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Potsdam Babelsberger in Breslau
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19:24 06.11.2016
Für ihre Filmreportage verbrachten die Filmgymnasiasten Laura Ritzke, Alexander Wunsch (M.) und Julius S. Becher mit Stadtschreiber Marko Martin (2.v.l.) und Projektleiter Uwe Fleischer vier Tage in Breslau. Quelle: bfg/Thomas
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Babelsberg

Kreuz und quer durch Europas Kulturhauptstadt 2016, bei schönster Sommerhitze und schwer bepackt mit Filmausrüstung: Laura Ritzke (18), Julius Sumit Becher und Alexander Wunsch (beide 16) verbrachten Ende Juli „Vier Tage in Breslau“. So heißt denn auch ihre Reportage, in der die Schüler des Babelsberger Filmgymnasiums (BFG) Marko Martin begleiteten. Der freie Journalist lebte von April bis September als Stadtschreiber im polnischen Breslau, schrieb in seinem Internet-Blog über Begegnungen und Begebenheiten. Sein Anspruch: „Nur keine Idyllenpinselei im gegenwärtigen Europa!“

Ausgeschrieben hatte das Stipendium das in der Berliner Vorstadt ansässige Deutsche Kulturforum östliches Europa. In dessen Auftrag porträtierten die Filmgymnasiasten, betreut von BFG-Filmkoordinator Uwe Fleischer, den Stadtschreiber in seiner natürlichen Arbeitsumgebung – an den eindrucksvollsten Ecken Breslaus, einer Stadt, in der sich Geschichte und Gegenwart wunderbar treffen.

Am Mittwoch um 19 Uhr wird die 25-minütige Filmreportage im Kinosaal des Mediencampus Babelsberg gezeigt. Martin kommt zur Premiere und berichtet von seinen Erfahrungen als Stadtschreiber. Später wird der Film auf die Internetseiten des Kulturforums und des Filmgymnasiums gestellt.

n Schülern gefiel Breslau (polnisch: Wroclaw) gut. „Das ist eine beeindruckende Stadt. Moderner, als ich gedacht hätte“, erzählt Elftklässler Julius. Als sie dort drehten, waren Teilnehmer des katholischen Weltjugendtages zu Gast – die Stadt war bunt und lebendig – und voll. In einer angesagten Burger-Bar mussten die Schüler eine Stunde auf einen Platz warten, erinnert sich Julius. Das Babelsberger Filmteam besuchte mit Martin auch jenen historischen Straßenzug, den Steven Spielberg für seinen Oscar-prämierten Agententhriller „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ als Kulisse nutzte und dort einen Teil der Berliner Mauer wiedererrichten ließ. „Kein Wunder, dass er dort gedreht hat“, sagt Alexander. „Ich dachte nicht, dass diese Straße tatsächlich so existiert.“

Das Trio drehte etwa fünfmal so viel Material wie benötigt. Martin hatte viel zu erzählen. „Es war eine fummelige Arbeit“, sagt Alexander. „Aber Spaß hat’s gemacht.“

Info: „Vier Tage in Breslau“, 9. November, 19 Uhr, Mediencampus, Großbeerenstraße 189.

Von Ricarda Nowak

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