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Asylbewerber in Potsdam angepöbelt

Fremdenfeindlicher Vorfall Asylbewerber in Potsdam angepöbelt

In Potsdam-Waldstadt ist eine serbische Familie mit Kindern angepöbelt worden. Die Männer, von denen die Asylbewerber beschimpft wurden, bückten sich sogar schon nach Steinen. Die Polizei schließt einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht aus und sucht nun zwei Männer mit kurz geschorenen Haaren. Zuletzt wurden sie im Zug nach Jüterbog gesehen.

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Die Polizei im Einsatz.

Quelle: dpa

Waldstadt. Zwei Männer haben in der Potsdamer Waldstadt einen Serben (25) und seine Familie, darunter zwei Kinder, angepöbelt. Die Polizei ermittelt nun wegen Nötigung. „Einen fremdenfeindlichen Hintergrund können wir aber nicht ausschließen“, sagt Polizeisprecherin Ingrid Schwarz.

Die Asylbewerber saßen am Donnerstagnachmittag gegen 14.35 Uhr an der Tramhaltestelle Eduard-Claudius-Straße, als zwei augenscheinlich angetrunkene Männer auf sie zukamen. Die Unbekannten forderten die Familie auf, die Haltestelle zu verlassen, „sonst würde was passieren“. Die Familie stand auf und ging in Richtung Haltestelle Zum Kahleberg davon. Beim Weggehen bemerkten die Bedrängten, dass sich die Männer offenbar nach Steinen im Gleisbett bückten. Aus Angst, mit Steinen beworfen zu werden, rannten sie zu der anderen Haltestelle und alarmierten die Polizei. Außerdem sahen sie, dass die Täter in eine Straßenbahn in Richtung Bahnhof Bergholz-Rehbrücke einstiegen. Die herbeigeeilten Polizeibeamten konnten die Männer zwar nicht fassen, sie waren aber zwei weiteren Zeugen aufgefallen. Nach deren Aussage stiegen die Unbekannten in einen Regionalzug in Richtung Jüterbog.

Zur Personenbeschreibung ist Folgendes bekannt: Einer der Männer ist etwa 1,80 Meter groß; er hatte eine Glatze mit schwarzem Haaransatz und sogenannte „Tunnel“ in beiden Ohren. Er trug ein schwarzes Fan-Shirt mit der Aufschrift „Matt Gonzo Röhr“ auf der Vorderseite und Tourdaten auf der Rückseite – Matt Gonzo Röhr wurde als Gitarrist der Band „Böhse Onkelz“ bekannt, deren erstes Album 1984 wegen Gewaltverherrlichung und Idealisierung des Nationalsozialismus auf den Index gesetzt worden war und die sich vom Image, rechtsradikal zu sein, nie befreien konnten.

Der zweite Gesuchte ist etwa 1,70 Meter groß, hat kurz geschorene helle Haare und eine leicht untersetzte Gestalt. Er trug ein grünes T-Shirt mit Aufdruck und auffällige Turnschuhe.

Die Polizei fragt: Wem sind die beschriebenen Personen nach 14.30 Uhr im Bereich der Heinrich-Mann-Allee und in den Tramlinien zum Bahnhof Bergholz-Rehbrücke aufgefallen? Wer hat sie nach 14.30 Uhr im Regionalzug nach Jüterbog gesehen? Wer weiß, an welcher Haltestelle sie den Zug verlassen haben? Wer kennt die Gesuchten oder kann Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen? Ihre Hinweise richten sie bitte an die Polizeiinspektion Potsdam, Telefon 0331-5508-1224, an die Internetwache oder an jede andere Polizeidienststelle.

Von MAZ-Online

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