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Bei der Gefahrenabwehr „solide aufgestellt“

Potsdam Bei der Gefahrenabwehr „solide aufgestellt“

Obwohl die wachsende und nachverdichtete Stadt ein paar Herausforderungen bereit hält, sehen sich Potsdams oberste Brand- und Katastrophenschützer auf der sicheren Seite. Der neue Gefahrenabwehrplan, der für fünf Jahre gilt, sieht nur Nachjustierungen bei Personal und Gerät vor, keine kompletten Neuaufstellungen. So kommen zehn Kollegen und ein Rettungsfahrzeug hinzu.

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Dezernent Mike Schubert (SPD, l.) und Potsdams oberster Feuerwehrmann, Wolfgang Hülsebeck blicken optimistisch in die Zukunft.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Feuerwehr und Rettungsdienst sind in Potsdam gut aufgestellt, weshalb der Gefahrenabwehrplan für die kommenden fünf Jahre nur leichter Nachjustierungen bedarf. Das ist das Fazit einer Pressekonferenz mit dem Ordnungsdezernenten Mike Schubert (SPD) und Potsdams Feuerwehrchef Wolfgang Hülsebeck. Zu den sogenannten Gefährdungspotenzialen in Potsdam gehören insbesondere die Kulturgüter, unterstrich Schubert, nicht nur die Schlösser und Parks, sondern auch Gebäude wie das Stadtschloss und das neue Museum Barberini.

Wolfgang Hülsebeck nannte als künftige Herausforderung auch die zunehmende Verdichtung in der wachsenden Stadt. Dadurch schrumpften die Aufstellflächen für die Wehr und die Zahl der Notausgänge. Um die Ankunftszeiten einzuhalten, werden nicht nur die Mitarbeiter in der Wache von 170 im Jahr 2017 um zehn aufgestockt, fünf weitere sind für den Rettungsdienst vorgesehen, der zu dem ein achtes Rettungsfahrzeug erhält. So soll es dabei bleiben, dass 96 Prozent der gemeldeten Notfälle binnen 15 Minuten erreicht werden. Das Land schreibt eine Quote von 95 Prozent vor. Das alles ist Inhalt des Gefahrenabwehrplans für die Jahre 2017 bis 2021. Er wird auf der nächsten Stadtverordnetenversammlung verabschiedet. Das ist ein Novum: Bisher nahmen die Stadtverordneten den Plan nur zur Kenntnis, doch der neue Beigeordnete Schubert möchte, dass abgestimmt wird, auch, um die Bedeutung der Gefahrenabwehr zu unterstreichen und den Kommunalpolitikern ins Gedächtnis zu rufen. „Wann immer wir über Schulen oder Kultur streiten, übersehen wir oft, dass Sicherheit die Grundlage von allem ist“, sagte Schubert, der vor seinem Wechsel an die Spitze der Stadtverwaltung im Innenministerium Referatsleiter für Brandschutz war.

In Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Ortswehren sei die Wehr ebenfalls schnell vor Ort, so Hülsebeck. Sie treffen oft vor ihren hauptberuflichen Kollegen ein und könnten so das Ärgste schon verhindern. Einige der Standorte sollen zu Stützpunktwehren ausgebaut werden – darunter Bornstedt, Fahrland und Groß Glienicke. Zu den Herausforderungen zählt die Gewinnung neuen Personals, sagten Schubert und Hülsebeck. Berlin etwa zahle besser und ziehe viele gute Kräfte ab. Auch fehlten Ausbildungskapazitäten in Eisenhüttenstadt. Die jüngst in der MAZ berichteten Mobbingvorwürfe und eine Abwanderung nach Brandenburg/Havel blieben unkommentiert.

Von Jan Bosschaart

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