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Potsdam „Auf die nächsten 20 Jahre!“
Lokales Potsdam „Auf die nächsten 20 Jahre!“
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11:37 21.10.2016
Ellen Jöns (18) aus Stahnsdorf versucht ihr Glück an der Losbox. Quelle: Stähle
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Am Stern

Sie wollten immer schon mal das Leben durch die rosarote Brille sehen? Gar kein Problem. Im Stern-Center gingen die pinkfarbenen Sonnenbrillen am Mittwoch zum Auftakt des 20-jährigen Eröffnungsjubiläums gleich dutzendweise gratis über die Info-Theken. Wer wollte, konnte dann vor einer großen Wand im Stern-Center-Design sein ganz persönliches Erinnerungsselfie von der Geburtstagssause schießen – rosige Zeiten.

Generell standen beim offiziellen Geburtstagsempfang aber eher die Erinnerungen aus der Vor-Selfie-Ära im Vordergrund. Als sich damals am 24. Oktober 1996 erstmals die Türen zum Einkaufstempel öffneten, war Center-Manager Ralph Teuber noch Jungmanager in Ausbildung. Nach Job-Stationen im In- und Ausland kehrte er Anfang 2016 nach Potsdam zurück. Gestern war ihm die Freude über Entwicklung des Stern-Centers deutlich anzumerken. In seiner Begrüßung unterstrich er die enge Vernetzung des Einkaufszentrums mit der Stadt: „Ganz besonders haben die vielen Aktivitäten mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Vereinen dieser Stadt dazu beigetragen, dass das Stern-Center ein wichtiger Bestandteils des Lebens in Potsdam ist“, betonte Teuber.

Ralph Teuber (l.), ECE-Regionalchefin Kathrin Fischer, Karin Genrich, OB Jann Jakobs (SPD). Quelle: Julian Stähle

Zu den Eröffnungsgästen 1996 gehörte auch die Stadtverordnete Karin Schröter (Linke), die über zwei Jahrzehnte treue Kundin blieb. Woran sie sich gern erinnert: „Ich durfte im Stern-Center mal eine Ausstellung über DDR-Gebrauchsgüter eröffnen. Dafür habe ich mich auf eine Schwalbe gesetzt.“ Der wegen einer Erkältung leicht angeschlagene Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) outete sich als großer Fan des Stern-Centers: „Ich kaufe meine Hemden und Krawatten am liebsten bei Peek & Cloppenburg ein – selbstständig!“ Zu seinen schönsten Erlebnissen in dem Einkaufszentrum zählen die jährlichen Stabhochsprung-Meetings: „Die sind wirklich klasse.“ Dabei purzelten sogar Weltrekorde – wo gibt es das sonst in Potsdam?

Jakobs erinnerte daran, dass die Ansiedlung des Shopping-Centers für die Betreiber seinerzeit beileibe keine sichere Bank war – schließlich hatte die Metropole der Mark damals mit Abwanderung und Jammer-Mentalität zu kämpfen.

Lecker, lecker: Tausend Cupcakes warteten auf die Gäste. Quelle: Julian Stähle

Eine der Frauen der ersten Stern-Center-Stunde war Karin Genrich, Präsidentin des Handelsverbands Berlin-Brandenburg. Jahrelang führte sie hier eine Mode-Boutique, ehe sie sich nur noch auf ihren Laden nahe der Brandenburger Straße konzentrieren wollte. In ihrer Rede verglich sie gestern die komfortable Parksituation im Stern-Center – kostenloses Parken auf 2100 Stellplätzen – mit der nicht gerade kundenfreundlichen Situation in der Innenstadt: „Die Parkgebühren sind einfach zu hoch“, wandte sich Genrich direkt mit ihrer Kritik an den Oberbürgermeister. „Wir haben die Gebühren gerade angehoben, da können wir sie nicht wieder senken“, entgegnete Jakobs in seiner Rede. In deren Mittelpunkt standen naturgemäß eher die Frohbotschaften wie die geplante Neuregelung der Sonntagsöffnungszeiten, die eine Auffächerung der Sonntagsöffnungen auf die verschiedenen Stadtgebiete vorsieht.

Jede Menge los

Einen 1000-Euro-Einkaufsgutschein können Kunden täglich bis zum 29. Oktober gewinnen. So geht’s: Den Kassenbon aus einem Laden des Stern-Centers nehmen, Adresskarte ausfüllen und bis 19 Uhr den Gewinnabschnitt in die „Wirbellosbox“ einwerfen.

Kinder und ihre Eltern sind ab 10 Uhr zu Bastel-Spaß, Clownerie mit Natascha und „Clown Herzchen“ oder zur bunten Luftballon-Modellage eingeladen. Ebenfalls mit von der Partie ist Entertainerin „Fräulein Hatschi“, den Radio-Teddy-Hörern gut bekannt.

Für Stimmung auf der Bühne sorgen nachmittags verschiedene Künstler, darunter Violonistin Katharina Garrard, Singer-Songwriter Will Czuch, Showpianist „Mister Piano“ und die Frauen-Jazz-Band Sunset Orange. rn

Nach dem offiziellen Teil ließen sich Gäste wie Stadtpräsidentin Birgit Müller (Linke), Wirtschaftsförderchef Stefan Frerichs, Filmparkgeschäftsführer Friedhelm Schatz und die Kunden die Törtchen der riesigen Cupcake-Torte schmecken. Zuvor hatte man angestoßen: „Auf die nächsten 20 Jahre!“ Die absehbare Zukunft bringt zwar unter anderem einen neuen Zuschnitt von Geschäften, doch sind weder ein Anbau noch ein Ausbau des Centers geplant.

Von Ildiko Röd und Ricarda Nowak

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