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Potsdam Unterwegs im Krisengebiet
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00:33 13.06.2015
Das Grundstück der Villa Henckel endet etwa an der linken Bildkante. Der Wasserlauf mit Grotte und Bach ist fertig bis dorthin. Quelle: Foto: Privat
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Nauener Vorstadt

Für viele war es das erste Mal, das erste Mal im „Urwald“ auf dem Pfingstberg. Zwei Dutzend Stadtverordnete, die aktiv sind in der Debatte um öffentliche und private Anteile des Parks der Villa Henckel, konnten sich am Mittwoch selbst ein Bild von dem Gelände machen und vom Kompromissvorschlag zur Vergrößerung des privaten Parkanteiles für Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner, dem auf dem Berg die Villa Henckel und 17 Prozent des 8,5 Hektar großen Parks gehören.

Der Kompromissplan, den die Denkmalpflege und Döpfner wollen: Die eng und gerade schraffierte Fläche ist das, was Döpfner laut Bebauungsplan eigentlich noch kaufen könnte, das wellig Schraffierte ist das, was ihm der Kompromiss darüber hinaus zusprechen würde. Quelle: Kuba + Sgard

Nach dem Willen der Denkmalpflege soll er aber 25 Prozent des Parkes nutzen dürfen dafür, dass er den ganzen Park saniert und 40 Jahre pflegt. Auch die Villa Schlieffen an der Großen Weinmeisterstraße will Döpfner sanieren als öffentliches Haus für seine Kunstsammlung. Eine Mehrheit der Stadtverordneten lehnt bisher die zur Vergrößerung des Döpfner-Parkes nötige Änderung des Bebauungsplanes ab.

Mit dem umstrittenen Kompromissplan in der Hand liefen die Stadtverordneten und Vertreter der Anwohnerinitiative „Offener Pfingstberg“ die noch immer schwer begehbaren Wege durch den Wald ab, in dem beim letzten großen Sturm zwei stürzende Bäume beinahe mehrere Arbeiter erschlagen hätten, wie Landschaftsplaner Thomas Guba berichtet.

Der öffentliche Teil des Parkes ist wegen der Gefahren durch Baumbruch aus Sicherheitsgründen gesperrt. Quelle: Schüler

Die schlimmsten Gefahrenstellen sind inzwischen entschärft und der Wasserfall mit Grotte, Brücke und Treppen saniert worden. Anders als im Bebauungsplan der Stadt dargestellt, liegt der größte Teil der Bach- und Teichlandschaft jetzt schon auf Döpfners Gelände, das aber direkt neben dem originalgetreu sanierten Kiesweg endet, der die Villa Henckel so umfasst, wie die Pläne Gustav Meyers von 1880 es zeigen. Die Grundstücksgrenze zerschneidet den Wasserlauf und diverse, noch nicht wiederhergestellte Parkwege und sollte verschoben werden. Werde diese Grenze strikt eingehalten, würden künftige Parkbesucher dauernd in Sackgassen und an Zäunen enden, mahnte Kuba. Auch Döpfner selbst könnte dann von seinem Weg aus durch den Zaun den Besuchern des öffentlichen Parks die Hand reichen.

Ein Begehungsteilnehmer fand, man müsse Döpfner wohl doch etwas mehr Abstand einräumen. Doch Linken-Chef Sascha Krämer als vehementer Gegner machte klar, dass seine Partei jede Vergrößerung des Döpfnerteils ablehnt. „Letztlich wollen die meisten das auch“, fasst Wolfhard Kirsch vom Bürgerbündnis seinen Eindruck vom Ortstermin zusammen: „Der Vorschlag könnte noch so genial sein, sie würden ihn trotzdem ablehnen.“

Von Rainer Schüler

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