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Bagger schaffen Baufreiheit am Moosfenn

In der Potsdamer Waldstadt entstehen neue Wohnhäuser Bagger schaffen Baufreiheit am Moosfenn

Auf dem Gelände des ehemaligen Garagenkomplexes Am Moosfenn im Potsdamer Wohngebiet Waldstadt II sollen in den kommenden zwei Jahren drei fünfgeschossige Häuser mit 105 Wohnungen entstehen. Neben den Häusern sind 61 Pkw-Stellplätze geplant. Ein Großteil der Wohnungen steht für einkommensschwache Haushalte zur Verfügung.

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So sollen die drei Häuser Am Moosfenn einmal aussehen.

Quelle: Animation: Pro Potsdam

Waldstadt. Plötzlich ging alles ganz schnell. Innerhalb von zehn Tagen beseitigten Bagger den seit Monaten leerstehenden Garagenkomplex Am Moosfenn. In den kommenden Monaten sollen auf der 7000 Quadratmeter großen Fläche 105 Wohnungen in drei fünfgeschossigen Häusern mit Dachgeschoss nach Plänen von Thoma Architekten Berlin entstehen. Bauherr ist die städtische Holding Pro Potsdam, die sieben Millionen Euro investieren will. Der Baubeginn soll Ende des ersten, Anfang des zweiten Quartals 2017 erfolgen. Dies ist auch vom Winterwetter und dem Voranschreiten der Räumungsarbeiten am ehemaligen Garagenkomplex abhängig. „Mit der Vermietung der Wohnungen soll im zweiten Quartal 2019 begonnen werden“, sagt Anna Winkler, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Pro Potsdam.

„Mit dem Bauvorhaben leistet die Pro Potsdam einen weiteren Beitrag zur Schaffung von Wohnraum, der in der wachsenden Stadt dringend benötigt wird“, so Anna Winkler. Das Projekt wird mit Fördermitteln des Landes realisiert. 75 Prozent der Wohnungen stehen mietpreis- und belegungsgebunden für einkommensschwache Haushalte zur Verfügung, teilte die Pro Potsdam auf MAZ-Anfrage mit. Mieter mit Wohnberechtigungsschein (WBS) zahlen 5,50 Euro pro Quadratmeter, Interessenten, die einen WBS+40 besitzen, zahlen sieben Euro. „Berechtigungsscheine können beim Bereich Wohnen der Landeshauptstadt Potsdam beantragt werden. Dazu müssen die Einkommensverhältnisse offen gelegt werden“, erklärt Anna Winkler.

Um das Aussehen der drei neuen Häuser wurde zunächst gerungen. Nach ersten Entwürfen, die im Januar 2016 vorgestellt wurden, gab es Kritik aus dem Gestaltungsrat. „Der Waldcharakter werde beschädigt“, hieß es. Beim zweiten Termin stieß die ausgearbeitete Planung laut Pro Potsdam „auf große Zustimmung“.

Neben den drei Häusern sind 61 Stellplätze für die Pkw von Mietern geplant, davon werden neun Plätze behindertengerecht sein. „Laut Stellplatzsatzung der Landeshauptstadt Potsdam müssten für dieses Bauvorhaben nur 53 Stellplätze gebaut werden. Die Pro Potsdam schafft somit acht Stellplätze mehr als vorgeschrieben“, so Anna Winkler. Darüber hinaus werden auf dem Gelände Fahrradstellplätze und Müllstandorte untergebracht. Außerdem sollen Spielgeräte aufgestellt werden.

Das Wohngebiet Waldstadt II

Das Wohngebiet Waldstadt II im Potsdamer Süden wurde Ende der 1970er- bis Mitte der 1980er-Jahre erbaut.

Die Plattenbausiedlung grenzt an ein großes Waldgebiet, in welches es seinerzeit hineingebaut wurde und in dem sich der Teufelssee und die Ravensberge als Ausflugsziele befinden.

Konzeptionell unterscheidet sich die Anlage des Neubaugebietes Waldstadt II im Verhältnis zum Neubaugebiet Am Schlaatz durch die Einbindung der vorhandenen Waldfläche in die Höfe und Ringe.

Für diesen Ansatz erhielt der Architekt der Waldstadt II den Nationalpreis der DDR.

2007 beging die Waldstadt II ihr 25. Jubiläum der Fertigstellung.

Von Jens Trommer

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