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Badentwurf verpflichtet zu weniger Verkehr

Wettbewerbsergebnisse zur Entwicklung des Brauhausberges bis 23. April in Bahnhofspassagen in Potsdam zu sehen Badentwurf verpflichtet zu weniger Verkehr

Blumen für die Erstplatzierten, Skizzen für alle: Die Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs zur Gestaltung des Brauhausberges sind in den Bahnhofspassagen ausgestellt.

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Vor dem Siegerentwurf: die Potsdamer Architekten Markus Löffler und Markus Engel, Stadtplanungschef
Andreas Götzmann und Baubeigeordneter Matthias Klipp (v. r. n. l.).

Quelle: CHRISTEL KÖSTER

Neben dem Siegerentwurf von Markus Löffler und Markus Engel aus Potsdam, die gestern zur Eröffnung mit einem Frühlingsstrauß bedacht wurden, sind die Modelle und Grafiken von den 13 weiteren teilnehmenden Planungsbüros zu sehen. „Bald werden wir den vielen Baustellen in der Stadt noch eine hinzufügen“, sagte der Baubeigeordnete Matthias Klipp (Bündnis 90/Grüne). Die Realisierung habe bereits begonnen. Der Entwurf mit dem Bad hinter einer Pergola unmittelbar an der Kreuzung Leipziger Dreieck „verpflichtet uns, weiter zu arbeiten an einer verkehrsberuhigten Innenstadt“, so Klipp.

Im März war der Wettbewerb für die Neugestaltung des Brauhausberges mit dem einstimmigen Votum der Jury für die Löffler/Engel-Pläne entschieden worden. Es ist Grundlage zum Erstellen eines Bebauungsplans für das 6,9 Hektar große Areal sowie für den Realisierungswettbewerb der Stadtwerke für das neue Sport- und Freizeitbad. Für diesen zentralen Standort gegen das Bornstedter Feld hatte sich bei einer Bürgerbefragung eine Mehrheit von rund 70 000 Potsdamern entschieden. Daran erinnerte Fachpreisrichter Christoph Kohl. Der Siegerentwurf sieht neben dem Bad mit unterirdischen Parkplätzen 176 Wohnungen in Stadtvillen am Hang und einen öffentlichen Park zwischen Max-Planck- und Leipziger Straße vor. Er habe alle geforderten Komponenten „clever umgesetzt“ und die Sichtachsen in die Stadt offen gehalten, so Architekt Kohl. An welcher Stelle nun welche und wie viel Wohnbebauung umgesetzt wird, soll der Bebauungsplan regeln, dessen Entwurf im Sommer öffentlich ausgelegt werden soll.

Elf der von Planungsbüros aus Deutschland und den Niederlanden eingereichten Entwürfe hatten das Bad im unteren Teil des Hanges verortet. Die Anzahl der Wohnungen variierte zwischen 148 und 350, die Größe der Bruttogeschossfläche zwischen 17300 und 36 800 Quadratmetern. Der Siegerentwurf schlägt eine Bruttogeschossfläche von 19 000 Quadratmetern vor. „Fair“ mit den Ideen umzugehen – dafür plädierte der Vorsitzende des Bauausschusses des Stadtparlaments Rolf Kutzmutz (Die Linke). Alle Planer hätten sich „sehr ernsthafte Gedanken“ gemacht, so sein Appell nach „anmaßenden Berichten“, wie er sagte.

Ziel der Landeshauptstadt ist es, bis Ende 2016 ein neues Freizeitbad zu eröffnen. Bis dahin soll die nur noch begrenzt betriebsfähige Schwimmhalle am Brauhausberg außerplanmäßig nicht geschlossen werden.

Ausstellung „Städtebauliche Entwicklung Brauhausberg“ in den Bahnhofspassagen. Bis 23. April (Mo bis Sa 10 bis 18 Uhr) in dem Raum gegenüber dem Kinoeingang. (Von Carola Hein)

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