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Potsdam Auf Messers Schneide
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18:38 14.04.2016
Dieter Wilhelm vor den Stützpfeilern des Mini-Eiffelturms. Quelle: Privat
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Potsdam

Wenn der Frühlingsball des Tanzsportclubs „Rot-Gold“ naht, dann nimmt der Vereinsvorsitzende Dieter Wilhelm das Messer zur Hand. Klingt bedrohlich, aber in Wahrheit ist Wilhelm ein ausgesprochen umgänglicher Herr, der meist ein stillvergnügtes Lächeln in den Augenwinkeln hat. Das Messer zückt er auch nur aus rein „dienstlichen“ Gründen. Mit der scharfen Klinge hat der Vereinschef schon zahllose Balldekorationen in ein künstlerisches Highlight verwandelt. Am Sonnabend ist es im Kongresshotel am Templiner See wieder soweit: Diesmal lautet das Motto des Events: „Paris, mon amour“. Mit viel Liebe huldigt man der Stadt der Liebe – natürlich mit ihrem Wahrzeichen: dem Eiffelturm.

Schon in den letzten Jahren konnten die Ballgäste immer neue „Weltreisen“ erleben. 2014 durfte man eine Miniaturversion der Rialto-Brücke bestaunen, immerhin noch mehrere Meter lang aus einem Material namens „Polystyrolschaum” handgefertigt. Die Dämmplatten gibt es in jedem x-beliebigen Baumarkt zu kaufen, doch nur wenige Heimwerker tun damit so kreative Dinge wie Dieter Wilhelm. Der ehemalige Elektrotechnik-Ingenieur ist ein begnadeter Schaumstoff-Architekt. Im Friedrich-Jubiläumsjahr 2012 schuf er beispielsweise ein Sanssouci-Paradies en miniature mit Obelisk, historischer Mühle und dem säulengeschmückten Eingang zum Park. Liliput lässt grüßen. Ein anderes Mal reiste man thematisch nach Las Vegas.

Dieter Wilhelm mit einer seiner selbstgeschnitzten Styropor-Figuren vor seinem Haus in der Alexandrowka. Quelle: Christel Köster

„Ab Weihnachten geht es bei uns los. Die Deko-Teile entstehen im Wohnzimmer: Da gibt es keinen freien Tisch mehr”, erzählt Astrid Wilhelm über die rege Heimwerkertätigkeit zu Hause in der Alexandrowka. Das Paar hat sich seinerzeit im Verein kennengelernt; Tochter und Sohn teilen längst die Leidenschaft ihrer Eltern.

Der Ball, der bereits seit einiger Zeit ausverkauft ist, wird aber nicht nur ein Fest fürs Auge. Im Mittelpunkt steht naturgemäß das Tanzvergnügen. Man darf schon gespannt sein, was beispielsweise die Formation „King of Pop“ des Tanzsportclubs auf Lager hat. Ob auch ein „Cancan“ – ein Tanz, bei dem die Damen dank fliegender Röcke nicht mit ihren Reizen geizen – an diesem Abend zu bewundern sein wird? Wohl eher nicht. Aber immerhin lockt auf der Event-Einladung ein Bild des berühmten Pariser Vergnügungslokals „Moulin Rouge“, wo der Cancan einst zum Standardrepertoire gehörte.

Und hier mit „nachgebauten“ Säulen, die auch vor ein paar Jahren einmal einen Ballsaal zierten.

Aber natürlich kann man sich auch bei Walzerklängen wie der sprichwörtliche „Gott in Frankreich“ fühlen. Und am Ende des Abends heißt es dann sicher: „Vive la France!“.

Von Ildiko Röd

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