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Potsdam „Bauernmob“ will ZDF-Gottesdienst stören
Lokales Potsdam „Bauernmob“ will ZDF-Gottesdienst stören
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09:46 23.08.2016
Standort des geplanten Turms.  Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

 Der Widerstand gegen den geplanten Wiederaufbau des Potsdamer Garnisonkirchturms dauert an. Unter dem Motto „Mal wieder Zeit für ’ne ordentliche Reformation“ wollen die Gegner des Bauvorhabens einen ZDF-Fernsehgottesdienst am 11. September am historischen Standort der Kirche für Proteste nutzen, wie die Bürgerinitiative „Potsdam ohne Garnisonkirche“ am Montag mitteilte.

 Die einstige preußische Militärkirche wurde 1945 bei einem alliierten Luftangriff zerstört und 1968 in der DDR abgerissen. In einem Schreiben rufen die Gegner „zur erneuten Reformation“ auf. Sie fordern die Teilnehmer des Gottesdienstes auf, „als Bauernmob in Arbeitskluft passend zu den Revolten während der Reformation“ zu erscheinen. „Zeigt der prunksüchtigen Kirchenleitung, wo eure Mistgabeln hängen“, heißt es weiter in dem Aufruf.

 In drei Thesen fordern die Garnisonkirchengegner „die Trennung von Kirche und Staat“, keine öffentlichen Gelder für den Wiederaufbau der Garnisonkirche zu verwenden und gegen die vermeintliche „Dekadenz der Kirchenelite“ zu protestieren.

 Der ZDF-Fernsehgottesdienst mit dem früheren Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Berliner Altbischof Wolfgang Huber sollte ursprünglich auf der Brache am historischen Standort der Potsdamer Garnisonkirche gefeiert werden. Nach aktuellen Informationen wurde die kirchliche Feier jedoch aus technischen und Sicherheitsgründen in das Gebäude der Industrie- und Handelskammer auf der gegenüberliegenden Straßenseite verlegt. Huber ist Vorsitzender des Kuratoriums der Garnisonkirchenstiftung.

Protest gegen Wiederaufbau der Garnisonkirche 2013

Im Frühjahr 213 demonstrierten Aktivisten in SA-Uniformen gegen den Wiederaufbau der Garnisonkirche. Ein Sturm der Entrüstung war die Folge.

Von MAZonline

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