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Bandwettbewerb: Wer rockt das Stadtwerkefest?

Potsdam on Stage 2018 Bandwettbewerb: Wer rockt das Stadtwerkefest?

Freitag, den 12. Januar um 12 Uhr mittags startet die Bewerbungsphase für „Potsdam on Stage“ 2018. Gesucht: eine Potsdamer Rockband. Ein prominenter Lokal-Rocker sitzt diesmal in der Jury. Vorjahressieger Maximilian Sterr von „John Apart“ schwärmt vom Gewinn und sagt, was er mit der Gage plant.

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Zum Auftakt des 17. Stadtwerkefest spielten „John Apart“ am 1. August 2017 im Potsdamer Lustgarten. Ihr Auftritt war einer der Preise für den ersten Platz beim Bandwettbewerb „Potsdam on Stage“.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Die große Bühne beim Stadtwerkefest im Juli bespielen, 1.000 Euro Gage verdienen und ein professionelles Coaching erwarten die Gewinner beim Bandwettbewerb „Potsdam on Stage“, der am Freitagmittag um 12 Uhr mit der Bewerbungsphase startet. Lindenpark und Stadtwerke suchen diesmal eine Potsdamer Rockband. Um als Potsdamer Band zu gelten, muss mindestens ein Bandmitglied in Potsdam gemeldet sein. Klassischer Rock – in den meisten Fällen dominiert von einer E-Gitarre und klassicherweise mindestens in Trio-Besetzung – sollte im Repertoire der Band die Hauptrolle spielen. Außerdem muss genügend Songmaterial für einen halbstündigen Auftritt vorhanden sein. „Die Gewinner müssen eine Show spielen, die so eine Bühne auch befüllen kann“, sagte Reiko Käske vom Lindenpark bei der Präsentation von „Potsdam on Stage“ 2018 am Donnerstag. Denn die Erstplatzierten gewinnen wieder einen Auftritt beim Stadtwerkefest.

Auf derselben Bühne wie Andreas Bourani

2017 spielten dort „John Apart“. „Für uns war die Chance war genial, endlich mal wieder auf so einer großen Bühne vor so einem Publikum zu spielen. Auf derselben Bühne wie Andreas Bourani! So ein Auftritt hinterlässt Selbstbewusstsein“, schwärmt Bandmitglied Maximilian Sterr. Zwar habe hinter der Bühne kein Manager mit Plattenvertrag gewartet, aber dafür ernteten die Potsdamer im Catering-Bereich Lob von verschiedenen Profis. „Unsere Gage ist noch auf dem Konto. Die wollen wir für Aufnahmen nutzen“, sagt Maximilian Sterr. Der dritte Teil ihres Gewinns war ein Profi-Coaching, das an die Bedürfnisse der Musiker angepasst wird. „John Apart“ ließen sich nicht musikalisch, sondern strategisch und organisatorisch beraten, zum Beispiel zum Thema Gema, „denn eine Band ist ja mehr als nur Musik machen“, sagt Sterr. Die Singer-Songwriterin Caro Jordanow gewann mit ihrer Band 2016 und nutzte das Coaching, um sich auf den großen Bühnenauftritt vorzubereiten, erinnert sich Thomas Oestereich, der die Mach Musik Projekte im Lindenpark leitet: „Wir wollen auch inhaltlich mit den Bands arbeiten, zusammen mit Musikexperten“

Zwei Songs pro Band, davon maximal ein Cover

2018 darf ein bisschen lauter werden: Alle Rockbands aus Potsdam, die noch keinen Plattenvertrag haben, können sich mit je zwei Songs bewerben, die auf der Wettbewerbswebsite als Soundfile oder Video hochgeladen werden können. Dort ist auch ein Bewerberformular auszufüllen. Einer der eingereichten Beiträge darf ein Cover sein. Die Bewerbungsphase endet am 25. April. Danach werden die Titel auf der Website präsentiert. Das Besondere dabei: Alle Lieder sind anonymisiert und per Zufallsgenerator abspielbar. „Die Idee dahinter ist ein faires Konzept mit mehrstufigem Voting. Man soll, auch durch die jährlichen Themenschwerpunkte, neue Musik entdecken und überall reinhören“, erklärte Reiko Käske. Jeder Onlinenutzer hat zwei Stimmen, die vom 30. April bis 11. Mai abgegeben werden können. Die Band mit den meisten Stimmen kommt per Wild Card direkt zum Live-Finale am 25. Mai im Lindenpark. Gespielt wird vor Publikum und Jury, die gemeinsam drei Sieger küren, die alle Liveauftritte auf Potsdamer Bühnen und eine Gage gewinnen.

Als Jurymitglied hat sich „Subway to Sally“-Bassist angekündigt

Für das Mini-Rock-Festival im Lindenpark bestimmt eine Jury vier weitere Bands aus den Plätzen zwei bis zehn des Onlinevotings, die gegen die Wild-Card-Gewinner antreten. Jurymitglieder sind neben Vertretern der Wettbewerbsinitiatoren Musikexperten. 2018 hat sich Silvio Runge von der lokalen Rock-Größe „Subway to Sally“ angekündigt.

„Potsdam on Stage“ soll sich bestenfalls zu einer Plattform für die Potsdamer Musikszene entwickeln. Im Internet entsteht parallel dazu eine Art Archiv, bestehend aus den Teilnehmern der Vorjahre. Ihre Beiträge sollen online zu sehen und zu hören sein. „Wir nennen das ein Hörschaufenster, was wir gerade noch entwickeln. Es soll in der Bewerberphase freigeschaltet werden“, sagte Reiko Käske vom Lindenpark.

2016 fand der Wettbewerb zum ersten Mal statt. Musikalisches Kriterium für Teilnehmer war damals Singer/Songwriter, 2017 stand deutschsprachige Populärmusik im Mittelpunkt. „An Rockmusik haben wir ein breites Spektrum in der Stadt. Da gibt es viel allein im Stoner- und Metalbereich. Ich glaube, es ist die größte Sparte“, sagt Thomas Oestereich vom Lindenpark, der mit mehr Bewerbern rechnet. 2016 und 2017 wurden insgesamt über 90 Songs eingereicht.

Die Wettbewerb-Website
www.PotsdamOnStage.de wird am Freitag, 12. Januar 2018, um 12 Uhr mit allen Infos freigeschaltet.

Von Michaela Grimm

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