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Potsdam Armer Ritter und gelbe Gefahren
Lokales Potsdam Armer Ritter und gelbe Gefahren
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19:30 22.02.2013
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Dort haben jetzt Wissenschaftler in einem Stein-Mosaik im Grottensaal Trümmer von zerschellten Himmelskörpern gefunden.

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Nicht aus dem All, aber immerhin aus China kamen die Besucher, die sich das unfertige Villenviertel am Golfplatz Wildenbruch ansahen – als sichere Geldanlage. Dieses trostlose Mahnmal des Immobilien-Größenwahns ist auf dem heimischen Markt gescheitert, aber in Fernost gelten andere Maßstäbe. Geld sucht sichere Häfen. Denn in China verfällt privates Grundeigentum nach dem Tod des Besitzers. Das dürfte übrigens auch der Grund sein, warum die Villa Baumgart an der Potsdamer Friedrich-Ebert-Straße einen Käufer fand – einen Chinesen, wie es heißt. Die Pro Potsdam hatte den Prachtbau jahrelang angeboten wie sauer Bier. Von den Potsdamer Mogulen wollte keiner ein Haus haben, das hauptsächlich aus Luftraum über Freitreppen besteht.

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Vom Glanz zum Elend: Die Uni Potsdam ist scheinbar so unterfinanziert, dass sie sich keine anständige Bestuhlung für ihr Audimax leisten kann – nun rasselt man an der Uni mit der Spendenbüchse. Nur zur Erinnerung: Ein Audimax – also der größte Hörsaal – ist das Repräsentierzimmer einer jeden Hochschule. Vielleicht sollte man chinesische Investoren auf das Campus-Elend aufmerksam machen. Vielleicht kaufen sie gleich die ganze Uni. Dann muss die Hochschule auch die Studiengebühren nicht anheben.

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Die „gelbe Gefahr“ war auch Thema in der städtischen Bauverwaltung. Hatten sich doch die provisorischen Fahrbahnmarkierungen auf der Nuthestraße gelöst, die den Verkehr in zwei Spuren an der Baustelle Zentrum Ost vorbeiführen sollen. Sie zeigten in alle Himmelsrichtungen, möglicherweise auch in den Gegenvekehr. Resultat: Nur eine Spur ist derzeit noch offen. Irritierte Autofahrer fragen sich: Kam der Winter so überraschend? Und was machen andere Fahrbahnstreifen in der kalten Jahreszeit, wenn Schneepflüge drüberschruppen und Tausalz verteilen? Verlieren die auch die Bodenhaftung?

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Den schönsten Kommentar zum angespannten Potsdamer Wohnungsmarkt lieferte eine unbekannte 28-Jährige, die in der Nauener Vorstadt eine bezahlbare Bleibe sucht. Ihre an zig Laternenmasten mit Tesafilm befestigten Suchannoncen schließt mit dem Satz: „Bei erfolgreicher Vermittlung winkt ein selbstgebackener Kuchen“. Will sich da jemand auf sympathisch-schlitzohrige Weise sieben Prozent Maklercourtage sparen? Ich würde der Dame meine Wohnung, hätte ich eine über, auf jeden Fall zur Verfügung stellen. Nur an den Kuchen würde ich Ansprüche stellen. keine Backmischung aus dem Supermarkt, keine Kerne in den Kirschen – und keinen „Armen Ritter“.

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Besitzer „gefährlicher Hunde“ müssen in Potsdam, das ist vielen Menschen nicht klar, 648 Euro Steuer im Jahr an Hundesteuer bezahlen. Ein Dackel kostet mit der angekündigten Steuererhöhung lediglich 108 Euro. Eigentlich müsste der Kämmerer ein Ansiedlungsprogramm für Kampfhunde fordern – und zwar verbissen. (Von Ulrich Wangemann)

Potsdam Land und Universität Potsdam trauern um früheren Uni-Rektor Wolfgang Loschelder - Der Brückenbauer

Das Foto, das die Universität Potsdam gestern auf ihre Internetseite stellte, sagt viel über den Verstorbenen aus. Der 1940 in Rom geborene und im rheinischen Neuss aufgewachsene Wolfgang Loschelder sitzt am Schreibtisch und lacht sein nicht sichtbares Gegenüber freundlich an.

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Könige sind auch nur Menschen. Ein Bernsteinchen hier, ein Hühnergott da und noch eine von den hübschen Muscheln... Reise für Reise geht das auch damals in Preußen so.

21.02.2013
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