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"Archiv" hat Probleme mit der Pachtzahlung

Stadt Potsdam will dem Verein helfen "Archiv" hat Probleme mit der Pachtzahlung

Der alternative Kulturträger "Archiv e.V." ist mit seinen Erbbaupacht-Zahlungen und der Sanierung des Gebäudes an der Leipziger Straße im Rückstand. Das wurde im nicht öffentlichen Teil des Hauptausschusses am Mittwoch bekannt. Nach zähem Ringen hatte die Stadt dem Verein das marode Gebäude Mitte letzten Jahres als Erbbaupacht überlassen.

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Das Archiv ist marode.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Verbunden war dies mit Sanierungsauflagen, um die engagierte Alternativ-Szene am Standort erhalten zu können

Nun droht wegen der ausgebliebenen Pacht der Rückfall des Hauses an die Stadt - damit wäre das gesamte Konzept hinfällig und der Verein stünde vor einem riesigen Problem. Die Stadt berichtete auch, dass verabredete Arbeiten etwa an der Rampe für Rollstuhlfahrer und an der Lüftung noch nicht erfolgt seien, obwohl sie laut Absprache schon weiter sein müssten.

Kay Kersten, Sprecher des Archivs, zeigte sich überrascht, dass dies im Hauptausschuss hinter verschlossenen Türen besprochen wurde. Er räumte ein, dass der Verein mit den Pachtzahlungen im Rückstand sei und auch die Arbeiten noch nicht den gewünschten Stand erreicht hätten, warb aber zugleich um Verständnis: Da das "Archiv" noch nicht wieder in Betrieb sei, habe es auch noch keine Einnahmen, weshalb die Zahlung der ersten Rate "uns sehr schwerfällt". Andererseits sei der Verein sowohl mit der Bauaufsicht in Sachen Umbau als auch mit der Stadt als Vermieter in einem "sehr positiven, produktiven und konstruktiven Dialog", auch gebe es noch keine Mahnung, sodass die Nachrichten aus dem Hauptausschuss einigermaßen irritierend seien.

Das stimmt mit dem überein, was die Stadt im Hauptausschuss sagte: Zwar wäre sie in der Tat berechtigt, wegen der ausstehenden Pacht das Gebäude zurückzubekommen, jedoch sei das nicht ihr Ziel, sondern im Gegenteil der Erhalt des Archivs, weshalb keine Veranlassung bestehe, den Verein hängen zu lassen. Stattdessen sei man in "guten Gesprächen" miteinander, erarbeite "Verfahrensvorschläge" und wolle den Pachtvertrag überarbeiten.

In vier Wochen soll das Thema erneut vor dem Hauptausschuss diskutiert werden. Dann dürfen die Betroffenen auch zu Wort kommen. Damit auch der Archiv-Verein nicht aus der Zeitung erfährt, dass er Thema war.

Von Jan Bosschaart

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