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Behinderte Schüler: Kein Fahrdienst zum Hort

Potsdam Behinderte Schüler: Kein Fahrdienst zum Hort

Viele behinderte Kinder wollen nachmittags den Hort besuchen. Für Potsdamer Eltern bereitet das mitunter Probleme: Wer übernimmt den Transport, wenn die Nachmittagsbetreuung nicht direkt in der Schule angeboten wird? Die Grünen wollen diese rechtliche Lücke schließen.

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Nicht in der Satzung geregelt: Wer bringt das Kind zum Hort?

Quelle: Foto: dpa

Potsdam. Mehr als ein Jahr haben Brandenburger Eltern dafür gekämpft, dass ihre behinderten Kinder kostenlos den Schulhort besuchen können. Seit zwei Jahren ist dieses Hortdilemma landesweit beigelegt, doch in der Landeshauptstadt gibt es ein anderes Problem: Wie kommen Schüler mit Handicap zum Hort, wenn dieser nicht direkt neben der Schule liegt?

Lücke in der Beförderungssatzung

„Der Behindertenfahrdienst übernimmt bislang nur den Transport zwischen Wohnung und Schule“, erklärt Inge Naundorf von den Potsdamer Grünen. Viele Kinder nutzten aber die Nachmittagsbetreuung. Ohne Hilfe der Eltern kommen gerade Kinder mit Handicap derzeit meist nicht dorthin, erklärt Naundorf, deren Fraktion deshalb einen Antrag auf Änderung der Schülerbeförderungssatzung gestellt hat, über den am Mittwoch die Stadtverordnetenversammlung entschiedet. Einige betroffene Eltern seien mit dem Problem an sie herangetreten, erläutert die Stadtverordnete der Grünen.

Gerade bei Kindern mit Handicap liege der Hort nicht automatisch neben der Schule. In Zeiten der vom Land propagierten Inklusion, dem gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Förderbedarf, besuchen zahlreiche behinderte Kinder Regel- statt Förderschulen. Der zugehörige Hort ist aber nicht zwangsläufig auf Kinder mit Behinderung eingestellt. Um einen solchen zu erreichen, müssen die Kinder gefahren werden. „Für Eltern während ihrer Arbeitszeit oft schwer zu organisieren“, sagt Naundorf, selbst Mutter von vier Kindern.

In den Ferien gibt es keinen Fahrdienst

Weiteres Problem, das im Grünen-Antrag noch gar nicht thematisiert wird: Was passiert in den Ferien? Weil die Satzung der Stadt nur den Transport zwischen Wohnung und Schule regelt, können Eltern in der schulfreien Zeit keinen Fahrdienst nutzen: Berufstätige Eltern müssen ihre behinderten Kinder bislang selbst zur Ferienbetreuung in den Hort fahren.

Von Marion Kaufmann

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