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Baum stürzt bei Sturm auf Dach

Unwetterschäden in Potsdam Baum stürzt bei Sturm auf Dach

Die Potsdamer Feuerwehr rückte während des Unwetters am Donnerstagnachmittag und in der Nacht zu Freitag zu 100 Einsätzen aus. Die Schäden seien größer als vor zehn Jahren beim Orkan Kyrill, sagt die Stadt. Verletzte gab es in der Landeshauptstadt nicht, aber im Umland.

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In Babelsberg versperrte ein umgestürzter Baum die Straße.

Quelle: Foto: Stähle

Potsdam. Verletzt wurde niemand, aber die Schäden, die das Unwetter am Donnerstagabend in Potsdam angerichtet hat, sind erheblich. „Die Auswirkungen auf das öffentliche Grün in der Stadt waren größer als beim Orkan Kyrill vor zehn Jahren“, teilt Stadtsprecher Jan Brunzlow mit.

In Babelsberg fiel ein Straßenbaum auf ein Haus und beschädigte das Dach. Die Ortsfeuerwehr Drewitz und die Potsdamer Berufsfeuerwehr entfernten den Baum, der die Straße blockierte.

Allein wegen umgestürzter Bäume oder abgeknickter Äste aufgrund von Blitzeinschlägen und Sturm musste die Feuerwehr 81 Mal ausrücken, so Brunzlow. Im Gegensatz zum Orkan im Januar 2007 seien die Bäume voller Blätter, was sie sehr viel anfälliger für Sturm mache. Insgesamt rückte die Wehr am Donnerstagnachmittag und in der Nacht zu Freitag 100 Mal wetterbedingt aus. Neben der Berufsfeuerwehr kamen auch die Freiwilligen Feuerwehren der Landeshauptstadt zum Einsatz. Beschädigt wurden wie berichtet unter Bäumen geparkte Autos, unter anderem in der Carl-von-Ossietzky-Straße und in der Straße Unter den Eichen.

In einigen Fällen war es aber auch falscher Alarm: Die Feuerwehr registrierte 13 Fehlauslösungen von Brandmeldeanlagen im Stadtgebiet. Durch die Regionalleitstelle Nordwest wurden zudem zusätzlich 170 Einsätze in den Landkreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Havelland disponiert. „Die Feuerwehr hat großartige Arbeit geleistet“, lobte Ordnungsdezernent Mike Schubert (SPD) gestern.

Umgestürzte Bäume in Parkanlagen

Auch die Schlösserstiftung hat nach dem stürmischen Abend eine erste Inventur in ihren Parks und Gartenanlagen gemacht. „Insgesamt sind die Schäden in den Parkanlagen geringer ausgefallen, als zu befürchten war“, sagt der Sprecher der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Frank Kallensee. Im Neuen Garten, im Babelsberger Park und im Park Charlottenburg seien jeweils zwei, im Park Sanssouci vier Bäume umgestürzt. Auf der Pfaueninsel wurde eine Baumkrone beschädigt. Hinzu kämen überall abgebrochene Äste und zum Teil starke Wegeausspülungen.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war in Potsdam Wind der Stärke zehn gemessen worden. Stärker von dem Unwetter betroffen waren laut Feuerwehr Teile Berlins sowie die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming. In Teltow wurde ein Mensch unter einem Bauzaun eingeklemmt und schwer verletzt.

Von Marion Kaufmann

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