Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Anradeln mit langen Unterhosen

Pedaleure klingeln bei Eiseskälte Saison ein / 580 Rad-Stellplätze im Parkhaus am Hauptbahnhof ab 2014 Anradeln mit langen Unterhosen

Hartgesottene Pedalritter brauchen diesen speziellen Termin eigentlich gar nicht: Die Radlsaison haben der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und die Stadtverwaltung am Sonnabend offiziell eingeklingelt – bei nach wie vor eisigen Temperaturen.

Voriger Artikel
„Diese Ampel braucht kein Mensch“
Nächster Artikel
Hoffnung für die Heidesiedlung

Potsdams oberster Radler Matthias Klipp in der Russischen Kolonie Alexandrowka – kurz vorm Anradeln. FOTO:O.MÖLDNER

Entsprechend waren die etwa 30 Frischluftfreunde mit Mützen unterm Fahrradhelm, Handschuhen, und Schals dick eingepackt.

Lange Unterhosen? Na klar! Nicht nur der Baubeigeordnete Matthias Klipp – sozusagen Potsdams Chefradler – trug wärmende Beinkleider. Und wer noch? Auf die Frage des bündnisgrünen Politikers reckten etliche Radler ihre Arme in die Höhe. Derart ausgerüstet startete der Konvoi – darunter Stadtpräsident Peter Schüler (Grüne) und zwei Fahrradpolizisten – in gemütlichem Tempo in der Russischen Kolonie Alexandrowka übers Bornstedter Feld bis Golm und wieder in die Innenstadt.

Etwa 18 Kilometer steckten am Ende in den Beinen der Anradler, zu denen der in die Stadtverwaltung zurückgekehrte Axel Dörrie gehörte. Potsdam Radexperte war zwei Jahre im Bundesverkehrsministerium tätig, um dort am nationalen Radverkehrsplan mitzuarbeiten.

Ursprünglich war die Lindenallee Teil der Route – wurde jedoch wegen Unbefahrbarkeit gestrichen, da sich eine Eisschicht gebildet hatte. „Umso wichtiger ist der Beschluss der Stadtverordneten, den Weg zwischen Neuem Palais und Golm zu asphaltieren“, sagte Klipp. Wie berichtet, bekommt die Lindenallee eine Decke, die im Winter auch geräumt werden kann und das Radeln überhaupt ermöglicht. Und noch eine gute Nachricht für Pedaleure: 2014 sollen im Parkhaus im Potsdamer Hauptbahnhof 580 Stellplätze für Fahrräder umgerüstet werden. 40 Autoparkplätze in der Ebene 0 des Parkhauses kommen dafür weg. Heute will die Stadt den Fördermittelantrag beim Infrastrukturministerium abgeben, sagte Potsdams Radverkehrsbeauftragter Torsten von Einem am Sonnabend.

Von den 617 000 Euro Baukosten soll das Land 450 000 Euro übernehmen. Das Land zeige sich grundsätzlich „förderwillig“, in diesem Jahr sei jedoch kein Geld für das Projekt vorhanden. Maximal einen Euro pro Tag soll ein Stellplatz im Fahrradparkhaus kosten. Vorteile: Das Rad steht sicher. Außerdem soll man an einer Servicestation Reparaturen erledigen und Zubehör kaufen können. (Von Ricarda Nowak)

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
dfdbc0d4-af48-11e7-b225-97bf4e5da6db
Potsdam – damals und heute

Zeitreise durch Potsdam: Anhand von historischen und aktuellen Aufnahmen zeigt die MAZ, wie sich die Stadt Potsdam verändert hat – und was wieder aufgebaut wurde. Besuchen Sie mit Klick durch die Galerie Potsdams markante Ecken – damals und heute.

Die Karikaturen des Potsdamers Hafemeister

Jörg Hafemeister karikiert seit Jahren die Potsdamer Lokalpolitik. Nun hat er immer mittwochs seinen festen Platz im Potsdamer Stadtkurier. Wir zeigen an dieser Stelle alle Karikaturen.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg