Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Belohnung ausgesetzt
Lokales Potsdam Belohnung ausgesetzt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:06 23.10.2013
Am 23. Dezember 2011 wurde in Potsdam-West, zwischen Garagen und Bahndamm  ein totes Baby gefunden. Quelle: Bernd Gartenschläger
Anzeige
Potsdam

Wie der Frau zumute ist, nach der sie seit beinahe einem Jahr suchen, das mögen sich die zehn Beamten der Mordkommission gar nicht vorstellen. Das Kind, das die Unbekannte geboren hat und das einen Tag vor Heiligabend tot in ein Handtuch gewickelt am Bahndamm in der Kantstraße gefunden wurde, würde nun bald seinen ersten Geburtstag feiern.

„Allein dieser Gedanke ist für die Mutter emotional sicher sehr aufwühlend“, sagt Polizeisprecher Heiko Schmidt. Ganz zu schweigen von dem großen Aufsehen, das der Fall noch immer regelmäßig in den Medien verursacht. So hatte sich die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ im Sommer mit dem Fall beschäftigt und erneut eine Welle an Hinweisen ausgelöst. Die Polizisten haben inzwischen alle ausgewertet, so Schmidt. Der entscheidende Durchbruch sei jedoch nicht zu vermelden.

„Wir ermitteln auch weiterhin intensiv, um das Tötungsdelikt aufzuklären“, sagte Schmidt jetzt der MAZ. „In diesem Zusammenhang suchen wir natürlich auch nach der Mutter des getöteten Säuglings und versprechen uns von ihr Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen können. Dabei gehen wir jedoch nicht zwingend davon aus, dass die Mutter auch die Täterin sein muss.“ Die Babyleiche war am 23. Dezember 2011 in einem Garagenkomplex in Potsdam-West gefunden worden. Die Obduktion ergab, dass das Mädchen in der Nacht zum 23. Dezember geboren worden und lebensfähig war. Der Leichnam wies Spuren von Gewalt auf, die zum Tod geführt haben könnten.

Bei der Suche nach der Mutter könnte auch deren genetischer Fingerabdruck entscheidend sein – es war gelungen, ihre DNA-Spuren zu sichern. Um ihre Identität festzustellen, wurden bereits zahlreiche Frauen zum DNA-Test gebeten. Diese Untersuchungen laufen auch weiterhin, so Schmidt. „Wir bekommen immer wieder Hinweise, wer die Gesuchte sein könnte.“ Kommt die Frau als Mutter in Frage, erfolge die Speichelprobe auf freiwilliger Basis.

„Die auf diesem Wege ermittelten gentechnischen Daten werden einzig und allein für dieses Ermittlungsverfahren verwendet und nicht gespeichert“, betont Schmidt. Er schließt auch einen Massengentest nicht aus. Auf dieses Mittel greife man aber erst zurück, wenn es gar nicht anders geht und man keine anderen Anhaltspunkte mehr hat. „Wir denken im Moment aber noch nicht einmal darüber nach“, sagt Schmidt. So eine Reihenuntersuchung sei „ein riesiger Eingriff, der eine große Unruhe verursacht“.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat für Hinweise die zur Aufklärung der Straftat führen, eine Belohnung in Höhe von insgesamt 10 000 Euro ausgesetzt. Die Kriminalpolizei bittet nach wie vor um Mithilfe. Hinweise können unter Tel. 07 00/33 33 03 31 ans Bürgertelefon gerichtet werden, an die Internetwache unter www.internetwache.brandenburg.de oder an jede andere Polizeidienststelle.

Von Nadine Fabian

Potsdam Land verweigert Annahme von Glocken - Verschmähte Spende in Potsdam

Erik von Grawert-May ist von seiner Idee begeistert. Mit eindringlichem Blick und ausufernden Gesten erklärt er, warum er dem Land Brandenburg zwei Glocken fürs Fortunaportal am Stadtschloss spenden will. „Mich treibt die Liebe zur Schönheit“, sagt er und reißt seine Augen auf. Grawert-May hat eine begeisternde Art zu reden. Doch das Land hat sich davon nicht anstecken lassen. Es lehnt das Geschenk ab.

26.10.2016
Potsdam Horst Goltz sammelt Flugblätter der Alliierten - Frontlinien und Pin-Up-Kurven

Horst Goltz hat ungewöhnliche Sammelleidenschaft. Der heute 83-Jährige sammelte Flugblätter der Alliierten und begann damit im Zweiten Weltkrieg, als der Besitz von "Feindpropaganda" lebensgefährlich war.

14.04.2015
Potsdam 250-Kilo-Bombe in Potsdam im Wohngebiet "Am Stern" entschärft - Mike Schwitzke lässt Potsdamer aufatmen

Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Freitag in Potsdam nach anfänglichen Verzögerungen erfolgreich entschärft worden. Rund 10 500 Menschen mussten deshalb im Stadtteil Am Stern ihr Zuhause verlassen.

14.06.2013
Anzeige