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Potsdam Bäderverband lockt – Erholungsort skeptisch
Lokales Potsdam Bäderverband lockt – Erholungsort skeptisch
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17:24 27.09.2016
Nicht nur zum Fährfest ist der Erholungsort Schwielowsee mit den Ortsteilen Caputh, Ferch und Geltow gut besucht. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Schwielowsee

Seit 2010 ist die Gemeinde Schwielowsee anerkannter Erholungsort, kassiert Kurbeitrag und will den Titel 2020 verteidigen. Sie hat mit der neuen Aussichtsplattform auf dem Wietkiekenberg im Vorjahr einen weiteren Anziehungspunkt geschaffen, im Hinblick auf barrierefreie Einrichtungen und Zugänge aber noch Nachholebedarf. Eine Mitgliedschaft im Brandenburgischen Bäderverband hat die Gemeinde bisher abgelehnt. „Für die Gemeinde war bis Dezember 2015 durch eine Mitgliedschaft im Kurorte- und Bäderverband kein Mehrwert ersichtlich“, begründet Schwielowsees Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) auf Nachfrage der MAZ. Der Verband hatte die Kommune im Vorfeld bereits zu einer einjährigen, kostenlosen Mitgliedschaft und verschiedenen Verbandsversammlungen eingeladen. Doch 7195 Euro Mitgliedbeitrag wollte die Gemeinde auch nicht zahlen – zuviel wenn das kommunale Haushaltsbudget keinen Spielraum lässt.

Nun steht die Gemeinde wieder vor der Entscheidung, denn in der neu beschlossenen Tourismuskonzeption Brandenburgs hat der Kurorte- und Bäderverband eine Schlüsselfunktion, wenn es darum geht, den Gesundheitstourismus weiter zu entwickeln, sagt Hoppe. Eine Aufgabe, vor der auch der Erholungsort Schwielowsee in den nächsten Jahren steht. Darüber hinaus hat der Bäderverband in seiner neuen Satzung den Mitgliedbeitrag neu festgesetzt, der sich nun für die Gemeinde Schwielowsee auf 2500 Euro reduzieren würde. Inzwischen haben Orte wie Lychen, Rheinsberg, Neuzelle und die Märkische Schweiz Interesse an einer Mitgliedschaft im Brandenburgischen Kurorteverband signalisiert. Doch den Vorschlag der Gemeindeverwaltung Schwielowsee, unter den neuen Bedingungen der Interessenvertretung beizutreten, ist der Wirtschafts- und Finanzausschuss der Gemeindevertretung auf seiner jüngsten Sitzung nicht gefolgt. Auch der Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport gab keine eindeutige Zustimmung, weil Abgeordnete noch immer an der Notwendigkeit zweifeln und die Ausgaben für nicht erforderlich halten. Nun soll endgültig die Gemeindevertretung am 12. Oktober entscheiden. Der Verband selbst hält den Schulterschluss zwischen den Kur- und Erholungsorten für wichtig, um die neuen Herausforderungen im Gesundheitstourismus zu meistern. Er will als Dachverband den Erfahrungsaustausch fördern, die Kur- und Erholungsorte beraten und sie unterstützen, wenn es um eine größtmögliche Barrierefreiheit in den einzelnen Orten geht. Der Verband wurde bereits 1992 gegründet und sieht sich als Partner für Alle die das Ziel verfolgen: Vorsorge statt Nachsorge.

Schwielowsee wächst

Auf annähernd 10500 Einwohner ist die Gemeinde in den vergangenen Jahren gewachsen.

76 547 Gästeübernachtungen wurden von Januar bis Oktober 2015 registriert.

34 556 Besucher wurden im selben Zeitraum in der Gemeinde gezählt.

Im Jahr nimmt die Gemeinde annähernd 117000 Euro Kurbeitrag ein.

Von den Einnahmen wird auch die Kulturbuslinie rund um den Schwielowsee mitfinanziert, wurde das Gemünde instandgesetzt.

Von Regine Greiner

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