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Begegnungsprojekt im Wald bei Potsdam

Kunstaktion „Pleasure Ground“ Begegnungsprojekt im Wald bei Potsdam

Künstler der Ateliergemeinschaft Neue Panzerhalle Groß Glienicke am Rande von Potsdam gestalten gemeinsam mit Flüchtlingen eine Parkanlage zum Ort für Kunst und Begegnung um. Am Sonntag wurde der „Pleasureground“ eröffnet. Künstler und Flüchtlinge sind gute Nachbarn in den Räumen der alten Waldschule.

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Malerin Vera Oxfort (M.) mit den Flüchtlingen Fotoum Tratai (l.) und Huda Aldebs (r.).

Quelle: Christel Köster

Potsdam/Gross Glienicke. Künstler der Ateliergemeinschaft Neue Panzerhalle und Bewohner der benachbarten Flüchtlingsunterkunft gestalten den weitläufigen Garten der gemeinsam genutzten Waldschule an der Seeburger Chaussee in Groß Glienicke. Am Sonntag wurden erste Ergebnisse des Kunst- und Bildungsprojekts „Aktion Pleasure Ground“ vorgestellt.

Das Projekt bezieht sich passend zum Lenné-Jahr 2016 auf das Konzept des „Pleasuregrounds“ (Vergnügungspark), einer Mischform zwischen Garten und Park, die als Erweiterung des Wohnraums ins Freie gedacht war. Bekannte Beispiele in Potsdam und der nahen Umgebung sind das Schloss Babelsberg und Schloss Glienicke.

Mit dem Groß-Glienicker Projekt wird das Konzept auf die Bedürfnisse einer Gegenwart übertragen, zu deren Herausforderungen die Integration von Flüchtlingen zählt. In den Räumen der ehemaligen Waldschule leben seit dem Sommer 2015 rund 100 Immigranten.

Der zum „Pleasureground“ umgestaltete Garten soll zu einem Refugium für Flüchtlinge, Künstler und Besucher werden. Entsprechend den aufwendig gestalteten Elementen des historischen Vorbildes soll der Garten des Atelierhauses als Ausstellungsraum im Freien aber auch künstlerisch gestaltet werden. Geplant sind Pavillons, gartenkünstlerische Beete, Installationen und gemeinsame Aktionen von Künstlern und Flüchtlingen.

Die Künstler des Neuen Atelierhauses Panzerhalle haben bereits umfangreiche Erfahrungen mit Projekten im öffentlichen Raum und in der Zusammenarbeit mit Flüchtlingen. Mit Gemeinschaftsaktionen wie „Das gute Leben“ (2015) und „Faszination Fassade“ (2014) setzten sie in der Debatte zu Potsdams Stadtmitte Akzente.

Kulturzentrum im Wald

Die ehemalige Waldschule an der Seeburger Chaussee entwickelte sich zu einem der wichtigsten Kulturzentren der Landeshauptstadt, das allerdings kaum Außenwirkung hat.

Namhaft ist die Ateliergemeinschaft Neue Panzerhalle mit ihren rund 25 Mitgliedern. Daneben etablierte sich mit dem Atelierhaus Waldsiedlung eine zweite Künstlergemeinschaft.

Weitere Nutzer sind das Stadtarchiv, das Potsdam-Museum, das Naturkundemuseum und die Stadt- und Landesbibliothek, die Räume der alten Waldschule unter anderem als Magazin, Archiv und Depot nutzen.

Im Sommer 2015 wurde ein Teil der Waldschule zur Unterkunft für Flüchtlinge. Mit dem „Pleasure Ground“ entsteht auf dem Gelände erstmals ein öffentlicher Platz für Kunst und Begegnung.

Von Volker Oelschläger

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