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„Best of British“ im Lustgarten

Auftakt zum Potsdamer Stadtwerkefest „Best of British“ im Lustgarten

Ein regenfreier Klassikabend bot zum Auftakt des Stadtwerkefestes im Potsdamer Lustgarten „Best of British“ mit weniger Bekanntem, aber auch etlichen Ohrwürmern. Das Publikum lauschte im Stehen, weil wegen des durchnässten Bodens keine Stühle aufgebaut werden konnten.

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Der Tenor Ya-Chung Huang singt Puccinis „Nessun dorma“. Dirigentin Catherine Larsen-Maguire feuert ihn an.

Potsdam. Bei „Best of British“ denkt man ohnehin auch an wetterfeste Kleidung. Und so war es nur logisch, dass die Zuhörer zum Klassikabend des Stadtwerkefestes mit festem Schuhwerk kamen, um dem regennassen Lustgarten zu trotzen. Doch der Wettergott hatte ein Einsehen mit den Hunderten Unverzagter. Zumal das Studio-Orchester der Universität der Künste Berlin zum Auftakt auch noch einen speziellen Gruß gen Himmel schickte – den Jupiter-Part aus Gustav Holsts „Die Planeten“.

Da die Dirigentin Catherine Larsen-Maguire selbst aus England kommt, hat sie ein Programm ganz nach ihren Gusto zusammengestellt, mit manchem hier eher weniger Bekanntem, so Ralph Vaughan Williams‘ „Englisch Folksong Suite“. Aber auch Ohrwürmer gab es, so Williams „Greensleeves“, das er für eine Falstaff-Oper komponierte. Warum der Tenor Ya-Chung Huang mit Puccinis „Nessun dorma“ dabei ist? „Wissen Sie“, sagt die Dirigentin, „wir haben viele Adoptivsöhne. Dieses Lied war 1990 die Erkennungsmelodie für die Fußball-MW, gesungen von Luciano Pavarotti. Seitdem ist es so etwas wie unsere Sporthymne.“

Ein zweiter Adoptivsohn, Georg Friedrich Händel , steuerte seine Wassermusik bei. Zu ihren Klängen klarte der Himmel auf, es gab sogar ein sanftes Abendleuchten. Und den magischen Momenten der Harry-Potter-Filmmusik konnte er sich erst recht nicht entziehen, da zeigte sich für Augenblicke sogar der Mond. Klar, kein britischer Abend ohne Edward Elgars „Pomp and Circumstance“, die heimliche Nationalhymne, auch wenn sie im Märkischen nicht so lautstark mitgesungen wird wie auf der Insel. Freddie Mercurys „We Are The Champions“ schließlich war der richtige Abschied in eine nun regenfreie Nacht.

Von Frank Starke

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