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Potsdam Baugenehmigung für das neue Tierheim
Lokales Potsdam Baugenehmigung für das neue Tierheim
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20:15 21.07.2017
Der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung errichtet an der Michendorfer Chaussee ein neues Tierheim für die Landeshauptstadt. Quelle: Christel Köster
Potsdam

Der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung hat die Baugenehmigung für die Errichtung eines neuen Tierheims für die Landeshauptstadt. Am Freitag habe er die Unterlagen aus dem Rathaus abgeholt, sagte der Vereinsvorsitzende Günter Hein: „Endlich ist es so weit. Jetzt geht es los.“ Rathaussprecher Jan Brunzlow bestätigte die erteilte Baugenehmigung.

Der Tierschutzverein will das Tierheim auf dem sogenannten Sago-Gelände an der Michendorfer Chaussee errichten. Das zwei Hektar große Grundstück an der Abfahrt nach Wilhelmshorst mit seinen insgesamt fünf Baracken hatten die Tierschützer 2014/2015 von der Stadt erworben. Das frühere Potsdamer Tierheim in der Forststraße war Ende 2007 geschlossen worden.

Die Potsdamer Fund- und Verwahrtiere waren seither bei Partnern außerhalb der Stadt in Beelitz-Schönefeld, Zossen und Kremmen bei Oranienburg untergebracht und versorgt worden. Der Tierschutzverein selbst hatte 2009 eine Auffangstation für Kleintiere in Rehbrücke eröffnet, die aber im vergangenen Jahr mit Blick auf das neue Projekt geschlossen wurde.

Im Mai des vergangenen Jahres wurde der Bauantrag gestellt. Auf dem Grundstück waren vor der Baugenehmigung lediglich Sicherungs- und Erschließungsarbeiten möglich. Im Frühjahr bekam das künftige Tierheim über einen 200 Meter langen Schacht Anschlüsse für Wasser, Strom und Datenkabel.

Sie führen bis zum Haus 5 nahe dem Haupteingang, das nun als erstes ausgebaut werden soll. Hein zählt die anstehenden Arbeitsfelder auf: „Dach, Türen, Fenster, und, ganz wichtig, die Böden müssen gefliest werden.“ In diesem Haus und in den Außenanlagen, die zeitgleich errichtet werden, sollen unmittelbar nach der Fertigstellung die ersten Tiere einziehen. Hein hofft, das mit den vielen freiwilligen Helfern des Vereins und der Unterstützung professioneller Firmen noch in diesem Jahr zu schaffen. Die übrigen Gebäude sollen innerhalb der nächsten zehn Jahre nach und nach fertiggestellt werden.

Im Haus 5 stehen allein schon 30 Räume für die Unterbringung von Tieren zur Verfügung. Der Versammlungsraum, der früher als Speiseraum für die zeitweise auf dem Gelände untergebrachte Gehörlosenschule diente, soll auch künftig so genutzt werden. Schon vor Eröffnung des Tierheims hat sich dieser Saal mit einer Kapazität von 60 bis 70 Sitzplätzen als Ort der Begegnung erwiesen. Nach dem Ortsbeirat von Wilhelmshorst wolle dort demnächst auch die SPD-Ortsgruppe tagen, sagt der Vorsitzende.

Mit der Baugenehmigung könnte sich auch ein Ende der langen Verhandlungen um gut 130 000 Euro an Tierschutzspenden anbahnen, die bei der Stadt verwahrt sind und laut Stadtverordnetenbeschluss bis Ende 2017 für den Bau eines neuen Tierheims reserviert sind. Der Verein befinde sich bereits im Antragsverfahren für diese Mittel, sagte Hein, der das „mittlerweile sehr gute Verhältnis zwischen Stadt und Tierschutzverein“ lobte.

Von Volker Oelschläger

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