Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Baupanne alarmiert Potsdams Politiker

Flüchtlingsheim in einer Grube Baupanne alarmiert Potsdams Politiker

Der MAZ-Bericht über den Bau einer provisorischen Flüchtlingsunterkunft in einer Grube hat die Politik alarmiert. Stadtpolitiker fordern jetzt Konsequenzen und haben bereits Reaktionen angekündigt. Bei der Stadt will man von der Kritik an dem Flüchtlingsheim in der Grube nichts wissen.

Voriger Artikel
Nächtliche Verfolgungsjagd
Nächster Artikel
Bezaubernder Märchenfilm feiert Premiere

Ortsvorsteherin Carmen Klockow auf der Baustelle.

Quelle: Christel Köster

Neu Fahrland. Der MAZ-Bericht über die Errichtung eines Flüchtlingsheims in einer zwei Meter tiefen Grube hat die Kommunalpolitik alarmiert. Der Kreischef der Linken, Sascha Krämer, erklärte: „Ich erwarte von der Stadt, dass sie umgehend alle baulichen Maßnahmen ergreift, damit eine menschenwürdige Unterbringung von Menschen in Neu Fahrland gewährleistet wird.“ Weder Einwohner, noch Flüchtlinge dürften „im Regen stehen gelassen werden“.

Auch das abgesagte Richtfest der Leonardo-da-Vinci-Schule ist Thema

SPD-Fraktionschef Mike Schubert kündigte an, am Mittwoch eine Stellungnahme des Kommunalen Immobilienservices (Kis) nicht nur zu dieser Baustelle, sondern auch zum Neubau für die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule zu fordern. Dort sollte an diesem Montag Richtfest sein. Doch am Freitag wurde dieser Termin überraschend abgesagt, weil bei einer Betondecke statische Probleme festgestellt wurden.

Wer auf Toilette will, muss zunächst einen Erdhügel erklimmen

In Neu-Fahrland hatte Ortsvorsteherin Carmen Klockow (Bürgerbündnis) mit Verweis auf Regen- und Schmelzwasser in der Grube vor einem „Schildbürgerstreich“ gewarnt: „Die Menschen können ja nicht mit nassen Füßen in der Halle stehen.“ Sie kritisierte zudem, dass die Bewohner erst einen zwei Meter hohen Erdwall erklimmen müssten, um zu den Sanitäranlagen zu gelangen.

Stadt weist Kritik zurück – „alles ist gut vorbereitet“

Von der Stadt war am Freitag keine Stellungnahme zu bekommen. Doch am Sonntag wies Rathaussprecher Stefan Schulz die Kritik an der Baustelle zurück: Die Darstellung sei „leider nicht von Sachkenntnis geleitet und wird von uns entschieden zurück gewiesen“. Dass die Hallen in der Grube stehen, ließ er unwidersprochen. Doch sie würden „im Randbereich noch um 10 bis 20 Zentimeter angefüllt“. Damit, so der Sprecher, „fließt das Wasser an der Halle vorbei“.

Der Boden liege 20 bis 25 Zentimeter „über Gelände“. Außerdem sei „der Randbereich mit einer Abdichtung versehen“, „unter dem Boden liegt eine Folie“. Im Bereich der Regenfallrohre werde „nach Erfordernis eine Sickerpackung eingebaut, so dass nicht passieren sollte“. Auch den Erdwall hat das Rathaus im Blick. Dort werde „eine Treppe gebaut“. Schulz’ Fazit: „Alles ist vorbereitet, damit hier Flüchtlinge gut unterkommen.“

Die Treppe hinauf zu den Toiletten ist für SPD-Fraktionschef Schubert der nächste Kritikpunkt. Schließlich handle es sich um einen Bau im Sozialbereich, der eigentlich barrierefrei sein müsse. Er habe den Eindruck, „hier geht Schnelligkeit vor Sorgfalt“.

Von Volker Oelschläger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg