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Hornbach in Marquardt verkauft

Bewegung in der Baumarktszene Hornbach in Marquardt verkauft

Die Baumarktszene in der Region ist in Bewegung. Jetzt ist die Hornbach-Filiale in Marquardt verkauft worden – an einen US-amerikanischen Immobilienfonds. Alles soll, so versichert Hornbach, für die Kunden so bleiben, wie es ist. In Teltow, Rehbrücke und Beelitz sortiert sich derweil die Szene neu.

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Hornbach-Mitarbeiter in marquardt.

Quelle: Christel Köster

Marquardt/Beelitz/Teltow. Die Baumarkt-Szene in der Region ist heftig in Bewegung. Einige Häuser müssen schließen, andere wechseln den Besitzer. Jetzt meldet die Immobilienzeitung, dass der Hornbach-Markt am Friedrichspark in Marquardt verkauft ist. In dem 1996 eröffneten Geschäft arbeiten 85 Menschen inklusive Lehrlingen. Erworben hat ihn der US-amerikanische Immobilienfonds Gramercy Property Europe. Der Potsdamer Markt ging zusammen mit drei weiteren Standorten – zwei in den Niederlanden und einer in Fredersdorf-Vogelsdorf bei Frankfurt (Oder) – im Paket an die Amerikaner. Die Transaktionskosten sollen für die vier Standorte bei 71,5 Millionen Euro liegen. Das ist nach Einschätzung von Immobilienexperten in der von Schließungen gezeichneten Branche der größte Deal seit langem.

Was heißt das für die Zukunft des hiesigen Hauses? Laut Firmenporträt investiert Gramercy in Häuser mit „starken, dauerhaften Mietern“. Im Schnitt laufen die Verträge der vier verkauften Filialen noch neun Jahre, schreibt die Immobilienzeitung. Um eine Notsituation habe es sich nicht gehandelt, sondern um einen „ganz normalen Verkauf“, zitiert das Fachblatt einen Berater, der den Verkauf für die Amerikaner mit abgewickelt hat. Bisher waren die vier veräußerten Märkte in israelischem Besitz, den Standort in Marquardt besaß Hornbach bis 2006, um ihn dann zu vom neuen Besitzer zurück zu mieten.

Hornbach-Sprecher Florian Preuß sagte, die Geschäftsführung der Baumarktkette erwarte, dass sich die Filiale in Marquardt weiter gut entwickle. „Es ändert sich überhaupt nichts vor Ort“, so seine Erwartung. Hornbach sei bei der Hälfte seiner 99 deutschen Standorte nur Mieter, ein Eigentümerwechsel sei „nichts Ungewöhnliches“. Der Kette gehe es sehr gut. Tatsächlich meldete Hornbach im Juni erneut wachsenden Umsatz und Gewinn.

Dabei ist die Branche ein Haifischbecken – gerade im Metropolenraum Berlin. Wegen der Insolvenzen von Praktiker und Max Bahr hegen Investoren insgesamt großes Misstrauen gegenüber Baumärkten in Deutschland.

Ein Blick über die Stadtgrenzen zeigt, wie hart der Markt umkämpft ist: Direkt in der Nachbarschaft von Potsdam – im Gewerbegebiet am Rehbrücker Bahnhof, auch ehemaliges Spezialbaugelände genannt – macht der Toom-Baumarkt dicht. Am 7. November ist Schluss – „aufgrund mangelnder wirtschaftlicher Perspektive“, sagte eine Sprecherin der Rewe Group, zu der Toom-Baumärkte gehören. Von der Schließung sind 27 Mitarbeiter betroffen.

Bereits Ende Oktober verlässt der Hagebaumarkt das Gewerbegebiet Beelitz-Süd. Laut Morris Tröbs von der Gewerbepark-Verwaltung wird es aber einen Nachfolger geben. Tröbs selbst will als Franchisenehmer einen Baumarkt in dem Gewerbegebiet betreiben – Marke: unbekannt. Dieser soll eine größere Verkaufsfläche bekommen und um ein Gartencenter ergänzt werden. Er soll auf dem Gelände im Bereich um die ausrangierte S-Bahn angesiedelt werden, weil dort mehr Platz für zusätzliche Verkaufsfläche ist. Tröbs sprach von einem erweiterten Sortiment, „das auf die Kunden hier in der Region zugeschnitten ist“. In die Halle des Hagebaumarktes zieht nach dessen Auszug laut Tröbs ein Logistik-Unternehmen, das bereits am Standort ist. Die Eröffnung des neues Baumarktes, „für den ein komplett neues Team zusammengestellt wird“, so Tröbs, ist im Frühjahr 2016 geplant.

Die Region Teltow, Stahnsdorf, Kleinmachnow hatte bis zum Jahr 2009 einmal drei Baumärkte. Max Bahr mit 7000 Quadratmetern Verkaufsfläche und Toom mit 8000 Quadratmetern – beide an der Teltower Oderstraße – sowie Obi mit 9000 Quadratmetern im Greenpark an der Ruhlsdorfer Straße in Stahnsdorf. Seit Ende Oktober residiert Toom aus Teltow jetzt am alten Obi-Standort in Stahnsdorf.

Den 2013 geschlossenen Max-Bahr-Baumarkt in der Teltower Oderstraße will die AL Immobilienverwertungs- und -verwaltungs GmbH zu einem SB-Möbelkaufhaus umbauen lassen. Die Stadt Teltow hat ihr Einvernehmen zum Bauantrag der Mömax-Gruppe erteilt. Der Bauantrag liegt derzeit beim Kreis und wird noch bearbeitet. Mömax hat den Wunsch, Ende 2016 den umgebauten Markt zu eröffnen.

Von Ulrich Wangemann

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