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Babelsberger Kinder sollen nach Zentrum-Ost

Neuordnung eines Potsdamer Schulbezirks Babelsberger Kinder sollen nach Zentrum-Ost

Grundschulplätze sind in Babelsberg seit Jahren Mangelware. Nun will die Stadt den Einzugsbereich ändern, um die stark nachgefragte Goethe-Grundschule zu entlasten. Betroffene Kinder würden künftig in der Grundschule am Humboldtring eingeschult. Eltern lehnen den längeren Schulweg ab.

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Seit Jahren stark nachgefragt: die Goetheschule  in Babelsberg.

Quelle: Foto: Christel Köster

Babelsberg. Empörung bei Babelsberger Eltern: Der Einzugsbereich der beliebten Goethe-Grundschule soll offenbar so verändert werden, dass auch Schüler, die in Schulnähe wohnen, künftig in der Grundschule am Humboldtring im Zentrum-Ost eingeschult werden müssen. Das geht aus einem Schreiben der Schule an die Familien künftiger Erstklässler hervor, das der MAZ vorliegt. Derzeit befinde sich die Satzung über Bildung von Schulbezirken der Landeshauptstadt in der Neufassung, heißt es darin. Die Stadt bitte die Eltern daher zu beachten, „dass Ihre Schulanmeldung an der Goethe-Grundschule vorbehaltlich ist und bei Beschlussfassung die Zuständigkeit bei der Grundschule am Humboldtring liegen kann.“

Ungleichgewicht war abzusehen

Stadtsprecher Jan Brunzlow bestätigt auf Anfrage, dass eine Änderung geplant sei. Die Stadtverordneten müssen dieser aber noch zustimmen. Am 6. Dezember steht das Thema auf der Tagesordnung. Der Schulträger sei in der Pflicht, die Schulbezirke zu verändern, wenn sich ein Ungleichgewicht von Kapazität und Schülerzahl abzeichne, erklärt Brunzlow. Beim Einschulungsverfahren 2017/18 habe sich infolge des fehlenden Schulstandortes in Babelsberg-Süd ein Ungleichgewicht abgezeichnet. „Während an der Grundschule am Humboldtring freie Schulplätze verfügbar waren, konnte den Erst- und Zweitwünschen an der Goetheschule nicht entsprochen werden“, so Brunzlow. Insbesondere habe es solche Erstklässler betroffen, die südöstlich des Schulstandortes wohnen und somit einen verlängerten Schulweg an der Goetheschule vorbeiführend zur Grundschule am Humboldtring auf sich nehmen müssen. „Um eine Aufnahme solcher Erstklässler zu erreichen, wurde ein nördliches Areal des bisherigen Einzugsbereiches der Goetheschule der Grundschule am Humboldtring zugeordnet.“ Von der Änderung im Aufnahmeverfahren 2018/19 seien rund 25 Kinder betroffen. Die Goetheschule kann insgesamt 50, die Grundschule am Humboldtring 96 Erstklässler aufnehmen.

Weitere Änderungen wahrscheinlich

Betroffene Eltern haben dafür wenig Verständnis. Die Änderung widerspreche dem von der Stadt propagierten Prinzip „Kurze Beine, kurze Wege“, sagt ein Vater, der 450 Meter entfernt von der Goetheschule wohnt und sein Kind nun nach Zentrum-Ost bringen soll. Er fordert die Stadtverordneten auf, die Änderung abzulehnen. Er verstehe zwar den Einwand der Stadt, dass die Schüler in den weiter südöstlich gelegenen Straßen einen noch weiteren Weg zur Schule am Humboldtring auf sich nehmen müssen, aber mit dem Neuzuschnitt müssten nun sowohl die Kinder aus diesen Straßen mit dem Bus zur Goetheschule fahren, als auch seine und die Nachbarskinder mit Bus und Tram zum Humboldtring kommen.

Weitere Änderungen der Schulbezirke zeichnen sich dabei schon ab: Auch die Neuerrichtung des Schulzentrums Am Stern sowie die geplanten Grundschulen in der Heinrich-Mann-Allee und in Babelsberg werden laut Stadt zu Anpassungen führen.

Von MAZonline

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