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Besetzung der Fachhochschule soll Abriss verhindern

Potsdam Besetzung der Fachhochschule soll Abriss verhindern

Die Fachhochschule am Alten Markt soll abgerissen werden. Doch viele Potsdamer sind für den Erhalt des DDR-Gebäudes. Nun machen sie mobil – und rufen zur Besetzung der FH auf. Die Gruppe beruft sich auf das Mittel der „Direkten Aktion“. Dabei gehe es „nicht um Legalität, sondern um Legitimität“.

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Der Abriss der Fachhochschule ist beschlossene Sache.

Quelle: dpa

Innenstadt. Fans der Fachhochschule am Alten Markt machen mobil: Unterstützer des Erhalts des DDR-Gebäudes haben im Internet zur Besetzung der FH aufgerufen – als letztes Mittel, um den geplanten Abriss doch zu verhindern. „Der mit einer Besetzung geöffnete Raum kann dabei auch die Freiheit bieten, Wünsche für die Stadt zu entwickeln“, heißt es in dem Blog einer Gruppe mit dem Namen „bittestehenlassen“. Ihr Appell: „Menschen in Potsdam können sich zusammenschließen, um die Vernichtung einer Ressource zu verhindern und deren Nutzung selbst zu organisieren.“

Die Gruppe beruft sich auf das Mittel der „Direkten Aktion“. Dabei gehe es „nicht um Legalität, sondern um Legitimität“. Im Falle der FH sei die Direkte Aktion legitim, denn: „Der deutlich vorhandene Wille, das Gebäude zu erhalten und weiter zu nutzen, der im Bürger*innenbegehren mit fast 15.000 Unterschriften seinen Ausdruck gefunden hat, wurde ignoriert.“ Wer die Initiatoren der Gruppe sind, ist unklar.

Initiative spricht von „inhaltlicher Besetzung“

André Tomczak, Sprecher der Initiative „Potsdamer Mitte neu denken“, solidarisierte sich am Freitag zwar mit dem Anliegen des FH-Erhalts. Allerdings gehe es „Mitte neu denken“ um eine inhaltliche Besetzung. „Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, das FH-Gebäude als Ort der Möglichkeiten sichtbar zu machen.“ Die Initiative hatte das Bürgerbegehren gegen den Abriss von DDR-Bauten in der Mitte initiiert. Im März urteilte das Verwaltungsgericht, dass das Begehren rechtlich unzulässig sei. Auf einen Antrag auf Berufung habe die Initiative verzichtet, so Tomczak: „Es sind zu viele Punkte gegen uns aufgemacht worden – jeder einzelne müsste zweifelsfrei widerlegt werden. Dafür fehlen uns fachliche, zeitliche und finanzielle Ressourcen.“

Von Ildiko Röd

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