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Baustellenstadt Potsdam

Zeppelinstraße einspurig, weitere Baustellen ab Montag Baustellenstadt Potsdam

Die Ferien haben eben erst begonnen, doch die Autofahrer in Potsdam-West haben bereits am Freitag einen ersten Vorgeschmack auf die geplante Verkehrsberuhigung in der Zeppelinstraße bekommen: Staus in beide Richtungen. Und ab Montag wird Potsdam erst recht zur Baustellenstadt. Auch auf den Bus auszuweichen, ist nicht unbedingt die besten Wahl.

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Die Zeppelinstraße war gestern wieder völlig zu.

Quelle: Peter Degener

Potsdam-West. Es ist der kleine Vorgeschmack auf die geplante Verkehrsberuhigung der Zeppelinstraße. In beiden Richtungen staute es sich seit Freitag trotz der angebrochenen Sommerferien bereits zur Mittagszeit auf der Bundesstraße 1. Der Grund: Wegen einer Baustelle steht den Autofahrern im Abschnitt zwischen der Kastanienallee und der Straße Auf dem Kiewitt nur noch eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung. Bis zum 28. August wird im Auftrag der Potsdamer Verkehrsbetriebe die Fahrbahndecke im Bereich der Straßenbahngleise saniert.

Weitere Baustellen in der Stadt

Neue Bauarbeiten: Ab Montag, 20. Juli, ist die B 273 in Höhe Sacrow-Paretzer-Kanal/Abzweig nach Marquardt gesperrt, die Heinrich-Mann-Allee in Höhe Staatskanzlei wird ab Mittwoch wegen Gleisbauarbeiten voll gesperrt. Die Jägerallee ist ab Montag zwischen Voltaireweg und Hegelallee nur in Richtung Innenstadt befahrbar, ebenso wird der Lutherplatz in Babelsberg ab Dienstag halbseitig gesperrt.

Umleitungen: Der Verkehr von der B 273 wird über Fahrland (L 92) und die B2/Nedlitzer Straße umgeleitet. In der Heinrich-Mann-Allee wird der Auto- und Radverkehr stadteinwärts über die Friedhofsgasse und die Friedrich-Engels-Straße umgeleitet. Stadtauswärts kann der Verkehr einspurig über die „kleine“ Heinrich-Mann-Allee geführt werden. Eine weitere halbseitige Sperrung wird ab Dienstag, 21. Juli, am Lutherplatz eingerichtet. Grund dafür sind Tiefbauarbeiten an Versorgungsleitungen. Der Verkehr in Richtung Friedrich-Engels-Straße wird einspurig an der Baustelle vorbeigeführt, der Verkehr in Richtung Großbeerenstraße wird über Daimlerstraße und Rudolf-Breitscheid-Straße umgeleitet. Für die Arbeiten in der Jägerallee gilt stadtauswärts die Umleitung über Schopenhauerstraße und Voltaireweg.

Sackgasse: Auch die Friedrich-Engels-Straße ist aufgrund von Tiefbauarbeiten noch bis Montag zwischen dem Verlagshaus der MAZ und der Nuthestraße komplett gesperrt.

Das einen Kilometer lange Nadelöhr kostete die Autofahrer bereits zur Mittagszeit rund zehn Minuten mehr Fahrtzeit als üblich. Auch das Linksabbiegen ist in beiden Richtungen verboten. Vor Ort zeigt sich jedoch, dass diese Einschränkung regelmäßig von den Autofahrern ignoriert wird.

Auch Busse und Trams stecken im Stau

Im Gegensatz zur Idee des Potsdamer Baubeigeordneten Matthias Klipp, die eine eigene Spur für den öffentlichen Verkehr bis Geltow vorsieht, stecken Bus- und Tramfahrer jetzt mittendrin im Baustellenstau. „Laut unserer Verkehrsplanung merkt man kaum etwas“, sagt dagegen Ulrike Rehberg, Sprecherin der Beelitzer Verkehrs- und Servicegesellschaft noch am frühen Nachmittag. Die Buslinie 631 von Werder zum Potsdamer Hauptbahnhof habe bislang „nur zwei bis vier Minuten Verspätung, also fast gar nichts.“ Doch von minimalen Verspätungen kann bereits wenig später keine Rede mehr sein. Mit mindestens sieben Minuten Verzögerung kamen Busfahrer aus Werder am Hauptbahnhof an. „Wenn der Feierabendverkehr richtig losgeht, werden das schnell über 20 Minuten sein“, sagt einer der Fahrer der Linie 631.

Staus und Behinderungen vor allem am Wochenende

Der öffentliche Personennahverkehr hat nur einen Vorteil gegenüber dem Individualverkehr: Stadteinwärts müssen sich Tram- und Busreisende nicht ganz so lang wie die Autofahrer voranquälen. Ab der Haltestelle Schafgraben teilen sich Bus und Tram das Gleisbett. Zumindest in diese Richtung können sie dann bis ins Stadtzentrum rechts der Autoschlangen ihrem Fahrplan nachjagen.

Ulrike Rehberg rechnet trotz allem auch am Wochenende nicht mit größeren Problemen. Anfang kommender Woche müsse man die Entwicklung genauer betrachten. Veränderungen im Fahrplan, Bustakt oder gar der Strecke sind aber nicht vorgesehen. „Wenn es um Anschlussverbindungen geht, muss man als Fahrgast eventuell auf einen früheren Bus ausweichen“, sagt Rehberg.

Von Peter Degener

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