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Potsdam Ausstellung „Kein Thema I“ im Kunsthaus
Lokales Potsdam Ausstellung „Kein Thema I“ im Kunsthaus
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19:30 11.01.2019
Anna Werkmeister: „pas du tout“ (überhaupt nicht), Plexiglas/Ölfarbe. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
Jägervorstadt

Welt gerinnt und formiert sich neu in der Ausstellung „Kein Thema“, mit der fast 40 Mitglieder des Kunstvereins Kunsthaus Potsdam das neue Jahr begrüßen.

„Aufstieg“ von Frauke Danzer. Quelle: Bernd Gartenschläger

Augenfällig wird das bei „Schwarzhorn“ von Frauke Danzer, einer schroff skizzierten Gebirgslandschaft mit weißem Schnee, grauem Stein und schwarz jagenden Schatten, der mit „Aufstieg“ ein kniehoher Felskegel aus Gips in ähnlicher Tönung und Formation unter einer wie dahingehauchten Wolke aus schwarzem Pergament gegenübersteht. Wärme spenden die Aquarelle „Blick nach Mönchsheger“ und „Ferne“ von Bettina Hünicke gleich nebenan, pures Licht sind die reinfarbenen Ölbilder „Kadmiumgelb“ und „Samtorange“ von Christiane Konrad mit ihrer plastisch aufgetragenen Oberfläche.

Zum mittlerweile dritten Mal sind die Vorstandsmitglieder für die erste Ausstellung des Jahres als Kuratoren in die Ateliers der künstlerisch aktiven Vereinsmitglieder gegangen. Die Namen der Beteiligten wurden wie in den Vorjahren ausgelost und zugewiesen, die insgesamt fast 80 beteiligten Künstler werden erstmals in zwei Ausstellungsdurchgängen vom 13. Januar bis zum 10. Februar und vom 17. Februar bis zum 17. März präsentiert. Am Sonntag um 16 Uhr wird zur ersten Vernissage geladen.

v.l.: „Kindheit“ von Anke Doepgen, „Urwaldleben V-VII“ von Helga Marie Bonenkamp, „Untitled“ von Christine Sophie Bloess. Quelle: Bernd Gartenschläger

Vorgestellt werden Malerei, Zeichnung, Bildhauerei und multimediale Arbeiten in kurzweiliger Abfolge. Die blass konturierte Industriehalle „Ohne Titel“ von Achim Mogge, die ihre Atmosphäre allein vier trostlos rostigen Tonnen am Bildeingang verdankt, hängt neben einer gleichfalls namenlosen Arbeit von Gabriele Schade-Hasenberg in Öl auf Baumwolle mit flächigem Ziegelrot, das bei längerer Betrachtung zu flirren beginnt. Kraftvoll elfenbeinschimmernde Palisaden vor nächtlichem Dunkel auf dem Bild „o.T.“ von Bettina Albrecht begegnen Charlotte I.F. Sonntags milder Draufsicht „von oben“, die sich mit einer kleinen Prise Fantasie in einen vertikal wütenden roten Strudel verwandelt. „Kindheit“ von Anke Doepgen lässt einen Traum aufschimmern; Geister wandern in den übereinander gehängten „Urwaldleben V-VII“ von Helga Maria Bonenkamp; Christine Sophie Bloess’ abstrakt in schwarz-grün-gelb gestampfte Maschinenwelt hängt wie eine Gegenrede dazu.

Birgit Möckel, Vereinsvorsitzende und Mit-Kuratorin, mit dem Rollbild von Elisabeth Sonneck. Links dahinter „ohne Titel“ von Gabriele Schade-Hasenberg. Quelle: Bernd Gartenschläger

Wie allein auf sich gestellt und nur von einem Nylonfaden gehalten steht das Rollbild von Elisabeth Sonneck aus mehr als meterhohen, wie versehentlich entrollten Papierbahnen im Raum. Nur wenige Schritte weiter folgt Anna Werkmeisters „pas du tout“, eine fast halbmetergroße Unruhe aus bunten Plexiglaskringeln wie mitten im wilden Spiel erstarrt auf einem Sockel aus Stahl. Direkt neben dem Ausgang hängen drei an Blütenregen erinnernde Aquarelle von Christian Flemming, als hätte die Natur zum Abschied wieder zu sich gefunden.

Größter Kunstverein Brandenburgs

Der 2002 gegründete Kunstverein Kunsthaus Potsdam ist mit rund 285 Mitgliedern, darunter 100 Künstler, der größte Kunstverein im Land.

Nächste Ausstellungen: „Bestiarium“ von Jan Beumelburg (24. März bis 5. Mai) und „Kaleidoskop Seidenstraße“ (12. Mai bis 23. Juni).

Die Galerie am Ulanenweg 9 ist geöffnet Di-So 12-17 Uhr, Do 12-20 Uhr; der Eintritt ist frei.

Von Volker Oelschläger

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