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Beschluss für neues Potsdamer Tierheim

Tierschutzverein will bauen Beschluss für neues Potsdamer Tierheim

Knapp acht Jahre nach der Schließung des Potsdamer Tierheims in der Forststraße könnte der Weg für einen Tierheimneubau gebahnt sein. Die Mitglieder des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung bestätigten am Sonnabend den Vertrag zum Erwerb eines Grundstücks an der Michendorfer Chaussee.

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TSV-Chef Niklas Wanke im Frühjahr mit Schülern aus Wilhelmshorst auf dem Sago-Gelände.

Quelle: Tierschutzverein/Günter Hein

Potsdam. Die Mitglieder des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung (TSV) haben die geplante Errichtung eines neuen Tierheims für die Landeshauptstadt bestätigt. Nach Mitteilung von TSV-Sprecher fiel das Votum auf der Jahreshauptversammlung am Sonnabend ohne Gegenstimme und bei einer Enthaltung „deutlich“ aus. Im Kern ging es um eine Zustimmung der Mitglieder zum Abschluss eines Kaufvertrages zwischen Stadt und Verein für ein Grundstück auf dem sogenannten Sago-Gelände an der Michendorfer Chaussee. Als nächster Schritt steht laut Hein die notarielle Beurkundung des Kaufvertrages an.

Der ursprüngliche Vertrag vom 4. November 2014 musste neu verhandelt werden, da die Kommunalaufsicht zu Beginn dieses Jahres ihre Genehmigung dazu verweigert hatte. Die aktuelle Fassung sei nicht mehr genehmigungspflichtig, weil der TSV den vollen Kaufpreis für das Grundstück in Höhe von 241000 Euro zu bezahlen bereit ist. Dafür sei die Stadt dem Verein bei mehreren Forderungen entgegen gekommen. Die Kommunalaufsicht hatte bemängelt, dass der ursprüngliche Kaufpreis in Höhe von 121 000 Euro nicht dem Verkehrswert entsprach und deutlich unterhalb von dem im Ausschreibungsverfahren bei der Stadt eingegangenen Höchstgebot von 205 000 Euro lag. Im Zusammenhang mit dem ursprünglichen Kaufpreis sollte für das Grundstück eine unbefristete Nutzungsbindung als Tierbetreuungseinrichtung gelten. Nunmehr soll die Nutzungsbindung auf 15 Jahre befristet werden. Rücktrittsrechte werden dem Käufer unter anderem eingeräumt für den Fall von Altlasten, Bodenverunreinigungen und Munitionsfunden, die den Käufer „bei der Erfüllung seines Vertrages unzumutbar beeinträchtigen“.

Die Vereinsmitglieder zeigten sich laut Hein „erleichtert darüber, dass es endlich Klarheit über ein künftiges Tierheim für die Landeshauptstadt und ihrer Umgebung gibt“. Sie seien zuversichtlich, dass sich für die Errichtung der Tierbetreuungseinrichtung viele Helfer und Spender finden werden. Der Kaufpreis muss der Stadt innerhalb von sechs Monaten nach der Beurkundung des Vertrages überwiesen werden. Hein kündigte dafür in Kürze eine Spendenkampagne an. Er äußerte zugleich die Hoffnung, dass die Stadt nunmehr die rund 135 000 Euro freigibt, die von Potsdamern bereits gespendet wurden.

Die Stadt ist seit 2008 ohne eigenes Tierheim. Aktuell werden Potsdams Fund- und Verwahrtiere in Zossen versorgt. An der Ausschreibung für die nächsten zwei Jahre ist der TSV laut Hein nicht beteiligt. Zunächst wolle der Verein alle Kapazitäten auf die Herrichtung des neuen Standorts konzentrieren. Bei der Neuwahl des Vorstandes erhielt Niklas Wanke ohne Gegenstimme erneut das Vertrauen, so Hein. Der Verein habe rund 550 Mitglieder.

Von Volker Oelschläger

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