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Aufzug im Rechenzentrum fährt wieder

Investition für Potsdams Kreative Aufzug im Rechenzentrum fährt wieder

Noch ist umstritten, ob und auf welcher Basis Geld in die Instandhaltung des Kunst- und Kreativhauses im alten Potsdamer Rechenzentrum fließen soll. Doch ein erstes Mal haben Treuhänder und Betreibergesellschaft nun einen fünfstelligen Betrag aufgebracht, um wenigstens einen der zwei defekte Aufzüge reparieren zu lassen.

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Die Mückenheimer-Musiker und der Kulturkosmonaut feiern den reparierten Aufzug.

Quelle: Promo/Kristina Tschesch

Potsdam. Ein knappes Jahr nach dem Einzug der ersten Künstler gab es im alten Rechenzentrum die erste größere Investition, um das Gebäude funktionsfähig zu halten. Der Sanierungsträger als Treuhänder und die Stiftung SPI als Betreiberin zahlten laut Sprecherin Anja Engel einen fünfstelligen Betrag für die Reparatur eines der zwei defekten Aufzüge. Für Mieter und Gäste mit schweren Lasten oder körperlichem Handicap waren die Kreativräume in den oberen Etagen seit dem Ausfall auch des zweiten Aufzugs im Mai nur noch unter Beschwerden erreichbar.

Das Verwaltungsgebäude des Rechenzentrums an der Breiten Straße ist von der Stadt 2015 als zeitweiliges Domizil für Künstler und andere Kreativschaffende freigegeben worden. Die Verträge mit den aktuell bereits mehr als 100 Mietern in der dritten und vierten Etage sind bis 2018 befristet. Damit will die Stadt die Option sichern, das Gebäude abzureißen, falls das Geld für den Wiederaufbau der Garnisonkirche zusammen kommen sollte. Der Verwaltungsbau steht teilweise auf dem Grundstück des früheren Kirchenschiffs.

Umstritten ist mit dieser Perspektive, ob überhaupt und auf welcher Basis in die Funktionsfähigkeit und Ertüchtigung des Gebäudes investiert werden sollte. Laut Stadtverordnetenbeschluss vom Juli soll die Verwaltung bis Ende 2016 prüfen, „wie die Funktionstüchtigkeit des Rechenzentrums im Rahmen der temporären Nutzung für die Kreativwirtschaft gesichert werden kann“. Dabei soll auch eine Nutzungsdauer definiert werden, die „Planung und Finanzierung von Instandhaltungsmaßnahmen aus dem laufenden Betrieb kalkulierbar werden lässt“.

Unterdessen füllt sich das Rechenzentrum weiter mit Kreativen. Nach dem Auszug der letzten früheren Nutzer sollen im Oktober auch die Etagen eins und zwei an Künstler übergeben werden. Die jüngste Aktion der neuen Mieter des Hauses war eine feierliche Performance zur Freigabe des reparierten Aufzuges mit Fahrstuhlmusik der Mückenheimer und einem Auftritt des Kulturkosmonauten als Maskottchen des Hauses.

Veranstaltungen im Rechenzentrum

Die Leipziger Band Tempi Passati gibt am Donnerstag, 18. August, im grünen Innenhof des Kunst- und Kreativhauses im Rechenzentrum ihr erstes Potsdam-Konzert. Vorab spielen die Potsdamer Liedermacher Philipp Cayler und Freddy Knoerre (ernstgemeint/Liedermacherliga). Beginn ist um 19 Uhr.

Einen „Rundgang durch’s Eckige“ mit einer eineinhalbstündigen Führung durch das neue Kunst- und Kreativhaus gibt es am 1. September um 18 Uhr. Die Kulturmanagerin des Hauses Anja Engel stellt Kunst- und Kreativschaffende in ihren Ateliers vor und berichtet über die Entstehung des Projekts.

Eine Ausstellung „Musenkuss“ mit Malerei und Zeichnungen von Iris Klauck wird am 9. September um 17 Uhr eröffnet. Die zum großen Teil im Atelier vor Ort entstandenen großformatigen Arbeiten sind bis zum 9. Oktober zu sehen, geöffnet Donnerstag und Samstag 15-18 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Vom 23. bis zum 25. September gibt es im Rechenzentrum ein Fest zum einjährigen Bestehen des Kunst- und Kreativhauses. Eröffnet wird es mit einer „Langen Nacht der Kultur- und Kreativwirtschaft“. Eine Ausstellung zeigt Entwürfe für die Neugestaltung der Fassade des alten Rechenzentrums.

Von Volker Oelschläger

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