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Bauausschuss geht wegen Lelbach auf die Barrikaden

Projekt an der Alten Fahrt Bauausschuss geht wegen Lelbach auf die Barrikaden

Am Dienstag kündigte Stadtplanungschef Andreas Goetzmann an, dass der Berliner Investor Abris Lelbach doch weitaus größer bauen darf, als vom B-Plan vorgesehen. Die Stadtverordneten im Ausschuss waren empört. Schon in der Vergangenheit hatte es viel Kritik daran gegeben, dass der Berliner Investor durch das größere Bauvolumen möglicherweise den goldenen Schnitt macht.

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Investor Abris Lelbach auf dem Baugrundstück Brauerstraße 4-7.

Quelle: Christel Köster

Innenstadt. Die Stadtverwaltung will Investor Abris Lelbach jetzt doch um 450 Quadratmeter größer bauen lassen, als es eigentlich vom Bebauungsplan erlaubt ist. Lelbach soll voraussichtlich Ende April eine Befreiung vom B-Plan für sein geplantes Gebäude an der Brauerstraße 4-7 bekommen. Das erklärte Stadtplanungschef Andreas Goetzmann am Dienstag im Bauausschuss. Die Ankündigung sorgte für einen Proteststurm quer durch die Fraktionen. Wie berichtet, hatte sich die Stadtverordnetenversammlung einmütig gegen eine Befreiung ausgesprochen. Dementsprechend heftig fiel im Bauausschuss die Reaktion auf die Entscheidung der Verwaltung mit Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) an der Spitze aus. Die Fraktionen wollen am Montag weiter intern darüber beraten.

Alle sind sauer auf die Verwaltung

Saskia Hüneke (Bündnisgrüne) machte aus ihrer Enttäuschung über die Verwaltungsentscheidung keinen Hehl. Die 400 zusätzlichen Quadratmeter für den Lelbach-Bau würden eindeutig den Rahmen für eine Befreiung überschreiten, argumentierte sie.

Auch die Linken waren sauer. „Ich finde es erschreckend, wie die Verwaltung sich im Grenzbereich des Möglichen bewegt“, sagte Michél Berlin, der sich eine Entschuldigung von Seiten der Verwaltung wünschte. Er habe noch „kein Wort gehört wie ,Entschuldigung, hier haben wir alles eiskalt ausgereizt’“, sagte er wütend. Ähnlich enttäuscht zeigte sich auch sein Parteifreund, Ausschuss-Vorsitzender Ralf Jäkel.

Lars Eichert (CDU) äußerte ebenfalls scharfe Kritik. „Wenn die Verwaltung glaubt, sie muss eine Befreiung erteilen, weil sie sich zu weit aus dem Fenster gelehnt hat, dann muss man das eingestehen“, forderte er. Angeblich soll es bereits vor längerer Zeit von Seiten der Verwaltung die Ankündigung einer B-Plan-Befreiung an den Investor gegeben haben, auf die Lelbach sich nun beruft.

Babette Reimers (SPD) forderte Konsequenzen für die Zukunft: „Es ist notwendig, dass die Stadtverordneten informiert werden.“

Eines der Argumente, die Goetzmann zugunsten der Befreiung unter anderem vortrug, überzeugte die Bauausschuss-Mitglieder jedenfalls nicht: Er führte die archäologischen Grabungen auf dem Lelbach-Grundstück an. Diese sollen Auswirkungen auf die Bauplanungen haben – etwa bezüglich der Höhe des Gebäudes. „Mir erschließt sich nicht, was archäologische Grabungen mit der Höhe der Gebäude zu tun hat“, wandte Hüneke ein.

Wie berichtet, soll sich Lelbach zwar bereit erklärt haben, den gutachterlich ermittelten Mehrwert des Grundstückes, der durch zusätzlichen 450 Quadratmeter entsteht, durch eine Nachzahlung auszugleichen. Die verbleibende Wertdifferenz betrage 87 710 Euro, hieß es.

 

Von Ildiko Röd

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