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Potsdam Auf den Spuren von Umberto Eco
Lokales Potsdam Auf den Spuren von Umberto Eco
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17:27 26.02.2017
Umberto Eco starb 2016 im Alter von 84 Jahren. Quelle: dpa
Potsdam

Was bleibt eigentlich vom Namen der Rose, wenn es einmal keine Rosen mehr gibt? Das fragte sich schon der Frühscholastiker Petrus Abaelardus um 1110 im sogenannten und nie gelösten Universalienstreit. Im Falle des italienischen Semiotikers und Romanciers Umberto Eco ist die Frage ziemlich leicht zu beantworten: Ein Mittelalter-Roman von Weltrang, der eine erfolgreiche Verfilmung und eine ganze Welle von Nachahmern mit sich zog. Neun Roman- und Erzählbände sind seit den 60er-Jahren von ihm veröffentlicht worden, vier Kinderbücher sind auch auf Deutsch erschienen, 14 semiotisch-philosophische Werke stehen heute in jeder besseren linguistischen Bibliothek – und damit sind noch nicht einmal seine vielen kulturkritischen Texte erfasst. Wenigstens ein Streiflicht auf das literarische Schaffen des mit allen philosophischen Wassern gewaschenen Autors wirft die Vereinigung deutsch-italienischer Kulturgesellschaften (VDIG) anlässlich des ersten Todestages Ecos in seinem diesjährigen Lesemarathon. In ganz Deutschland finden derzeit Lesungen aus Umberto Ecos Werken statt. Der Autor starb 84-jährig am 19. Februar 2016 in Mailand.

In Potsdam haben die Stadt- und Landesbibliothek und der Freundeskreis Potsdam-Perugia das Eco-Lesefest organisiert. Vor allem Ensemblemitglieder des Theaterschiffs Potsdam wie Karen Schneeweiß-Voigt und Mathias Iffert bestreiten am Donnerstag, 2. März, ab 19 Uhr die Tour durch verschiedene Einzeltexte Ecos. Zu ihnen gesellt sich unter anderem die Berliner Schauspieler-Größe Jutta Wachowiak sowie Carsten Wist, der Inhaber von „Der Literaturladen“ in Potsdam.

Eine Auswahl aus 15 Werken

Deutschlandweit hat die in Mailand geborene Literaturwissenschaftlerin und Moderatorin Paola Barbon 15 Werke vorgeschlagen. „Aus diesen mussten wir eine Auswahl treffen, die in das Zeitkorsett von zwei Stunden passt“, sagt der Vereinsvorsitzende des Freundeskreises Potsdam-Perugia, Bernd Malzanini. Der berühmte „Name der Rose“ werde bei der Potsdamer Lesung nicht fehlen. Vom Italiener Salvatore Orefice in Originalsprache gelesen, werde dann auch ein Stück aus dem im Jahre 2000 veröffentlichten historischen Roman „Baudolino“ folgen. Dazu gibt es eine deutsche Übersetzung an der Wand. Den Schluss bildet Schauspielerin Jutta Wachowiak mit Kolumnen, die unter dem Titel „Pape Satàn“ veröffentlicht wurden.

Mit den Kolumnen am Schluss wolle der Freundeskreis zeigen, dass Eco nicht nur Zeichentheoretiker war, als er durch den „Namen der Rose“ einer großen Öffentlichkeit bekannt wurde. Eco sei auch jemand, der sich bissig-ironisch mit den Phänomenen seiner Zeit auseinandersetzte. Auch wenn Ecos Werk unglaublich umfangreich sei, lohne sich diese Begegnung mit kleineren Ausschnitten aus seinem Oevre, sagt Malzanini: „Uns ging es darum, Ecos Literatur in der Vielfalt ihrer Sujets und Themen, in ihren literarischen oder wissenschaftlichen Genres, in ihrer Flughöhen und Grundstimmungen, von melancholisch bis ironisch, von gedankenvoll bis humoristisch, halbwegs widerzuspiegeln.“

Info: Lesemarathon Umberto Eco, Donnerstag, 2. März, 19 Uhr in der Stadt- und Landesbibliothek,Am Kanal 47

Von Rüdiger Braun

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