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Was bringt uns das neue Jahr in Potsdam?

Ausblick auf 2018 Was bringt uns das neue Jahr in Potsdam?

Ins neue Jahr zu schauen, ist ein bisschen wie Kaffeesatzlesen oder eben Bleigießen. Aber schon im vergangenen Jahr waren einige Entscheidungen und Ereignisse des kommenden sichtbar, vor allem politische und bauliche.

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Stau ist trotz des Verkehrsversuches in der Zeppelinstraße die Regel im Berufsverkehr; bleibt das so in diesem Jahr?

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Bewegung in Politik und Kultur, Veränderungen in der Stadtmitte, Millioneninvestitionen: Das kommt 2018 auf Potsdam zu.

Ein neuer Chef zieht ins Rathaus ein

Jann Jakobs (SPD) räumt seinen Chefsessel doch wer wird am 23. September sein Nachfolger als Oberbürgermeister? Aus der eigenen Partei gibt es drei Bewerber: Finanzdezernent Burkhard Exner, Sozialdezernent Mike Schubert und der Ex-Fachbereichsleiter für Grün- und Verkehrsflächen, Frank Steffens. Auf einen soll sich ein SPD-Parteitag Ende Januar einigen. Die Linken schicken die parteilose Gleichstellungsbeauftragte Martina Traut-Koschnick ins Rennen, die Grünen ihre Stadtfraktionschefin Janny Armbruster, die Anderen ihren Fraktionsgeschäftsführer Lutz Boede. Einzig die Christdemokraten zögern noch mit der Präsentation eines Kandidaten.

OB Jakobs steht im letzten Themenjahr von Potsdam

OB Jakobs steht im letzten Themenjahr von Potsdam: 1025 Jahre.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Chefwechsel am Hans-Otto-Theater

Bettina Jahnke wird neue Intendantin am Potsdamer Hans-Otto-Theater. Sie folgt auf Tobias Wellemeyer, der die Bühne in der Schiffbauergasse seit 2009 leitet. Kurz vor dem Jahreswechsel war von der Stadt bekannt gegeben worden, dass der Vertrag mit Wellemeyer nicht erneut verlängert wird. 69 Einzelbewerber hatten ihren Hut in den Ring geworfen, darunter 20 Frauen. Jahnke wurde 1963 in Wismar geboren. Sie studierte in Leipzig Theaterwissenschaften und brachte am ehemaligen „Poetischen Theater“ der Uni Leipzig ihre ersten Inszenierungen heraus. 1994 begann sie als Regieassistentin und Regisseurin am Staatstheater Cottbus. 2003 führte sie auch am Hans-Otto-Theater in Potsdam Regie. Zudem war sie in Magdeburg, Leipzig, Rostock, Esslingen und Bern tätig.

Die Garnisonkirche kommt wieder zum Vorschein

Ende Oktober 2017 war offizieller Baustart für den fast 90 Meter hohen Kirchturm der Garnisonkirche, der als erstes errichtet wird. Die Gründungsarbeiten laufen. Zusammen mit der Verlegung der Bodenplatte aus Beton dauern sie vermutlich bis 8. Mai, dann beginnt der Rohbau. Bis Juli 2020 muss die Grundvariante des Gebäudes – ohne Haube, Glockenspiel und Zierrat – fertig sein. Die Kosten für den Torso werden auf 26 Millionen Euro geschätzt. Für den Turmaufsatz fehlt noch das Geld. Der Wiederaufbau ist wegen der preußischen Militärgeschichte der Garnisonkirche und der Nutzung durch die Nazis umstritten. „Der Turm soll etwas werden, was er noch nie war – ein Ort für Frieden und Versöhnung soll hier entstehen“, betont Altbischof Wolfgang Huber.

Neben dem früheren Rechenzentrum hat der Bau des Garnisonkirchenturms begonnen

Neben dem früheren Rechenzentrum hat der Bau des Garnisonkirchenturms begonnen.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Die Fachhochschule am Alten Markt verschwindet

Die „Würfel-Kette“ der alten Fachhochschule am Alten Markt verschwindet zusehens. Die Entkernung und der Fassadenabriss laufen bis März. Von April bis August 2018 wird das Gebäude von Nord nach Süd – also von der Stadt- und Landesbibliothek in Richtung Landtag – etagenweise abgetragen, aber ohne Abrissbirne; auch gesprengt wird nicht. Das Finale ist im September 2018 mit der Verfüllung des Kellers, den man nicht beseitigt. Während der Bauphase wird es keinen direkten Durchgang von der Straße Am Kanal zum Alten Markt mehr geben. Später kann man dann wieder die Strecke entlanglaufen. 2019 sollen die historische Schwertfegerstraße und die Kaiserstraße wieder auf dem ehemaligen FH-Areal rekonstruiert werden.

Die Tage der Fachhochschule sind gezählt

Die Tage der Fachhochschule sind gezählt.

Quelle: Christel Köster

Vorbereitung für Baustart im neuen Kiez Krampnitz

In Potsdams neuesten Stadtteil, dem Ex-Kasernengelände von Krampnitz, wird dieses Jahr zwar noch nicht gebaut, aber schon der Grund zum Bauen bereitet. Im sogenannten Bergviertel werden ab März die ersten Platten-Wohnbauten aus DDR-Zeiten abgerissen, die schon lange leer stehen und keiner mehr sanieren will. Bis zu 7000 Menschen sollen mal im nördlichsten Kiez der Stadt leben. Zehn Planungsbüros nehmen an einem Gestaltungswettbewerb teil, der anspruchsvoll ist, weil eine Reihe militärischer Bauten als Denkmale erhalten werden muss; allein in ihnen entsteht Wohnraum für rund 3000 Menschen.

1025 Jahre Potsdam – das letzte Themenjahr

Eine etwas „krumme“ Jahreskampagne steht der Bürgerschaft bevor: Die Stadt feiert ihr 1025-jähriges Bestehen. Bei „1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert“ liegt der Fokus auf den Veränderungen der letzten 25 Jahren Im Jahr 993 wurde „Poztupimi“ erstmals urkundlich erwähnt. Eine 132 Meter lange Open-Air-Fotoausstellung „1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert“ am Bauzaun der Ex-Fachhochschule macht von Januar bis Dezember 2018 mit emotionalen Bildern die Veränderungen sichtbar. Begleitende Gesprächsrunden, Sonderausstellungen und Veranstaltungen ergänzen das Programm.

Superstar Richter stellt im Barberini aus

Das Museum Barberini holt Gerhard Richter nach Potsdam. Am 30. Juni startet die Ausstellung „Gerhard Richter. Abstraktion“. Die Schau geht von einem Werk des Museums Barberini aus und vereint etwa 80 weitere aus internationalen Museums- und Privatsammlungen. Seit den 1960er Jahren begreift Richter Malerei als eine Klammer um die Brüche des 20. Jahrhunderts. Abstraktion und Realismus trennten im Kalten Krieg Ost und West. Richter, der sich im Studium in Dresden mit den Vorgaben des Sozialistischen Realismus konfrontiert sah, lernte nach seiner Ausreise in die BRD an der Düsseldorfer Akademie die Tradition abstrakter Malerei ebenso kennen wie die Abkehr von der Malerei in der Fluxusbewegung und der Aktionskunst. Heute ist der 85 Jahre alte Richter der teuerste lebende Künstler der Welt.

Gerhard Richter ist der teuerste lebende Künstler

Gerhard Richter ist der teuerste lebende Künstler.

Quelle: dpa

Neue Kitas und Schulen werden nötig

338 Millionen Euro sollen von 2018 bis 2021 für Bildung, Sport, Kultur, Verkehr und Stadtentwicklung investiert werden. Deutlich nachgelegt wird beim Kita-Neubau: Steckte man in den vergangenen Jahren jeweils drei bis vier Millionen Euro in neue Kitas und Horte, soll es 2018 und 2019 mit jeweils 11 Millionen Euro weit mehr als das Doppelte sein. Die Ausgaben zur Finanzierung des Betriebs von Kitas und Horten wachsen mit der Anzahl junger Potsdamer von 94,6 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 108,8 Millionen Euro in 2018 und 114 Millionen Euro in 2019. Zusätzlich bereitgestellt werden 4,5 Millionen Euro zur Verbesserung des Betreuungsschlüssels. Allein 2018 bis 2021 sollen 183 Millionen Euro in Schulen und Sportstätten fließen. Namhafte Projekte sind der Schulstandort Gagarinstraße (20,4 Millionen Euro), die Gesamtschule 34 in Waldstadt II (17 Millionen Euro), die Grundschulen Rote Kaserne Ost (13,1 Millionen Euro ) und Nuthewinkel (21,2 Millionen Euro), sowie die Erweiterung der Comenius-Förderschule (4,3 Millionen Euro).

Die Straßen haben es bitter nötig

Mehr als 14 Millionen Euro fließen in den nächsten beiden Jahren in den Straßenbau. Mit 8,2 Millionen Euro ist der größte Anteil für den Umbau des Leipziger Dreiecks eingeplant, Baubeginn: 2019. Weitere 2,8 Millionen Euro sollen die Sanierung des Horstweges inklusive der Brücke sowie der Straßenanschluss für die Grundschule Nuthewinkel kosten. Für den Ausbau des Radwegenetzes stehen in den nächsten beiden Jahren 2 Millionen Euro bereit.

Stau ist in der Zeppelinstraße die Regel

Stau ist in der Zeppelinstraße die Regel.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Der Verkehrsversuch Zeppelinstraße endet, oder doch nicht?

Beim umstrittenen Verkehrsversuch in der Zeppelinstraße gab es bislang nur Daten aus den Sommermonaten. Inzwischen liegen auch welche aus dem weiteren Jahresverlauf vor, die ausgewertet und der Öffentlichkeit präsentiert werden müssen. Bislang sieht die Stadt den Versuch als Erfolgt, weil durch die Verengung des Verkehrsraums auf der Magistrale rund 2000 Autos weniger dort unterwegs und die Schadstoffwerte dauerhaft unter die EU-Limits gesunken sind. Allerdings sind die „Verkehrsflüchter“ der Zeppelinstraße in die benachbarten Wohngebietsstraßen ausgewichen und machen dort den Verkehr dichter und die Schadstoffbelastung höher. Auch weite Umgehungen der Stadt werden gefahren. Die Folgen auf den Ausweichstrecken sind kaum untersucht worden: Es gab keine Luft- oder Lärmmessungen.

Von Rainer Schüler

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