Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Auf der Suche nach der richtigen Matratze
Lokales Potsdam Auf der Suche nach der richtigen Matratze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:27 18.03.2017
Von der Matratze bis zur Bettwäsche: Hermann Jakl berät in seinem Fachgeschäft zum Thema gut und erholsam schlafen. Quelle: Bernd Gartenschläger
Innenstadt

Gut und erholsam schlafen: davon träumt mancher. Sicher, unsere Grübelgedanken können wir nicht abschalten, aber wir können dafür sorgen, dass wir optimal liegen. Auf der Suche nach der perfekten Schlafposition sind Hermann und Gabriele Jakl gern behilflich. Die Eheleute, die vor einigen Monaten von Freiburg im Breisgau nach Potsdam gezogen sind, führen das Fachgeschäft „Das schöne Bett“ am Nauener Tor. Wer etwas über Boxspring- und Massivholzbetten wissen möchte, über Lattenroste, Nackenkissen und Bettwäsche, über Decken, Kissen und natürlich über Matratzen, ist im Holländerhaus in der Kurfürstenstraße 1 richtig – und legt sich am besten direkt hin.

„Die Dauer und Tiefe des Schlafes bestimmen seine Qualität“, sagt Hermann Jakl. „Je weniger ich mich drehe, desto besser. Wir bekommen recht schnell mit, ob wir gut liegen.“ Aber reagieren wir auch? „Die Matratze ist das meist beanspruchte Möbelstück und erhält dennoch die geringste Wertschätzung“, sagt Hermann Jakl diplomatisch. „Es ist erstaunlich, mit wie wenig sich viele Menschen zufrieden geben – aber, zugegeben, es ist auch schwer, das Richtige zu finden.“ Am Angebot mangelt es dabei nicht. Matratzen sind heutzutage nahezu überall zu haben: beim Fachhändler, im Möbelhaus, im Baumarkt, als Aktionsware im Discounter, im Internet... „Die schiere Vielfalt ist aber nicht immer hilfreich“, so Jakl. „Ich bin überzeugt davon, dass drei Modelle in drei Festigkeiten genügen, um für 95 Prozent der Menschen die passende Matratze zu finden.“

Probeliegen ist für den Fachmann Pflicht. „Auf die inneren Werte einer Matratze zu schließen, ist für den Laien beim bloßen Ansehenschwierig, ich wage zu behaupten nahezu unmöglich.“ Ob man wirklich richtig liegt, erkennt der Experte indes mit wenigen Blicken. „In der Seitenlage sollte die Matratze an den erhabenen Körperstellen, also an Schultern und Becken, so nachgeben, dass die Wirbelsäule gerade bleibt“, erklärt Hermann Jakl. In der Rückenlage hingegen sollte sie den Nacken und den Bereich der Lendenwirbelsäule eher stützen. Die optimale Position lasse sich nicht nur über die Matratze, sondern auch über den Lattenrost oder über das Zusammenspiel beider regulieren.

Bequem sollte die Matratze in allen Schlafpositionen sein. „Ein Drittel der Menschen sind Rückenschläfer, zwei Drittel Seitenschläfer und ganz wenige Bauchschläfer – bis auf wenige Naturtalente Schmerzvermeider“, sagt Hermann Jakl. „Welche Matratze zu einem passt, spüren viele Kunden selbst. Oft genügt ein guter Standard – es muss nicht für jeden die hoch präzise, individuelle Anpassung sein.“

Die wird am Nauener Tor natürlich auch verkauft. Der Vorteil: Kneift’s nach ein paar Wochen doch wieder im Kreuz, lassen sich die verschiedenen Liegezonen nachträglich ändern – so lange, bis Mensch und Matratze endlich zueinander gefunden haben. Der Tag der Trennung kommt dennoch irgendwann. „Alle zehn Jahre sollte man seine Matratze erneuern“, sagt Hermann Jakl. Womit er wieder bei der Wertschätzung angekommen ist: „Der bundesdeutsche Schnitt liegt bei mehr als 13 Jahren.“

Von Nadine Fabian

Anti-europäische Bewegungen boomen derzeit auf dem ganzen Kontinent. Doch auch Europa-Freunde zeigen mittlerweile zunehmend Flagge - am Sonntag erneut in Potsdam und Berlin.

18.03.2017

Laut aktuellem DAK-Gesundheitsreport finden erschreckend viele Deutsche keinen Schlaf. Die Folgen können erheblich sein. Wer eine schwere Schlafstörung hat, findet Hilfe im Schlaflabor des Potsdamer Ernst-von-Bergmann-Klinikums. Dort arbeite auch der Kinderarzt und Schlafmediziner Thomas Erler – in der MAZ erklärt er, wie Schlaf und Gesundheit zusammenhängen.

19.03.2017

Was seine Mama beruflich macht? Das weiß der kleine Jean nicht, denn sie ist verschwunden. Niemand traut sich, dem Jungen zu sagen, was wirklich passiert ist... Die Geschichte des französischen Bestsellerautoren Jean Regnaud hat die Mädchen und Jungen der 5a der Potsdamer Zeppelin-Grundschule begeistert. Jetzt haben sie Regnaud interviewt.

17.03.2017