rede war, wären allein nötig gewesen, um Müll, etwa alte Fässer, aus der Wublitz zu heben. „Wir hatten die Absicht, den natürlichen parkartigen Zustand des Grundstücks wieder herzustellen“, so Helmich. – Wie berichtet, soll der Prozess 2014 neu beginnen.

Von Nadine Fabian

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