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Archiv-Wiedereröffnung verzögert sich

Streit um Blitzableiter trifft Verein aus heiterem Himmel Archiv-Wiedereröffnung verzögert sich

Die Wiedereröffnung des alternativen Kulturzentrums Archiv in der Leipziger Straße ist aufs neue Jahr verschoben worden. Grund sind nach Angaben des Betreibervereins zusätzliche Forderungen der Bauaufsicht. Der Verein zeigt sich überrascht und verweist zudem auf eine Absprache mit der Bauaufsicht.

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Baustelle mit Hindernissen

Potsdam. Entgegen früheren Vereinbarungen sei bei der jüngsten Baustellenbegehung der Einbau einer neuen Blitzschutzanlage noch vor der Wiedereröffnung des Kulturzentrums gefordert worden, die nach Vereinsangaben rund 30.000 Euro kosten würde. „Die Planungen für eine langfristige Sanierung des Archivs sehen zwar eine neue Blitzschutzanlage vor“, so Archiv-Sprecher Kay Kärsten, „aber aus Zeit und Kostengründen war zwischen Verein und Bauaufsicht vereinbart, im jetzigen ersten Bauabschnitt auf eine solche zu verzichten – insbesondere vor dem Hintergrund, dass bei späteren Sanierungsarbeiten am Dach des Gebäudes die neu aufgebrachte Anlage wieder abgerissen und dann erneut aufgebaut werden müsste.“ Die unerwartete Nachforderung treffe den Verein „zum jetzigen Zeitpunkt aus heiterem Himmel und würde nicht nur die Wiedereröffnung länger verzögern als der Verein sich das leisten kann, sondern auch die Kosten für eine solche Anlage faktisch verdoppeln“. Eine dazu noch vor den Feiertagen von der MAZ gestellte Anfrage bei der Stadt blieb unbeantwortet.

Das Archiv ist zum Jahreswechsel 2012/13 aus Brandschutzgründen vorübergehend geschlossen worden. Ziel war in Abstimmung mit Bauaufsicht und Feuerwehr in einem ersten Schritt die Brandschutzsanierung der Veranstaltungsetage im Erdgeschoss, um das Haus so bald wie möglich wieder für das Publikum öffnen zu können. In weiteren Schritten sollten der Keller, die oberen Etagen und das Dach ertüchtigt werden. Eine erste Verzögerung der Wiedereröffnung aufgrund zusätzlicher Auflagen der Bauaufsicht wurde vom Verein Anfang Dezember bekannt gegeben. Damals ging es unter anderem um eine vorab nicht besprochene Komplettversiegelung aller Betonböden im Erdgeschoss. Der Einbau einer Blitzschutzanlage noch vor der Eröffnung der Veranstaltungsetage soll durch die Bauaufsicht am 18. Dezember gefordert worden.

Laut Verein wurden in die Sanierung des seit 1994 als Kulturzentrum genutzten Hauses bisher rund 260.000 Euro investiert. 80.000 Euro davon seien als Zuwendung von der Stadt gekommen, die per Stadtverordnetenbeschluss mit der Erhaltung des Kulturzentrums beauftragt wurde. Mehr als 180.000 Euro seien vom Verein selbst an Material und Arbeitsleistungen aufgebracht worden. Über eine Spendenkampagne kamen 52.000 Euro in die Baukasse.

Von Volker Oelschläger

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