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Aufruhr im Norden Potsdams

Streit um Öffentlichen Nahverkehr Aufruhr im Norden Potsdams

Der Streit um den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Norden der Landeshauptstadt Potsdam weitet sich aus. Nach Protesten aus Marquardt, Satzkorn, Kartzow und Fahrland melden sich nun 600 Groß-Glieniker mit einer Unterschriftensammlung.

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Am 7. Oktober demonstrierten Potsdamer auf dem Rad für den Ausbau des heruntergekommenen Bahnhofs von Marquardt.

Quelle: Jan Kiaulehn

Potsdam-Nord. Nach Marquardt, Satzkorn, Kartzow und Fahrland gehen nun auch Groß-Glienicker wegen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Norden der Landeshauptstadt Potsdam auf die Barrikaden. Ihr Sprecher Norbert Schatz übergab am Mittwochabend in Hauptausschuss eine Liste mit fast 600 Unterschriften gegen die geplante Kappung der Buslinie 638 an Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Nach Fertigstellung des neuen Tramgleises zum Jungfernsee mit dem Fahrplanwechsel soll die Buslinie von Spandau nach Potsdam-Hauptbahnhof dort abbrechen.

Die Forderung der Groß-Glienicker kam nun als achter Punkt auf eine Liste mit Forderungen, für deren Umsetzung sich Jakobs beim städtischen Verkehrsbetrieb (ViP) einsetzen soll. Formuliert wurden die Punkte nach Kritik der Bürgerinitiative Fahrland in einem Antrag der Linken, der vom Hauptausschuss am Mittwoch bei zwei Enthaltungen (SPD) bestätigt wurde. Für Irritationen sorgte im Ausschuss ein Schreiben des Verkehrsbetriebes, über das man bereits in der vorangegangenen Ausschusssitzung geredet hatte, ohne es zu kennen.

Diesem Schreiben zufolge hätten sich sämtliche Forderungen bereits „durch Verwaltungshandeln erledigt“, wie Jakobs am Mittwoch zusammenfasste. In der vorigen Ausschusssitzung war das von Tina Lange, Sprecherin der BI Fahrland, bereits bestritten worden. Nun ergab sich auf Nachfrage von Sigrid Müller (Linke), dass es gar keine Stellungnahme des ViP, sondern nur den unverbindlichen Mailverkehr mit einem Mitarbeiters gebe.

Ein ViP-Vertreter war am Mittwoch nicht im Ausschuss, obwohl man das in der vorigen Sitzung vereinbart hatte. Dafür referierte Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos), dass erste Forderungen mit dem Fahrplanwechsel, weitere „im Kontext des Nahverkehrsplans“ geklärt würden.

Die umfassendste Auskunft des Dezernenten kam zur „umgehenden Anbindung des Busses 609 an den Bahnhof Marquardt“. Rubelt gab bekannt, mit den Planungen für den Ausbau des Bahnhofs zur „Mobilitätsdrehscheibe“ werde vorfristig bereits 2018, mit der „stufenweisen“ Umsetzung 2019 begonnen. Inklusive wäre dann die Wendeschleife für den Bus.

Landtagsabgeordnete Anita Tack (Linke) erklärte am Donnerstag: „Ich unterstütze ausdrücklich die nun vom Beigeordneten Rubelt angekündigten Schritte zur Aufwertung und Anbindung des Bahnhofs Marquardt und hoffe auf schnellstmögliche Umsetzung, damit die Bevölkerung im Norden der Landeshauptstadt bessere Mobilitätsbedingungen erhält.“

Am 7. Oktober demonstrierten 70 Potsdamer mit einer Fahrraddemo für den baldigen Ausbau des Marquardter Bahnhofs.

Von Volker Oelschläger

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