Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Babelsberger sind die Glücklichsten
Lokales Potsdam Babelsberger sind die Glücklichsten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:01 14.12.2017
Stadt Potsdam 2017 Quelle: Detlev Scheerbarth
Anzeige
Potsdam

Potsdamer leben weiterhin gerne in der Havelstadt – und ihre größten Problemen sind noch immer nicht gelöst. Das hat die vierte repräsentative Bürgerumfrage „Leben in Potsdam“ ergeben, die gestern von der Stadt vorgestellt wurde. 86,8 Prozent der insgesamt 2162 Teilnehmer haben dabei angegeben, dass sie gern in Potsdam leben. Das ist zwar rund ein Prozentpunkt weniger als im vergangenen Jahr, aber noch immer ein Wert, der sich in den vergangen Jahren auf einem hohem Niveau eingependelt hat.

Dagegen wurden die Themen Verkehr und Wohnen erneut mit Abstand am häufigsten als die größten Probleme der Stadt genannt. Gerade der Bereich Verkehr wurde von 41 Prozent der Teilnehmer angeführt. Für die Umfrage waren 5406 umfangreiche Fragebögen verschickt worden, von denen 40,8 Prozent beantwortet wurden.

Lebensqualität in Drewitz verbessert sich

Die Lebensqualität der meisten Potsdamer ist weiterhin hoch. 86 Prozent der Teilnehmer gaben der Stadt hier die Note „Sehr gut“ oder „Gut“ – ein Wert, der nur geringfügig unter dem der letzten Umfrage im Jahr 2015 liegt.

ei der Frage, wie die Lebensqualität im eigenen Stadtteil bewertet werde, gibt es aber große Unterschiede. So liegen Babelsberg Nord und Klein Glienicke wie vor zwei Jahren an der Spitze vor der Berliner Vorstadt auf Platz zwei und der Nauener Vorstadt und der Jägervorstadt auf dem dritten Rang. Die geringste Lebensqualität gibt es dagegen im Schlaatz, der durchschnittlich nur eine befriedigende Bewertung bekommt. Drewitz immerhin verbessert sich, bleibt aber Vorletzter des Rankings.

Weniger Identifikation im Norden

Fast drei Viertel der Potsdamer (73,4 Prozent) fühlen sich mit der Stadt „sehr stark“ oder „eher stark“ verbunden. In fast allen Stadtteilen ist dabei die Identifikation mit der Stadt allerdings höher als die mit dem eigenen Stadtteil. Nur in den nördlichen Ortsteilen, sowie in Babelsberg und Zentrum Ost ist das Empfinden umgekehrt.

In den nördlichen Stadtteilen fällt dabei die Verbundenheit mit der Stadt deutlich geringer aus. In diesen Gebieten, die zu denen gehören, die 2003 eingemeindet wurden, gaben nur vergleichsweise geringe 13,8 Prozent der Befragten eine „sehr starke“ Verbundenheit mit der Stadt an. Das passt zu der Feststellung, dass die Identifikation mit Potsdam steigt, desto länger man in der Stadt wohnt.

Ein Drittel der Potsdamer zahlt „gefährdend“ hohe Mieten

Die größten Probleme der Stadt sind mit Abstand die Verkehrssituation und die Wohnsituation. Den Punkt Verkehr bemängelten 41 Prozent der Befragten. Hierbei wurden vor allem der Verkehr allgemein (21,1 Prozent), die Baustellen in der Stadt (12,2) und das mangelnde Parkplatzangebot (10,8) angemahnt.

Die Wohnsituation war auf 18,3 Prozent der Umfragebögen als Problem angegeben. Bei 67 Prozent lag das vor allem an zu hohen Mietkosten – die bei 33 Prozent der Potsdamer über der sogenannten „Gefährdungsgrenze“ liegen. Diese hatte die Stadt in ihrem eigenen Wohnungspolitischen Konzept festgelegt. Demnach gilt als gefährdet, wer dauerhaft mehr als ein Drittel seines Nettohaushaltseinkommens für die Miete ausgibt. In Potsdam ist das nach der neuesten Umfrage mehr als ein Drittel der Bevölkerung.

Das Thema der „Flüchtlinge und Asylsuchenden“ ist dagegen nur noch für 1,5 Prozent der Befragten ein Problem. In der vergangenen Umfrage im Jahr 2015 war es dagegen mit 4,7 Prozent der Nennungen noch auf dem vierten Rang der meistgenannten Probleme. Auch empfinden mittlerweile 88 Prozent der Teilnehmer, dass Potsdam eine tolerante Stadt sei. 2015 waren davon nur 79 Prozent überzeugt. Menschen mit Migrationshintergrund stimmen der Aussage übrigens überdurchschnittlich häufig zu.

Von Ansgar Nehls

Am Montag tauscht Jette Joop Schmuck, Parfüm und feinste Stoffe mit Mehl, Zucker und Nudelholz. Die Designerin besucht das Kinderheim Am Stern, dem die MAZ-Weihnachtsaktion gewidmet ist. Mit den Kindern möchte sie Plätzchen backen und den Weihnachtsbaum schmücken. Derweil haben wir mit den Spenden unserer Leser die 10.000-Euro-Marke geknackt.

15.12.2017

Noten erst ab der 9. Klasse, keine Hausaufgaben und lernen in der Praxis: Potsdam bekommt bald eine zweite Montessori-Schule. Im August 2018 beginnt der Unterricht für die 7. und 11. Klässler. Bewerben können sich interessierte Schüler ab Februar. Die Nachfrage ist groß.

15.12.2017

Erfahrung hat sie national und international. Die Biologin und Wissenschaftsmanagerin Agnes von Matuschka war schon in Großbritannien, den USA und an der Europäischen Kommission in Brüssel tätig. Zuletzt baute sie die Gründungsförderung der TU Berlin mit auf. Nun übernimmt sie das Management des Wissenschaftsparks Golm. Dabei hat sie ambitionierte Ziele.

14.12.2017
Anzeige