Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Ausstellung im Potsdamer „Kunst-Kontor“
Lokales Potsdam Ausstellung im Potsdamer „Kunst-Kontor“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:38 13.06.2016
Jürgen Böttcher war in der Filmuniversität. Quelle: bernd gartenschläger
Anzeige
Babelsberg

Es gibt vermutlich nur sehr wenige Menschen, die kurz vor ihrem 85. Geburtstag eine dritte künstlerische Karriere planen. Jürgen Böttcher, als Maler besser bekannt unter Strawalde, gehört zu ihnen. „Ich will in den nächsten Jahren a capella singen – Brecht-Songs“, kündigte Böttcher an und schmetterte mit gut geölter Stimme sogleich ein paar Zeilen aus der „Dreigroschenoper“ in den Kinosaal der Filmuniversität: „Wach auf, du verrotteter Christ! Mach dich an dein sündiges Leben, zeig, was für ein Schurke du bist, der Herr wird es dir dann schon geben.“ Ja, man glaubt dem international renommierten Maler und Filmemacher, dass da auch in der Sangeskunst noch was gehen könnte. „Ich melde mich bei diesem ,Deutschland sucht den Superstar’ an – als Verrückter. Ich möchte doch so gern berühmt werden.“

Am Montag fand in der Filmuni „Konrad Wolf“ ein Nachmittag zu Ehren Böttchers statt, der in den 1950ern in Babelsberg Regie studierte und am 8. Juli 85 Jahre alt wird. Und das muss an dieser Stelle bemerkt werden: Der ranke, schlanke Künstler sieht ungleich jünger aus, wirkt wie eben in einen Jungbrunnen gefallen! Kompliment! Nicht nur augenzwinkernd bedauerte Böttcher, dass fast ausschließlich ältere Semester, darunter die Filmuni-Profs Peter Badel und Lothar Holler, Ex-Filmhochschul-Präsident Dieter Wiedemann, in der Filmuni erschienen waren. Dabei sehe Böttcher doch „so gern schöne junge Frauen, auch wenn ich ihnen nichts mehr tue“. Nicht nur äußerlich, auch innerlich ist Böttcher noch längst nicht an die 85 heran gerückt. „Kindisch herumreden“, das könne er. „Ich habe eine Art Knall“, sagte Böttcher, dessen gesellschaftskritische Dokumentarfilme – wie „Drei von vielen“ (1961) über malende Arbeiter – oft nicht das Licht der DDR-Leinwände erblickten. Die angebliche „Heroisierung des Abseitigen“ passte den sozialistischen Kulturwächtern nicht. So viele Stories hat Böttcher, der einmal SED-Kulturfunktionär Horst Sindermann so mutig wie leidenschaftlich anschrie, aus seinem reichen Leben zu erzählen. Davon etwa, wie er 1960 bei einem Kongress von Filmhochschulen im polnischen Lodz Regisseur Roman Polanski traf: „Ihn faszinierte meine Malerei.“ Viel Stoff für eine Autobiografie – die der Künstler nicht schreiben will. Dafür soll womöglich bald ein echter Strawalde das Foyer der Filmuni schmücken, kündigte deren Präsidentin Susanne Stürmer an.

Von Ricarda Nowak

Polizei Polizeibericht vom 13. Juni für Potsdam - Ladendiebe im Karstadt-Kaufhaus entkommen

Ein Diebes-Trio hat sich im Karstadt-Kaufhaus in der Potsdamer Innenstadt an den Kosmetikartikeln zu schaffen gemacht. Die Jugendlichen steckten Produkte im Wert mehrerer Hundert Euro ein und flohen aus dem Geschäft. Ein Ladendetektiv, der Zeuge des Geschehens wurde, konnte nicht mehr eingreifen.

13.06.2016

Die für kommenden Sonnabend geplante Demo einer rechtsextremen Gruppierung in Potsdam ist abgesagt worden. Das hat die Polizei am Montag bestätigt. Ursprünglich ist für 14 Uhr eine Kundgebung in Babelsberg geplant gewesen. Auch eine andere Demonstration wird es nicht geben.

16.07.2016
Potsdam Sportschule Potsdam ist Brandenburgs Energiesparmeister - Schüler verbannen konsequent Plastikbecher

Die Sportschule Potsdam kämpft um den Bundestitel „Energiesparmeister“. Mit ihrem Konzept, Plastik-Trinkbecher konsequent aus dem Schulalltag zu eliminieren und eine umweltfreundliche Ersatz-Flasche zu kreieren haben sich die Schüler auf Landesebene bereits durchgesetzt. Jetzt kommt alles auf ein Online-Voting an.

13.06.2016
Anzeige