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Babelsberger Filmgymnasium für Aschenbrödel-Schau

Deutsch-tschechischer Märchenklassiker Babelsberger Filmgymnasium für Aschenbrödel-Schau

Rund 120 000 Märchenfans besuchten auf Schloss Moritzburg zwischen November und Ende Februar die Ausstellung zum Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Die begleitenden Dokus haben Schüler des Filmgymnasiums Babelsberg gedreht.

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Die Wachsfiguren von Prinz und Aschenbrödel waren in der Ausstellung im Schloss Moritzburg zu sehen.

Quelle: dpa,

Babelsberg. Auch mehr als vierzig Jahre nach dem Dreh hat „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ kein bisschen von seinem Zauber verloren. Im Gegenteil – die Fangemeinde ist seither immer größer geworden. Einige Male haben sich auch Schüler des Babelsberger Filmgymnasiums (BFG) mit der Koproduktion zwischen dem hiesigen Defa-Studio und dem Prager Barrandov-Studio befasst. Sie begaben sich für verschiedene Dokumentationen, die seit 2011 in den „Aschenbrödel“-Sonderschauen im sächsischen Schloss Moritzburg liefen, auf die Spuren dieses fabelhaften Märchenfilms.

Am Donnerstagnachmittag hat BFG-Filmkoordinator Uwe Fleischer die gesammelten Werke – produziert von der Schülerfirma BFG Productions – im Kinosaal des Schulcampus aufgeführt. So führte beispieslweise „Der Blick nach Babelsberg“ in den Requisitenfundus zu dessen (inzwischen pensionierten) Leiter Eckhard Wolf, der Aschenbrödels „Erbsenschale“ sowie einen Bierkrug aus der Schlossküche präsentierte. Kostümfundus-Chefin Gabriele Leuter zeigte wiederum einige aufwändig geschneiderte Kostüme aus dem Film. Gedreht wurde „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ unter anderem in Prag, auf und um Schloss Moritzburg sowie in den Babelsberger Filmstudios. Dort, in der heutigen Marlene-Dietrich-Halle, entstand die berühmte Szene im Ballsaal, in der sich Prinz und Aschenbrödel tief in die Augen schauen. In „Moritzburg und Aschenbrödel“, gedreht im vergangenen August, erinnert sich der legendäre Rolf Hoppe (der den König spielte) an wunderbare Dreharbeiten, „auch wenn meine Rolle nicht so groß war“.

Und Zwölftklässlerin Sofia Baturov lässt Fleischer, ehedem Chef der Defa-Trickabteilung, in einem Beitrag erklären, wie im Film aus der Zauber-Haselnuss das Ballkleid wurde – ebenfalls in der Moritzburg- Ausstellung zu sehen gewesen. Zwischen Anfang November und Ende Februar besuchten rund 120 000 Besucher die Winterschau. Entgegen einer anderslautenden Nachricht im MDR-Fernsehen werde aber die „Aschenbrödel“-Schau künftig nicht ganzjährig zu sehen sein, stellte Kuratorin Margitta Hensel klar. „Das wäre zusätzlich zum herkömmlichen Ausstellungsbetrieb gar nicht zu schaffen.“ Fleischer sei sie sehr dankbar: „Uwe hat uns Tür und Tor ins Studio Babelsberg geöffnet.“

Beliebtes Fernsehmärchen

„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ entstand 1972/1973 als Koproduktion des Defa-Studios mit dem Filmstudio Barrandov in Prag. Regie führte Václav Vorlícek nach einer Vorlage des gleichnamigen Märchens Božena Nemcová.

Der Film wird jedes Jahr etliche Male in der Weihnachtszeit im Fernsehen gezeigt.

Zahlreiche Informationen rund um den Märchenfilm sind auf der Fanseite

www.dreihaselnuessefueraschenbroedel.de versammelt. rn

Für das Westfälische Pferdemuseum Münster, in dem bald eine Ausstellung zu „Tieren im Märchenfilm“ eröffnet wird, hat BFG Productions einen Beitrag gedreht. „Die Geschichte vom Pferd Nikolaus“ wurde am Donnerstag erstmals gezeigt. Darin dröselten die Filmgymnasiasten den spannenden Werdegang des Schimmels von Aschenbrödel auf. Das erfahrene Filmpferd war außer in „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (dort als Nikolaus) auch in der Literaturadaption „Effi Briest“ und im Märchen „Der große und der kleine Klaus“ zu sehen. Nach seiner Karriere vor der Kamera bereitete Kalif als Voltigierpferd in de Defa-Betriebssportgruppe m Babelsberger Park vielen Kindern Freude.

Von Ricarda Nowak

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