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Potsdam Keine Rettung für Belziger Geburtshilfe
Lokales Potsdam Keine Rettung für Belziger Geburtshilfe
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00:37 20.06.2015
Klinikums-Geschäftsführer Quelle: Monique Wuestenhagen
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Potsdam/Bad Belzig

Die Landeskrankenhauskonferenz hat sich am Mittwoch für eine endgültige Schließung der Geburtshilfe in Bad Belzig entschieden. Grund sind nach Mitteilung des Gesundheitsministeriums die seit Jahren zurückgehenden Geburtenzahlen in dem Haus. Mit 185 Geburten im Jahre 2014 hatte Bad Belzig die kleinste Abteilung für Geburtshilfe in Brandenburg. Sie müsse das Votum schweren Herzens zur Kenntnis nehmen und bedauere es, erklärte Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke). Der Versuch einer alternativen Lösung sei gescheitert.

Die Geschäftsführung der Klinik Ernst von Bergmann Bad Belzig sowie der Gesellschafter, das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam, bezeichneten das Ergebnis hingegen „als richtigen Schritt am Ende eines langen und verantwortungsvollen Entscheidungsprozesses“. An Rahmenbedingungen wie den sinkenden Geburtenzahlen, dem Fachärztemangel sowie dem weiterhin bestehenden Mangel an Hebammen habe sich nichts verändert, so Geschäftsführer Steffen Grebner: „Wir können in dieser kleinen Geburtshilfe die geforderten Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen nicht gewährleisten. Trotz verstärkter Anstrengungen gelang es nicht, die notwendige Anzahl an ausgebildeten qualifizierten Fachärzten an die Geburtsklinik in Bad Belzig zu binden. Daher ist es folgerichtig, dass die Entscheidung zur Schließung heute so getroffen wurde.“

Seit dem 1. April 2015 ist der Kreißsaal in Bad Belzig geschlossen. Werdenden Müttern stehen für die Entbindung in der Region die Perinatalzentren in Potsdam, Brandenburg an der Havel und Wittenberg zur Verfügung. Ein Konzept des städtischen Klinikums Brandenburg/Havel zur Erhaltung der Bad-Belziger Geburtshilfestation war von den Ernst-von-Bergmann-Kliniken als lückenhaft abgelehnt worden.

„Die schwangeren Frauen und jungen Familien sind in der Region Bad Belzig trotz der Schließung des Kreißsaals gut betreut. Es existieren sehr gute Versorgungsstrukturen für Schwangere im ambulanten Bereich durch die niedergelassenen Gynäkologen und Hebammen vor Ort sowie durch die niedergelassenen Kinderärzte. Zudem ist das Netzwerk Gesunde Kinder in Bad Belzig sehr aktiv und unterstützt junge Familien bis ins Schulalter“, erklärte Hubertus Wenisch, Medizinischer Geschäftsführer am Klinikum „Ernst von Bergmann“ Potsdam.

Begleitend zur Schließung der Belziger Geburtshilfe wurde am Klinikum „Ernst von Bergmann“ ein Konzept für eine „sichere Rundum-Betreuung der Schwangeren im Hohen Fläming“ vorgelegt. Komponenten sind unter anderem Boarding-Appartements für die kostenfreie Unterbringung von Schwangeren vor der Geburt auf dem Gelände des Klinikum „Ernst von Bergmann“ in Potsdam, ein Shuttleservice für Väter, Geschwister und Angehörige zwischen Belzig und Potsdam, sowie die Bereitstellung eines weiteren Kreißsaals „Hoher Fläming“ in Potsdam. Die Klinik für Gynäkologie in Bad Belzig werde bestehen bleiben.

Von Volker Oelschläger

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