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Aus für Tier-Notunterkunft

Potsdamer Verein verliert seine Räume in Rehbrücke / Vierbeiner werden heimatlos Aus für Tier-Notunterkunft

Tierschützer in Potsdam sind entsetzt: Ihr Verein muss sein Kleintierheim in der Rehbrücker Arthur-Scheunert-Allee schließen. „25 Tiere verlieren am 1. Juni ihr Dach über dem Kopf“, sagte der Vereinsvorsitzende Niklas Wanke gestern der MAZ.

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Und wohin jetzt? Wenn der Tierschutzverein seine Notunterkunft schließen muss, ist Bello heimatlos.

Quelle: CHRISTEL KÖSTER

Potsdam. Die Station in Rehbrücke ist nur eine Notunterkunft für Tiere. Sie hat maximal 35 Plätze. Potsdam hat sein fünf Jahren kein eigenes Tierheim mehr – eine Tatsache, die von vielen Tierschützern scharf kritisiert wird.

Laut Wanke habe es Verhandlungen mit dem Vermieter der Räume in Rehbrücke gegeben. Sie blieben aber erfolglos. Damit könne die Tierbetreuung dort nicht mehr weitergeführt werden. „Die intensive Suche nach neuen Räumen ist bislang leider ohne Ergebnis geblieben“, so der Chef des Vereins.

„Wir konnten in den vergangenen Jahren vielen hundert Tieren in Not helfen. Nun geraten wir selbst in Not“, resümierte Wanke. „Ohne eigene Bleibe muss der Verein seine Arbeit einstellen.“ Drei Arbeitsstellen und ein Ausbildungsplatz seien in Gefahr. „Die Mitglieder des Tierschutzvereins Potsdam sind verzweifelt.“

Wanke kritisierte in diesem Zusammenhang, dass trotz positiver Voten im Potsdamer Bürgerhaushalt immer noch kein Tierheimgrundstück für den Verein in Sicht sei. Wie berichtet, plant die Stadt ein Tierheim auf dem sogenannten Sago-Gelände an der Michendorfer Chaussee. Mit dem Projekt geht es aber nicht recht voran.

Unterstützung erhielten die Potsdamer Tierschützer gestern auch von der Organisation Peta Deutschland, die sich selbst als Teil der weltweit größten Tierrechtsorganisation bezeichnet. Peta reagierte auf die Ankündigung der Stadt, die Hundesteuer demnächst zu erhöhen. Sprecher Bartek Langer sagte gestern zur MAZ: „Wir appellieren an die Stadtverwaltung, die Steuererhöhung zum Anlass zu nehmen, um eine dauerhafte Steuervergünstigung für aus dem Tierschutz aufgenommene Hunde einzuführen.“ Damit würde einerseits die verantwortungsvolle Entscheidung, einen Hund aufzunehmen, langfristig anerkannt. Andererseits könnte dadurch die Tier-Notunterkunft entlastet, weil niedrige Steuern die Vermittlung von heimatlosen Hunden einfacher machen würden.

In Potsdam gewährt die Hundesteuersatzung bereits jetzt laut Peta eine um 50 Prozent reduzierte Steuer für Hunde, die aus dem Tierheim stammen – allerdings nur für zwei Jahre. Diese zeitliche Begrenzung müsse wegfallen. (Von Jürgen Stich)

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