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Babelsberger Eltern bangen um Wunschschulplatz

Plätze für Erstklässler Babelsberger Eltern bangen um Wunschschulplatz

In Babelsberg sind die Kapazitäten für Erstklässler wieder stark begrenzt. Wohl nicht jedes Kind wird an seine Wunschschule können. Eine Containerlösung in Zentrum Ost scheint unumgänglich – zum Unmut mancher Eltern.

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In Babelsberg und Zentrum Ost werden 298 Erstklässler erwartet.

Quelle: dpa

Babelsberg. Banges Warten für viele Eltern: Hat das Kind einen Platz an der Wunschschule oder nicht? Speziell im kinderreichen Babelsberg zeichnet sich ab: Die Plätze werden nicht reichen. Einige Babelsberger Erstklässler werden wohl in der Grundschule am Humboldtring in Zentrum-Ost unterkommen, die im selben Schulbezirk liegt. Vermutlich – und das stört einige Eltern – in Containern.

Das komplizierte Aufnahmeverfahren ist noch im Gange. Genaue Angaben, wie viele Schüler aufgenommen werden können, machen die Schulen deshalb noch nicht. Am Donnerstag treffen sich die Rektorinnen der vier städtischen Schulen des Sozialraums IV (Babelsberg und Zentrum Ost), um die Verteilung zu besprechen. Die Eltern erfahren das Ergebnis erst Ende Mai/Anfang Juni – nach der großen Ausgleichskonferenz.

Im gesamten Sozialraum IV gibt es nach Angaben der Stadt 274 Plätze an vier staatlichen Grundschulen. Schulpflichtig werden 298 Kinder. Allerdings kommen noch maximal 106 Plätze bei freien Trägern, der Evangelischen Grundschule und der Katholische Marienschule hinzu. Diese müssen aber nicht zwingend an Babelsberger vergeben werden.

Auch die freien Schulen sind stark nachgefragt

„Wir hatten ungefähr doppelt so viele Anfragen wie Plätze“, sagt Susanne Anders, Leiterin der Evangelischen Grundschule. Voraussichtlich 50 Schüler können aufgenommen werden. Auch die Katholische Marienschule ist wieder stark nachgefragt. „Das Interesse steigt von Jahr zu Jahr“, sagt Schulleiter Thomas Rathmann. 75 Schulanfänger hatten sich beworben, darunter viele aus dem Wohnumfeld. Aber nur 54 Kinder können aufgenommen werden. „Aber aus Platzgründen können wir nicht erweitern“, so Rathmann.

An den staatlichen Schulen ist noch unklar, ob jeder seinen Wunschplatz bekommt. 64 Schüler haben laut Schulleiterin Anja Henkes die Goethe-Schule als Erstwunsch angegeben. Zu vergeben sind 50 Plätze. Unberücksichtigt seien da noch mögliche Rücksteller. Zusätzliche Verunsicherung für einige Eltern: Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg hat wie berichtet den sogenannten Geschwisterbonus gekippt. Kinder haben keine Garantie mehr auf einen Platz an der Schule von Schwester oder Bruder. „Das betrifft einige Familien“, sagt Rektorin Henkes. Die Schule hat sich deshalb für eine Härtefallregelung entschieden: Für Alleinerziehende oder Eltern, die im Schichtdienst arbeiten, soll der Geschwisterbonus weiter gelten.

Die Geschwisterregelung wurde abgeschafft

An der Grundschule am Griebnitzsee hingegen kommt die Geschwisterreglung kaum zum Tragen, sagt Leiterin Ellen Dahms. Die Schule hat laut Stadt Kapazität für 56 Erstklässler – wenn die Obergrenze von 28 Schülern pro Klasse ausgeschöpft wird. Zu den Chancen auf einen Platz äußert sich die Rektorin noch nicht. „Alles ist in Bewegung“, so Dahms. Auch von der Grundschule „Bruno H. Bürgel“, die mit 72 die meisten Schüler in Babelsberg aufnehmen könnte, gibt es keine Angaben.

Klar ist für Kreiselternsprecherin Daniela Trapkowski: „Es wird eng in Babelsberg.“ Aber zumindest könnten alle Kinder innerhalb des Sozialraums eingeschult werden. Denn die Grundschule am Humboltring ist nicht überbucht. Alle Kinder aus Zentrum Ost bekommen einen Platz, so Leiterin Kerstin Barz. Die Schule könnte für die Babelsberger Überhänge mit vier ersten Klassen an den Start gehen und insgesamt rund 96 Kinder aufnehmen. Um zusätzlichen Platz für die Schule zu schaffen, sollen Container aufgestellt werden. Ob die ersten Klassen dort einziehen, sei aber noch nicht endgültig entschieden.

Pläne für neue Grundschule

In Babelsberg soll bis in rund fünf Jahren eine neue, zweizügige Grundschule entstehen, um die Schulplatzsituation langfristig zu entspannen.

Als mögliche Standorte waren die Glasmeisterstraße und die Sandscholle im Gespräch.

Die Sandscholle ist nach einer Beratung in der Arbeitsgruppe Schulentwicklungsplanung derzeit der favorisierte Standort.

Laut Stadtsprecherin Christine Homann sind aber noch nicht alle Voraussetzungen geprüft. Ein Ersatzstandort für den Sportplatz müsste beispielsweise gefunden werden. Derzeit werden mehrere Grundstücke geprüft, unter anderem am Horstweg. Ergebnisse werden bis Mitte des Jahres erwartet. Erst dann kommt die Vorlage für einen Errichtungsbeschluss in die Stadtverordnetenversammlung.

Von Marion Kaufmann

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