Volltextsuche über das Angebot:

26°/ 15° Gewitter

Navigation:
Ansturm auf neues Schwimmbad in Potsdam

Tag der offenen Baustelle am Brauhausberg Ansturm auf neues Schwimmbad in Potsdam

Fast 2000 Besucher wollten das künftige Freizeitparadies sehen. Noch ist kein Wasser in den Becken, aber mit ein wenig Fantasie konnte man sich schon ausmalen, wie alles später aussehen wird. Besucher konnten einen Blick auf die verschiedenen Schwimmbereiche werfen – und sogar die „Katakomben“ mit der Technik und der Tiefgarage waren zur Besichtigung freigegeben.

Voriger Artikel
Daniel Zacher macht jetzt Kunst
Nächster Artikel
Die Manns und die Musik

Die Baustelle des neuen Schwimmbads am Brauhausberg aus der Vogelperspektive.

Quelle: Robert Grahn

Templiner Vorstadt. Riesenansturm aufs neue Bad: Der Tag der offenen Baustelle im Schwimmbad am Brauhausberg war am Samstag ein absoluter Publikumserfolg. Den ganzen Tag über flanierten Potsdamer und auswärtige Gäste durch den Kellerbereich und das Parterre des Rohbaus. Ende 2016 wird der Bau nach einem Entwurf des Architektenbüros Gerkan, Marg und Partner voraussichtlich fertiggestellt.

Bei den zahlreichen Führungen konnte man aber jetzt schon die Dimensionen der verschiedenen Schwimm-Bereiche erleben. 1850 Quadratmeter Wasserfläche wird es im gesamten Bad geben – 1250 Quadratmeter hat allein das Sportbecken. Wasser ist momentan natürlich noch keines in den Becken, auch die weißen Kacheln werden erst demnächst verlegt. Dennoch beeindrucken die Größenordnungen des Sportbeckens, das zehn 50-Meter-Bahnen für Wettkämpfe hat. Die flexible Bahngestaltung – im Training: zwölf Längsbahnen oder 22 Querbahnen – ermöglicht öffentliches Schwimmen sowie Schul- und Vereinssport. Die Tribüne wird 400 Plätze haben.

43c9305a-d272-11e5-9fd9-b25916edcdd4

Freibier gab’s keines – trotzdem strömten die Potsdamer am Sonnabend in Scharen auf die Baustelle des neuen Sport- und Freizeitbads. Eindrucksvoll war das 50-Meter-Sportbecken und das Freizeitbad, das später einmal einen kleinen Wasserfall, Sprudelliegen und einen Strömungskanal haben wird. Auch der Blick in die „Katakomben“ mit der neuen Technik und der riesigen Tiefgarage lockte die Interessierten. Ende 2016 soll das Bad fertig sein – in ein paar Monaten gibt es noch einmal einen Tag der offenen Baustelle.

Zur Bildergalerie

Auf der einen Seite das Sportbecken, auf der anderen „Spaßbereich“

Während sich auf der einen Seite der Halle das Sportbecken und ein Lehrbecken befinden, bleibt die andere Hallenhälfte dem familienorientierten Freizeitbad vorbehalten. Das originell geformte Freizeitbecken mit ungefähr 300 Quadratmeter Wasserfläche wartet mit diversen Attraktionen auf: Sprudelliegen, Strömungskanal, Wasserfall, Kletterwand und Slackline zählen dazu. Der größte Renner wird aber sicherlich die 80 Meter lange, gekreiselte Röhrenrutsche im Außenbereich, die man über eine Wendeltreppe im Freizeitbad erreicht. Mit Schwung geht es dann durch die Röhre wieder zurück in ein Becken im Freizeitbad.

Auch an die Kleinsten ist gedacht: Ein räumlich geschützter Bereich mit Planschbecken und verschiedenen Spielgeräten – Minirutsche, Schiffchenkanal – lädt zum Wasserspaß ein.

Nerlichs Badenixe wird vom alten Schwimmbad ans neue versetzt

Die alte Schwimmhalle am Brauhausberg soll bis zur Inbetriebnahme des neuen Bads geöffnet bleiben. Dennoch bleibt auch danach eine architektonische Verbindung zwischen den beiden Bauwerken. So wird das Badenixen-Relief von Werner Nerlich künftig die Ostseite des neuen Schwimmbads zieren. Auch das aus DDR-Zeiten stammende Wandmosaik am Bereich des alten Lehrbeckens wird dann als Schmuck an das neue Lehrbecken umgesetzt.

„Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei“

Am Sonnabend konnte man sich das alles nur in der Fantasie ausmalen. Die Wände sind natürlich noch alle betongrau anstatt weiß und auch das Anthrazit des Fußbodens kann man sich derzeit nur ausmalen. Auch die großzügigen Glasfassaden an der Ost-, West und Nordseite harren teilweise noch der Fertigstellung, oft sind an diesen Stellen jetzt noch braune Spanholzplatten vor den Öffnungen. Dennoch: Eindrucksvoll ist das Innere auch in diesem „rohen" Zustand. Und auch die Besucher waren vielfach voll des Lobes: „Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei“, sagte beispielsweise Marco Goll aus Seddiner See, der sich als ehemaliger Leistungsschwimmer besonders auf das 50-Meter-Sportbecken freut. Sogar aus Berlin waren Interessierte angereist: „Ich finde es wunderschön“, sagte Viktor Jaschke. Der Wirtschaftsingenieur bewunderte besonders die aufwendige Statik: „Zum Beispiel der große Unterzug im Keller.“

Bad-Neubau im Plan und im Kostenrahmen der Stadtverordneten

Finanziell liege der Bad-Neubau im Plan, sagte Stadtwerke-Chef Wilfried Böhme am Sonnabend: „Wir bleiben in dem Volumen, das die Stadtverordneten bestätigt haben: maximal 36,2 Millionen Euro.“ Der Kostenrahmen von 31,4 Millionen plus einem „Puffer“ von 15 Prozent könne eingehalten werden.

Am Tag der offenen Türe war auch ein Blick in die „Katakomben“ des Schwimmbads erlaubt. Hier sind auf zwei Etagen die Tiefgarage und die Technik verteilt. Der 3,75 Meter tiefe Teil des Sportbeckens ragt wie ein Kessel in den Keller hinein. In riesigen Tanks wird hier im Keller das Wasser aufbereitet, wobei die Desinfektion des Wassers mit Chlorgas erfolgt.

In einigen Monaten gibt es wieder einen „Tag der offenen Baustelle“

Was man am Sonnabend noch nicht sehen konnte, waren die beiden oberen Stockwerke: Im ersten Stockwerk entsteht das Selbstbedienungsrestaurant, das sowohl vom Sport- als auch vom Freizeitbereich erreichbar ist. Eltern können von dort aus ihre Kinder sowohl im Freizeitbad als auch im Lehrschwimmbecken im Blick behalten.

Eine Etage höher und etwas abseits vom Trubel wird es die Wellness-Oase mit Innen- und Außenbereich geben. Geplant sind mehrere Saunen, ein Dampfbad, ein türkischer Hamam, ein Whirlpool, Ruhe- und Massageräume sowie ein Schwimmbecken als Verbindung zwischen Innen- und Außenbereich mit Dachterrasse.

In einigen Monaten ist wieder ein Tag der offenen Baustelle geplant, um die Fortschritte zu zeigen.

Von Ildiko Röd

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg