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Bauzaun auf Schienen gelegt – Tram entgleist

Potsdam Bauzaun auf Schienen gelegt – Tram entgleist

Die Grenze zum fröhlichen Leichtsinn ist hier eindeutig überschritten: Unbekannte haben offenbar in der Nacht zum Mittwoch ein Baustellengitter auf Straßenbahnschienen gelegt und damit Leben und Gesundheit von Fahrgästen riskiert. Die Tram entgleiste.

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Quelle: MAZ

Zentrum Ost. Sekunden des Schreckens: Um 4.44 Uhr entgleiste in der Nacht zum Mittwoch eine Straßenbahn der Linie 99 im Humboldtring. Hintergrund ist offenbar ein geplanter Anschlag. Die Bahn war in Richtung Babelsberg unterwegs, als sie auf einen auf den Schienen liegenden Bauzaun fuhr. Trotz sofortiger Gefahrenbremsung konnte der Tramfahrer den Zusammenstoß nicht verhindern. Der Zaun wurde etwa 40 Meter von der Straßenbahn mitgeschleift, verhakte sich an der Haltestelle Alt Nowawes am Geländer und brachte die Bahn so zum Entgleisen.

Glücklicherweise keine Verletzten

Zu dem Zeitpunkt befanden sich nur der Fahrer und ein Fahrgast an Bord, beiden ist offenbar nichts passiert. Der Passagier hatte bei Eintreffen der Polizei den Unfallort bereits verlassen. Der Bauzaun stammt ursprünglich von einer Baustelle auf dem Fußweg im Humboldtring. Die Kripo will klären, wie er auf die Gleise kam und ermittelt zum Verdacht des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Die letzte Bahn hatte die Strecke am Vorabend gegen 23.19 Uhr befahren. Die verunfallte Straßenbahn war die erste Bahn am Morgen.

Ähnliche Attacke erst vor einem Jahr

Vor einem Jahr hatte es einen ähnlichen Fall gegeben, der böse hätte enden können. Gerade noch rechtzeitig erkannte ein Tramfahrer ein vier Meter langes Stahlrohr, das in den Straßenbahnschienen auf der Brücke über die Nuthestraße verkeilt worden war. Der Verkehrsbetrieb sprach von vorsätzlicher Gefährdung des Lebens von Fahrgästen und anderen Verkehrsteilnehmern. Niemand könne sagen, was mit einer Straßenbahn in voller Fahrt passiert, wenn diese auf ein massives, 15 Kilogramm schweres Eisenrohr prallt. Bislang hat die Polizei keinen Ermittlungserfolg zu diesem Fall vom August 2015 vermeldet.

Für gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr sieht das Strafgesetzbuch eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren vor.

Hinweise zum aktuellen Fall nimmt die Polizeiinspektion Potsdam unter der Telefonnummer 0331-5508-1224 entgegen.

Von MAZonline

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