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Potsdam Besuch auf der schönsten Baustelle Potsdams
Lokales Potsdam Besuch auf der schönsten Baustelle Potsdams
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07:24 20.04.2017
Facettenreich: Der Blick über die Dächer Potsdams streift Nauener Tor, St. Peter und Paul, Staudenhof, Altes Rathaus, St. Nikolai, Wilhlemgalerie, Landtagsschloss, Mercure und „Kreml“. Quelle: Julian Stähle
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Innenstadt

Claudia Wintz zwickt dem Stadthaus in die Turmspitze. An einem sonnigen, aber stürmischen Tag hat die Projektleiterin des Kommunalen Immobilienservice (Kis) das Baugerüst erklommen. Hat das zarte Frühlingsgrün der stattlichen Pappeln unter sich gelassen. Hat kurz den Sandstein getätschelt, der noch der Reinigung harrt. Und ist dann weiter und weiter hinaufgestiegen. Jetzt steht Claudia Wintz genau da, wo nichts mehr kommt als Potsdamer Himmel und knibbelt am äußersten Zipfel des Nordturms. Streicht mit dem Finger über den schorfigen Riss im Metall. Die Helmstange ist hin.

Der Nordturm des Stadthauses ist dieser Tage eine der höchsten Baustellen Potsdams. Und ganz sicher die schönste, findet Claudia Wintz, die mit Mammutprojekten bestens vertraut ist. Vor ein paar Jahren hat sie den Umbau der alten Stadt- und Landesbibliothek zum modernen Bildungsforum betreut. Seit 2015 ist das Stadthaus ihr Metier. Wer was wann wo macht – Claudia Wintz weiß es: „Acht Firmen sind derzeit am Stadthaus zu Gange. Im Sommer werden es mehr als 20 sein.“ Immer wieder lässt sie den Blick über den Rand des Gerüstes schweifen: Von hier oben aus scheinen nicht nur der ebenfalls eingerüstete Süd- und der unverstellte Hauptturm zum Greifen nah, sondern auch das Nauener Tor und das Holländische Viertel, St. Peter und Paul, der Staudenhof, das Alte Rathaus, St. Nikolai, das Landtagsschloss, das Mercure. Selbst der „Kreml“ ist gut zu erkennen. Am Horizont drehen sich unter einer schwarzen Wolkenwalze weiße Windräder.

Ein echter Hingucker: Der Nordturm des Stadthauses ist eine der höchsten und sicher die schönste Baustelle in der Landeshauptstadt. Projektleiterin Claudia Wintz hat die MAZ mit zur Spitze genommen.

Mitten in Potsdam und doch entrückt plaudert Claudia Wintz über den Fortgang der Bauarbeiten. Ein paar Etagen tiefer, aber noch immer hoch genug, um den Potsdamern auf die Dachterrassen und in die Fenster zu kiebitzen, haben die Bauarbeiter ein paar Gerätschaften liegen gelassen. Die Kupferkuppel des Turms ist undicht. Bevor es zu Wasserschäden kommt, müssen die unteren Bleche erneuert werden. Die äußeren, grün-patinierten bleiben – für die Potsdamer ist die Reparatur quasi unsichtbar.

„Am Stadthaus ist zwar hier und da immer mal wieder etwas gemacht worden“, sagt Claudia Wintz, „aber nie in so großem Stil wie jetzt.“ 15 Millionen Euro sind für die Sanierung des 1907 errichteten Ensembles veranschlagt. Für den gesamten Verwaltungscampus rechnet man mit 30 Millionen. Wann genau alles fertig ist, hänge auch von den Fördermitteln ab und lasse sich daher nur schwer sagen. „Frühestens 2019, sehr wahrscheinlich später“, schätzt Claudia Wintz. Immerhin laufe die Sanierung bislang ohne böse Überraschungen.

Das Stadthaus – ein Riese aus Sandstein

Das heutige Stadthaus , Friedrich-Ebert-Straße 79/81, wurde 1902 bis 1907 erbaut. Bis 1945 war es Sitz der Regierung für den Regierungsbezirk Potsdam.

Das Ensemble bestand damals aus dem Hauptgebäude für die Regierung, dem Wohngebäude für den Regierungspräsidenten und dem Stallgebäude.

Als Sitz der Stadtverwaltung wird das Haus erstmalig 1947 erwähnt; seit 1953 beherbergte es den Rat der Stadt Potsdam; nach der Wende zunächst den Magistrat.

Die Front ist in Sandstein ausgeführt. Im Innern wurden Treppenhäuser aus gelblichem Kottaer, rotem Miltenberger und weißem Nesselberger Sandstein gefertigt. Es gibt 478 Räume. nf

Von Nadine Fabian

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